TJ DiLeo führt die Baskets zum Sieg

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Es war ein harter Kampf, den die Telekom Baskets am Sonntagnachmittag bestreiten mussten. Gegen Würzburg gingen die Bonner an dessen Ende aber als Sieger hervor. Auch dank eines überragenden TJ DiLeo. Der Deutsch-Amerikaner vergab nur einen einzigen Wurf im ganzen Spiel und hatte bei Spielende 20 Punkte auf der Anzeigetafel stehen. Zudem hatte er fünf direkte Korbvorlagen gegeben.

Die Baskets begannen furios, überrannten die Gäste fast. Allerdings lief bei den Bauermännern in der Anfangsphase auch nicht viel zusammen. Dass es dennoch bis zum Spielende spannend blieb, lag an Kampfgeist und Qualität der Gäste und an einzelnen Schwächephasen der Baskets. Dennoch kämpften sich die Hausherren nach jedem Nackenschlag wieder zurück in die Partie. Schlussendlich war es Kapitän Josh Mayo, der die entscheidenden Freiwürfe zum Sieg verwandelte.

Bei den Baskets musste Jordan Parks erneut verletzt aussetzen. Der Amerikaner wird in der kommenden Woche am Knie operiert und fällt vermutlich rund drei Monate aus. Der Verein ist deshalb auf der Suche nach einem geeigneten Ersatz.

Am kommenden Mittwoch wollen die Bonner auch in der Champions League wieder in die Erfolgsspur. Dann kommt Besiktas Istanbul mit dem ehemaligen Bonner Kyle Weems in den Telekom Dome. Hochball ist um 20 Uhr.

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Djurisic sorgt für die Wende

© Sebastian Derix

Irgendwann in der 24. Spielminute muss es in der altehrwürdigen Nick Gallis Hall ziemlich laut geklingelt haben. Denn plötzlich wurde Nemanja Djurisic wach und stopfte den Ball mit unglaublicher Autorität durch die Reuse. Es war der Beginn der Aufholjagd seiner Telekom Baskets im Spiel bei Aris Saloniki in Griechenland. Und spätestens nach dem nächsten Angriff, in dem wieder Djurisic den Ball klaute, waren auch seine Mitspieler hellwach. Die Baskets hatten es offensichtlich satt, die Schießbude der Champions League zu sein. Punkt um Punkt verkleinerten sie den Rückstand. Durch einen Notwurf von Ron Curry gingen sie dann sogar in Führung.

Die brachten sie sicher nach Hause. Obwohl in einigen Situationen immer noch unglücklich, führte Julian Gamble sein Team am Ende mit 20 Punkten und acht Rebounds zum Sieg. Kapitän Josh Mayo stand seinem großen Bruder mit 17 Zählern und vier Assists nur wenig nach. Der Initialzünder Djurisic kam auf neun Punkte, zwei Rebounds und zwei Assists. Er stand mit fast 36 Minuten deutlich am längsten auf dem Parkett.

Coach Predrag Krunic war nach dem Sieg natürlich zufrieden: „Es war ein wichtiger Sieg für uns. Die letzten beiden Niederlagen waren etwas unglücklich und knapp. Vor allem nach der Halbzeit waren die Jungs bereit und haben besser verteidigt. Sie haben das sehr gut gemacht.“

Durch den ersten Sieg in der Gruppenphase der Champions Leauge kletterten die Baskets auf Platz sieben in ihrer Gruppe. Oostende kann am Mittwoch allerdings noch in die Erfolgssuppe spucken, wenn sie in Nanterre gewinnen. Da sei allerdings der heilige Heiko vor. Für Bonn geht die Woche der Auswärtsspiele am kommenden Samstag weiter. Dann müssen die Baskets in Jena antreten. Hochball ist um 20.30 Uhr.

Foo Fighters, Thirty Seconds to Mars und die Gorillaz am Ring

© Sebastian Derix

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Das wird ein Fest! Die Veranstalter von Rock am Ring haben heute die ersten Bands für die Ausgabe im Juni 2018 bekannt gegeben: Headliner sind die Foo Fighters, Thirsty Seconds to Mars und die Gorillaz. Außerdem am Start sind Giganten wie Rise Against, Casper, Marilyn Manson oder Body Count, inklusive Copkiller Ice-T.

Dazu kommt eine ganze Breitseite an harter Gitarrenmusik: Avenged Sevenfold, Stone Sour, A Perfect Circle, Parkway Drive, Good Charlotte, Bullet For My Valentine, Hollywood Undead, Enter Shikari,  Black Stone Cherry, Asking Alexandria, Meshuggah, Callejon, Caliban und Nothing But Thieves.

Auch die Fans von Indie-Rock und Urban kommen nicht zu kurz: Bilderbuch, Milky Chance, Kaleo, Trailerpark, Kettcar, RAF Camora, Jimmy Eat World, Walking On Cars, UFO361, Alma oder Yung Hurn.

Neu ist, dass Tickets für das Festival und fürs Camping einzeln gekauft werden. Das kommt vor allem denjenigen zugute, die aus dem nahen Umkreis kommen und täglich anreisen. Ein Frühbucherticket gibt es deshalb schon für 149 Euro. 15.000 Eintrittskarten werden an Early Birds rausgehauen. Der Vorverkauf startet am 1. November. Sind die Frühbucherkarten weg, steigt der Preis auf 169 Euro.

 

Bonner Löwen fressen die Tigers aus Tübingen

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Es war ein hartes Stück Arbeit für die Telekom Baskets. Am Sonntagabend gewannen sie ihr Auswärtsspiel bei den Walter Tigers Tübingen mit 84:75. Lange taten sich die Bonner schwer. Ein Zwischenspurt im dritten Viertel sorgte dann aber doch für den Auswärtserfolg der Männer von Trainer Predrag Krunic.

In Bonn angekommen zu sein scheint Neuzugang Nemanja Djurisic. Der Montenegriner findet immer besser ins Spiel seiner Mannschaft und bringt sich gleichzeitig auch immer besser in selbiges ein. War er schon bei der Niederlage in der Champions League gegen Nymburk einer der besten Bonner, so konnte er auch in Tübingen wieder überzeugen. Folgerichtig wurde er mit 15 Punkten und acht Rebounds zusammen mit Yorman Polas Bartolo bester Schütze seiner Mannschaft.

Etwas Sand im Getriebe hat dagegen aktuell Julian Gamble. Zwar kam der Amerikaner auch in Tübingen wieder auf zwölf Punkte und neun Rebounds. Dennoch scheint er im Augenblick ähnliche Probleme haben, wie in der vergangenen Spielzeit. Auch da dauerte es, bis Gamble zu Topform auflief und schlussendlich dafür sorgte, dass die Baskets seinen Vertrag verlängerten.

Einmal mehr stark war in Tübingen Rookie Malcolm Hill. 14 Punkte lieferte der Mann, der unter der Woche 22 Jahre alt wurde. Seine Kaltschnäuzigkeit in brenzligen Situationen ist immer wieder beeindruckend.

Für die Baskets geht die Reise von Tübingen aus gleich weiter nach Griechenland. Am Dienstag steht bei Aris Saloniki das nächste Auswärtsspiel in der Champions League an. Nach drei Niederlagen wollen die Bonner endlich punkten.

Zweite Niederlage in der Champions League

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Drei Spiele in fünf Tagen. Selbst für ein fittes und komplettes Team schon kein Zuckerschlecken. Für aktuell dezimierte Telekom Baskets, die auch beim Champions League Spiel in Polen wieder auf Konsti Klein und jetzt auch noch auf Kapitän Josh Mayo verzichten mussten, eine etwas zu große Aufgabe. Dazu kam, dass Yorman Polas Bartolo weiter unter Rückenproblemen leidet. Phasenweise gelang den Bonnern deshalb bei Zielona Gora überhaupt nichts. Gerade aus der Distanz lahmte die Offensive anfänglich. Und das Fehlen zweier Aufbauspieler machte sich deutlich bemerkbar.

Am Leben erhalten wurden die Bonner ausgerechnet vom Jüngsten: Malcolm Hill markierte, wie schon in seiner ersten Partie in der Champions League, 28 Punkte. Fast tragisch, dass er es war, der sich kurz vor Spielende den einzigen Ballverlust der Baskets im Schlussviertel leistete und damit die letzte Chance auf den Sieg aus der Hand gab. Nach einem Rückstand im zweistelligen Bereich hatte er sein Team vorher bis auf einen Punkt an die Hausherren herangebracht.

Jetzt steht also wieder Ligaalltag an. Immerhin müssen die Baskets erst am späten Samstagabend ran. Vielleicht Zeit genug, um die ein oder andere Wunde zu lecken und die heilenden Hände der Physios wirbeln zu lassen. Gegen den MBC sollte ein Sieg her, am besten ein überzeugender. Auch und vor allem für die Psyche der Mannschaft. Verdient hätte sie es sich.

Noch Sand im Getriebe

© Sebastian Derix

Vier Spiele haben die Telekom Baskets in der noch jungen Bundesligasaison absolviert. Mit 3:1 Siegen steht von den Zahlen her ein durchaus ordentlicher Start in den Büchern. Allerdings wurde in den vergangenen Partien deutlich, dass es noch nicht ganz rund läuft im Team von Chefcoach Predrag Krunic. Kämpferisch ist der Mannschaft kein Vorwurf zu machen. Allerdings mangelt es bisweilen noch an der Abstimmung, so dass zu viele Einzelaktionen die vergangenen Spiele prägten. Gegen Braunschweig und Gotha reichte es damit zum Sieg. Bei ALBA, das doch auf einer anderen Qualitätsstufe agiert, gingen die Bonner dagegen im letzten Viertel baden.

Die Gründe für die Probleme dürften vielfältig sein. Nemanja Djurisic stieß zum Beispiel erst sehr spät zum Team, Malcolm Hill sogar noch später. Dann gab es in der Vorbereitung und auch in den ersten Spielen kleinere Verletzungsprobleme, die einzelne Mannschaftsmitglieder aus dem Team nahmen. Ein wirkliches Einspielen wird so natürlich erschwert. Noch dazu mussten die Baskets quasi von null auf 100 in die Wettkampfphase starten. Alle drei Tage spielen die Krunic-Schützlinge im Augenblick, inklusive zum Teil langer Reisen. Darunter leidet natürlich auch das Training.

Zu hoffen bleibt, dass der Spielrhythmus den Baskets auf Dauer hilft. Spieler spielen ohnehin lieber, als sie trainieren. Möglicherweise spielen sich die Bonner Basketballer in einen Flow. Mit der Zeit wird das Spielverständnis untereinander wachsen. Und es ist ja nicht alles schlecht, was nicht glänzt. Von den Ergebnissen her können sich die ersten Wochen noch sehen lassen. Wichtig wäre, in der Champions League am Dienstag in Polen zu punkten.

Einzug in die Champions League geschafft

© Sebastian Derix

Die Tür in die Champions League stand schon vor dem Rückspiel der Telekom Baskets gegen Kataja Basket am Montagabend weit offen. Hindurch gehen mussten die Bonner allerdings noch. Das schien deutlich schwieriger zu werden, als es noch das Aufstoßen der Türe war. Die Gäste hatten sich vorgenommen, nicht wieder so überrannt zu werden. Das funktionierte. Die Baskets sahen sich von Beginn an deutlich mehr Gegenwehr ausgesetzt. Dennoch gelang der Sprung über die Schwelle am Ende. Mit einem 85:81 zog das Team von Coach Predrag Krunic erstmals in die Champions League ein.

Verzichten mussten die Baskets gleich auf zwei Spieler: Nemanja Djurisic und Graham Hill. Der junge Amerikaner war für die CL-Quali nicht spielberechtigt. Djurisic hatte sich eine leicht Knieverletzung zugezogen. Deshalb entschieden die Baskets kurz vor Spielbeginn, ihn pausieren zu lassen. Ob der Montenegriner beim ersten Ligaspiel der Saison am Mittwochabend gegen Ulm auflaufen kann, ist noch unklar. Auch das wird vermutlich kurzfristig entschieden.

Durch die Qualifikation erwartet die Baskets jetzt ein Reise quer durch Europa:

Telenet Oostende (Belgien)
Scandone Avellino (Italien)
Besiktas Istanbul (Türkei)
Stelmet Zielona Gora (Polen)
FSF Nanterre 92 (Frankreich, FIBA Europe Cup-Champion)
CEZ Basketball Nymburk (Tschechien)
Aris Thessaloniki (Griechenland)

Dabei treffen sie auf alte Bekannte. Beim tschechischen Meister zieht inzwischen der ehemalige Bonner Point Guard Geno Lawrence die Fäden. Für Nanterre trifft Heiko Schaffartzik aus der Distanz. Und bei Besiktas spielt der ehemalige Bonner Publikumsliebling Kyle Weems. Nicht nur deshalb wird der europäische Wettbewerb ein großes Abenteuer. Coach Krunic und seine Mannschaft schauen erwartungsfroh in die nächsten Wochen: „Meine Mannschaft ist jung, entsprechend ist die anstehende Basketball Champions League-Saison eine riesige Herausforderung für uns. Einige Spieler haben noch nie an einem internationalen Wettbewerb teilgenommen – umso mehr freuen wir uns nun darauf.“