Thomas Päch wird Headcoach

© Sebastian Derix

Da ist er also, der neue Cheftrainer der Telekom Baskets: Thomas Päch, aktuell noch Co-Trainer bei ALBA Berlin, wird das Amt von Interimscoach Chris O´Shea übernehmen. Päch unterschrieben einen Vertrag über zwei Jahre, mit einer beiderseitigen Option auf ein drittes Jahr.

Baskets-Präsident Wolfgang Wiedlich zeigte sich hoch erfreut über seinen neuen leitenden Angestellten: „Er ist unser Wunschkandidat, und wir sind froh, dass es geklappt hat. Wir sind uns in unserem Entscheidungsgremium einig gewesen sind, dass wir einen Neustart und einem jungen Trainer eine Chance geben wollen, der neue Impulse bringen und auch neue Wege gehen darf.“

Auch Päch freut sich auf die neue Aufgabe, die er ab dem 1. Juli angehen wird: „Ich freue mich riesig über die Möglichkeit und vor allem das Vertrauen, bei den Telekom Baskets als Cheftrainer zu starten. Bonn ist ein hervorragender Basketball-Standort mit einer der besten Hallen Deutschlands und tollen Trainingsbedingungen. Die Atmosphäre rund um den Club habe ich immer als besonders und vor allem sehr familiär wahrgenommen, mit unglaublichen Fans im Rücken. Ich freue mich sehr auf die bevorstehende Arbeit und die Aufgaben!“

Für Chris O´Shea heißt das, dass er seinen Posten als Cheftrainer wieder räumen muss. Allerdings bleibt auch er in Bonn und stellt sich weitere zwei Jahre in den Dienst der Mannschaft: „Die Entscheidung in Bonn zu bleiben war für mich sehr einfach. Der Verein, die Mitarbeiter und die Fans liegen mir am Herzen. Man spürt die Emotionen und Lust auf mehr und das passt zu mir. Die letzten vier Jahre habe ich in unserer gemeinsamen Funktion als BBL-Assistenztrainer eine sehr gute Beziehung mit Thomas aufgebaut und ich weiß, dass wir zusammen erfolgreich arbeiten werden. Ich freue mich sehr auf die kommende Saison.“

Der in San Salvador geborene und in den USA und Thailand aufgewachsene Thomas Päch war von 2010 bis 2015 Co-Trainer von Henrik Rödl beim Bundesligisten TBB Trier, bevor er in den Trainerstab von ALBA Berlin wechselte. Als ALBA sich im April 2017 von seinem Cheftrainer Ahmet Çaki trennte, wurde Päch bis Saisonende 2016/2017 das Amt des Cheftrainers übertragen, ehe er wieder auf den Assistenzposten zurückkehrte. Offizieller Amtsantritt für den designierten Baskets-Cheftrainer ist der 1. Juli. Bis dahin gilt seine Energie und Aufmerksamkeit an der Seite von Coach Aíto García Reneses dem 9. Berliner Meistertitel. Die easyCredit BBL-Finalserie FC Bayern Basketball gegen ALBA Berlin startet am Sonntag, den 16.6.2019, in München.

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Die Planungen gehen los

Das war sie also, die Saison der Telekom Baskets. Am Dienstagabend verabschiedeten sich Team und Fans voneinander. Es war eine Veranstaltung, die schon bessere Laune gesehen hat. Und das, obwohl die Saison für den Club selbst am Ende eigentlich ganz ordentlich gelaufen ist. Jetzt gehen also die Planungen für die nächste Spielzeit los.

Zwei Verträge für das nächste Jahr stehen schon fest. Yorman Polas Bartolo und Martin Breunig haben noch ein gültiges Arbeitspapier und versprachen auch, in der kommenden Saison wieder dabei zu sein. Ein weiterer Vertrag dürfte nicht allzu lange auf sich warten lassen. Sportmanager Wichterich stellte TJ DiLeo quasi einen Blankschein aus: „Wenn TJ bleiben möchte, dann bleibt er.“ Auch von Seiten des Spielers dürfte ein Interesse am Verbleib in Bonn bestehen.

Dann aber steht auch schon die vermutlich wichtigste Entscheidung an: Wer wird Cheftrainer der Bonner in der kommenden Spielzeit? Chris O´Shea hat seine Sache gut gemacht, nachdem er vom Co- zum Cheftrainer aufgestiegen war. Er hat sicher Interesse daran, den Job auch weiter zu bekleiden. Ob sich der Verein dafür entscheidet, oder doch mit einem externen Trainer den Neuanfang wagt, wird sich wahrscheinlich schon sehr bald entscheiden.

Was mit dem übrigen Team ist, wird man sehen. Capitano Josh Mayo signalisierte, dass er gerne weitermachen würde. Laut Management sei der Willen aber nicht allzu groß. Da wird gepokert. Möglicherweise auch nicht zu lange. Die Personalie Mayo könnte eine der ersten sein, die in den kommenden Wochen geklärt wird. Bleibt vor allem noch ein vierter deutscher Kaderplatz. Jarelle Reischel hat seine Sache gut gemacht, war da, wenn er gebraucht wurde. Das betonte Manager Wichterich beim Saisonabschluss. Ob Reischel selbst aber die Spielzeit ausreicht, dass kann nur er entscheiden.

Viele andere werden wahrscheinlich nicht nach Bonn zurückkehren. Stefan Bircevic zum Beispiel. Zu selten zeigte er, was er wirklich kann. Nate Linhart lieferte genau das, was die Mannschaft brauchte, als er verpflichtet wurde. Aber ob er erneut in Bonn anheuert, muss man abwarten. Bei Charles Jackson könnte es aufs Geld ankommen. Er spielte eine gute erste Saison in Deutschland, hatte aber natürlich lange mit seiner Verletzung zu kämpfen.

Viel Arbeit, die da in den kommenden Wochen für Michael Wichterich ansteht. Eine spannenden Zeit, nicht nur für ihn. Die Gerüchteküche in den Foren wird ein ums andere Mal überkochen. Die Fans durchstöbern erwartungsvoll das Netz nach neuen Gerüchten. Sommerpause ist keine echte Pause. Der Heartberg ruht nur, er schläft nicht.

Saison vorbei

© Sebastian Derix

Das wars. Die Saison für die Telekom Baskets ist vorbei. Auch das dritte Spiel in der Playoffserie gegen Oldenburg geht verloren. Wieder spielen die Bonner lange Zeit gut mit, um sich dann innerhalb von wenigen Minuten um jedweden Ertrag zu bringen. Fünf Minuten Schwäche gegen den Tabellenzweiten aus der Hauptrunde darf man sich einfach nicht leisten.

Man kann den Baskets nicht absprechen, dass sie es nicht versucht hätten. In allen drei Spielen haben sie es geschafft, offensiv andere Akzente zu setzen. Meistens hat das funktioniert. Aber eben nicht über 40 Minuten. Irgendwann gab es diese kurze Phase, in der die Konzentration weg war – und mit ihr dann auch das jeweilige Spiel.

In Spiel drei war das bezeichnend: Zwei oder drei Minuten im Übergang von drittem aufs vierte Viertel gepennt, danach war Oldenburg enteilt. Die Köpfe der Baskets gingen runter, das Spiel war gelaufen. Es ist keine Schande, gegen diese Oldenburger zu verlieren. Ärgerlich ist es dennoch, denn mit einer gleichbleibend starken Leistung ein ganzes Spiel über wäre mehr drin gewesen.

So bleibt einmal mehr nur der Gang ins Foyer des Telekom Domes, um sich von den Anhängern zu verabschieden. Für Dienstag um 18 Uhr ist das terminiert. Es wird wieder Gespräche geben, möglicherweise Treueschwüre, vermutlich keine Vertragsverlängerungen und dann geht es in die viel zu lange Sommerpause. Schade eigentlich.

Die Playoffs sind gestartet

© Sebastian Derix

Nach dem überragenden Sieg gegen Bayern München gingen die Telekom Baskets mit viel Selbstvertrauen in die Serie gegen Oldenburg. Und das, obwohl sie bisher in allen Begegnungen in der Postseason den Kürzeren gezogen hatten. In Spiel eins der diesjährigen Playoffs musste sich das Team von Coach Chris O´Shea am Ende dennoch geschlagen geben. 105:94 hieß es am Ende für die Hausherren.

Dabei hatten es die Bonner lange gut gemacht. Nach einem Oldenburger Blitzstart kämpften sie sich erfolgreich in Spiel. Und auch nach einem Zwischenspringt der Gastgeber ließen sie sich nicht abhängen. Ganz im Gegenteil: Kurz vor Ende des dritten Viertels hatten sich die Baskets vom Rhein einen zweistelligen Vorsprung erspielt.

Dann aber entglitt ihnen das Spiel. Oldenburgs MVP Will Cummings übernahm immer mehr das Zepter. Am Ende war er für 34 Punkte seiner Mannschaft verantwortlich. Sein Bonner Gegenpart, Josh Mayo, blieb dagegen in der gegnerischen Abwehr gut aufgehoben. Zu selten konnte er sich in Szene setzen. Außerdem fehlte ihm bei einigen freien Würfen dann auch noch das Glück.

Jetzt kommt die Serie also nach Bonn. Schon am Dienstag steht Spiel zwei an. Coach O´Shea hat es geschafft, die Spielzeit in Oldenburg einigermaßen zu verteilen. Insofern könnten die Baskets etwas frischer sein. Wenn zudem Charles Jackson seine Fouls besser und die gegnerische Abwehr Mayo weniger im Griff hat, kann die Serie ausgeglichen nach Oldenburg zurück gehen.

Mit Sieg in die Playoffs

Die Telekom Baskets sind mit einem Sieg in die Playoffs eingezogen. Am Sonntagabend schickten sie den amtierenden deutschen Meister Bayern München mit 102:98 wieder nach Hause. Es war ein beeindruckender Sieg, der einmal mehr zeigte, zu was die Mannschaft in der Lage ist.

Vor allem im so oft unterirdischen dritten Viertel legten die Baskets eine Sohle aufs Parkett, die den Bayern den Schwindel in den Kopf trieb. Capitano Josh Mayo schraubte am Sonntag sein Dreierkonto auf 104 in der laufenden Saison. Mehr hatte in diesem Jahrtausend noch kein Spieler in einer Saison versenkt.

Vor der Partie wurde Yorman Polas Bartolo einmal mehr als bester Verteidiger der Liga ausgezeichnet. Im Spiel selbst zeigte er dann ein ums andere Mal, warum er diese Auszeichnung verdient hat. Allerdings drehte er auch offensiv ordentlich auf und sorgte am Ende für elf Punkte.

Folgerichtig war Coach Chris O´Shea zufrieden mit der Leistung seines Teams: „Wir wollten heute die Mentalität eines Playoff-Spiels aufs Parkett bringen. Es freut mich für die Mannschaft und unsere Fans, jetzt geht es mit dem richtigen Momentum in die Postseason. Im dritten Viertel haben wir das gezeigt, was wir in einigen Spielen haben vermissen lassen: Den Willen, die Begegnung an sich zu reißen. Vor allem als der FCB im letzten Abschnitt nochmals Gas gegeben hat, sind wir nicht auseinander gefallen, sondern haben dagegengehalten.“

Baskets und Webb gehen getrennte Wege

© Sebastian Derix

Turbulente Tage einmal mehr bei den Telekom Baskets. Nach der Pleite gegen Frankfurt ist der Kampf um die Playoffs enger denn je. Dann trennen sich Verein und James Webb III und am Ende steht ein Spiel gegen Braunschweig, in dem die Bonner schon mit 22 Punkten vorne lagen, um es dann am Ende doch noch einmal ganz eng werden zu lassen.

Nach wenigen Minuten waren die Baskets in Braunschweig im Spiel. Und es sah so aus, als würden sie sich mit jedem Punkt mehr Sicherheit erarbeiten. 22 Punkte waren sie im dritten Viertel vorne. Und dann kam der Einbruch. Der Distanzwurf fiel nicht mehr. Braunschweig verteidigte besser. Und die Aufholjagd nahm ihren Lauf.

Im spannenden Schlussviertel stand das Spiel auf Messers Schneide, bis der Kapitän übernahm. Aus mehr als acht Metern lötete Josh Mayo den Dagger ins Braunschweiger Netz. Danach war das Spiel so gut wie sicher in Bonner Hand. Am Ende stand ein 92:86-Sieg, ein gewonnener direkter Vergleich und ein vorerst gefestigter siebter Platz.

James Webb III bekam das alles nicht mehr mit, zumindest nicht als Bonner Spieler. Laut Verein hatte er um Auflösung seines Vertrages gebeten. Er habe sich gefühlt vom Team entfernt, nicht mehr den Eindruck gehabt, zu 1000% dazu zu gehören. Der Verein willigte ein. Man könne jetzt nur Spieler gebrauchen, die sich komplett mit der Mannschaft identifizieren können.