Lawrence lenkt, Brown versenkt

(Sorry für das überaus schlechte Wortspiel in der Überschrift.)

Zwei Spiele, zwei Siege. Bei den Telekom Baskets scheinen die Veränderungen zu greifen: Geno Lawrence und Alec Brown stabilisieren die Mannschaft, die vergangene Woche brachte endlich wieder den erhofften Erfolg. Und das, obwohl mit TJ DiLeo, Yorman Polas Bartolo (in der CL) und Martin Breunig drei wichtige Bonner verletzt aussetzen mussten bzw. müssen.

Trotzdem sorgte vor allem Lawrence für lange vermisste Struktur im Bonner Spiel. In der ChampionsLeague gab er zehn direkte Korbvorlagen, bei Sieg in Gießen sogar elf. Alec Brown gibt der Mannschaft eine zusätzliche Option. Vorne trifft er und hinten verändert er durch seine Größe Würfe.

Folgerichtig sprangen in der vergangenen Woche Siege gegen Szombathely und Gießen dabei heraus. Wichtige Siege. Zeit sich darauf auszuruhen bleibt nicht. Schon am Mittwoch sind die Baskets in Klaipeda zu Gast, nächstes Wochenende müssen sie zu den Bayern, die gerade ihr erstes Spiel in der Liga verloren haben. Beides werden keine leichten Aufgaben.

Geno ist zurück, der Erfolg nicht

Die Telekom Baskets haben unter der Woche für einen Paukenschlag gesorgt. Und für Ernüchterung. Zuerst gaben die Bonner Basketballer die Verpflichtung ihres ehemaligen und neuen Spielmachers bekannt: Ab sofort trägt Geno Lawrence wieder das Trikot der Baskets. Geholfen hat es am Ende nur begrenzt: Im Nachholspiel gegen Braunschweig verloren die Bonner trotzdem. 85:90 stand am Ende auf der Anzeigetafel.

Dabei hatte der Freitagabend das Potential zu einem Feiertag. Die Rückkehr des Publikumslieblings sorgte für einen immensen Stimmungsschub im Publikum. Im Dome herrschte fast schon Playoff-Atmosphäre. Und auch Geno genoss seine Rückkehr auf den #heartberg. Am Ende des Abends war er Topscorer seiner Mannschaft. Zum Sieg hatte es dennoch nicht gereicht.

Das lag zum einen daran, dass gegen den starken Braunschweiger Center Scott Eatherton ein Gegner wie Martin Breunig fehlte. Der fiel wegen einer Gehirnerschütterung aus dem vergangenen Champions League-Spiel aus. Zum anderen kann auch Geno Lawrence die Mannschaft nicht nach nur einem gemeinsamen Training alleine über die Ziellinie tragen.

Und doch wurde deutlich, dass seine ordnende Hand und seine Erfahrung der Mannschaft helfen wird. Die nächste Chance, das zu beweisen, ergibt sich schon am kommenden Mittwoch. Dann wollen sich die Baskets in der Spitzengruppe der Champions League etablieren. Hochball gegen Szombathely ist um 20 Uhr.

Die Negativserie geht weiter

© Sebastian Derix

Die Niederlagenserie der Telekom Baskets setzt sich auch im neuen Jahr fort. Bei ratiopharm Ulm unterlagen die Bonner am Abend mit 73:85. Damit warten die Baskets weiter auf einen Auswärtssieg in der Bundesliga und verbleiben auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Obwohl Bonn gut ins Spiel kam, war der Erfolg der Hausherren am Ende verdient. Die Baskets schafften es nicht, die Distanzwürfe der Gastgeber zu verteidigen. Gleichzeitig trafen sie selbst von außen viel zu wenig.

Da half auch eine ordentliche Leistung der Bonner Neuzugangs Alec Brown nicht. Der Amerikaner kam schleppend in die Partie, sorgte dann aber für 13 Punkte und war zweitbester Werfer seiner Mannschaft. Damit zeigte er, dass er durchaus eine Verstärkung für das Team von Thomas Päch sein kann.

Weiter geht es für die Baskets schon am Dienstag in der Champions League. Die Baskets sind in Istanbul zu Gast. Hier soll die gute Ausgangsposition in der Gruppe nach Möglichkeit gehalten oder ausgebaut werden.

Negativserie geht weiter

Zwei Spiele, zwei Niederlagen. Die Woche für die Telekom Baskets war einmal mehr alles andere als weihnachtlich. Erst setzte es zuhause eine Heimpleite gegen den direkten Abstiegskonkurrenten Hamburg Towers, dann gab es auch auswärts wie gewohnt in Würzburg eine Niederlage.

Dazwischen kam die Meldung, dass es jetzt Alec Brown richten soll. Der Amerikaner misst stattliche 2,16m, kann auf der Vier und der Fünf spielen und soll vor allem erstmal den Ausfall von Stephen Zimmerman kompensieren, der vermutlich rund vier Woche ausfällt. Brown unterschrieb einen Vertrag bis zum Ende der Saison.

Gleichzeitig stellt der Verein klar, dass Coach Thomas Päch weitermachen darf. Außerdem sei es möglich, dass ein weiterer Spieler verpflichtet wird, um aus dem Tabellenkeller zu entkommen. Der von einigen Fans geforderte Josh Mayo wird es vermutlich nicht werden. Bonns ehemaliger Point Guard ist aktuell Topscorer seines neuen Vereins in Italien.

Weiter ohne Auswärtssieg

© Sebastian Derix

Der Zweig, auf dem die Telekom Baskets in der BBL unterwegs sind, wird einfach nicht grüner. Am Samstagabend verloren die Bonner im Kellerduell in Göttingen. Obwohl sie kurz vor Spielende noch vorne lagen, hieß es am Ende 80:77 aus Sicht der Hausherren. Die Baskets bleiben damit in der Liga auswärts sieglos.

Trey McKinney-Jones fehlte der Mannschaft von Trainer Thomas Päch krankheitsbedingt. Nach dem Spiel verriet der Coach, dass auch Yorman Polas Bartolo und Yoshi Saibou nicht gesund gewesen seien. Die Energie habe gefehlt. Das mag stimmen. Sie war es aber sicher nicht alleine. Es waren auch falsche Entscheidungen und das schon aufgetretende kopflose Hühner-Problem.

Da halfen auch 26 Punkte von Ben Simons nicht, ebenso wenig neun Assists von TJ DiLeo. Benni Lischka ist seit Wochen ein Schatten seiner selbst, auch Stephen Zimmerman schien in Göttingen müde und nicht ganz auf der Höhe.

In der Champions League unter der Woche hatte die Leistung noch zum Sieg gereicht. Hier sind die Baskets weiter Tabellenführer. In der BBL allerdings sind sie aktuell in ganz anderen Sphären unterwegs. Am zweiten Weihnachtstag geht es gegen die Hamburg Towers nicht nur um die Wurst, sondern um die ganze Metzgerei. Die Baskets müssen endlich siegen, sonst wird die Saison eine komplett ohne Grün, dafür mit ganz viel Schwarz.

Der Befreiungsschlag?

Nach dem ersten Sieg der Hamburg Towers in der BBL am Freitagabend fanden sich die Telekom Baskets auf dem letzten Tabellenplatz wieder. Ein Grund mehr, jetzt endlich in die Erfolgsspur zu finden. Noch dazu gegen einen Gegner, der zumindest aktuell noch kein Playoff-Aspirant ist. Die Bonner empfingen den Syntainics MBC. Und sie besiegten ihn am Ende verdient.

Dem Rookie war es vorbehalten, die Dreistelligkeit herzustellen: Kilian Binanpfl, der seit langer Zeit mal wieder Einsatzzeit in der BBL gesehen und diese sehr gut genutzt hatte, markierte die Punkte 100 und 101 für die Baskets. Da war der Sieg der Bonner allerdings schon in trockenen Tüchern. Mit bärenstarker Verteidigung hatten sie Weißenfels den Nerv geraubt. Immer wieder hatten sie sich dadurch auch einfache Punkte erarbeitet.

Folglich war Coach Thomas Päch auch sehr zufrieden mit der Leistung seines Teams: „Wir haben von Anfang an defensiv den Ton angegeben. Meine Spieler haben in den wichtigen Momenten immer eine Antwort gefunden, haben wichtige Würfe getroffen und Stopps in der Defense erzwungen. Der Druck auf den Ball, unsere Defense, die 27 Assists und dass wir auf den Ball aufgepasst haben, waren für mich die entscheidenden Dinge.“

Schon am Mittwoch geht es europäisch weiter. Die Baskets sind in Saragossa in Spanien zu Gast. Nach der Heimniederlage gegen PAOK muss hier ein Sieg her, um in der Tabelle nicht weiter abzurutschen. Hochball ist um 20.30 Uhr.