Bircevic ersetzt Jackson

© Sebastian Derix

Der Ersatz für den verletzten Charles Jackson ist gefunden. Stefan Bircevic soll die Rolle des Amerikaners unter den Körben ausfüllen. Der Serbe kommt direkt von der serbischen Nationalmannschaft auf den #heartberg. Hier soll er in den kommenden Tagen eintreffen und nach Möglichkeit schon am Sonntag gegen Oldenburg im Kader stehen.

Bircevic war zuletzt in der Türkei bei Banvit aktiv. Vorher spielte er schon unter anderem in Istanbul, Madrid und in Belgrad. Der 2,11-Mann gilt als ausgezeichneter Dreierschütze. 

„Stefan ist ein Spieler mit internationaler Erfahrung, er wird uns sicher helfen“, sagt deshalb auch Headcoach Predrag Krunic. Sportmanager Michael Wichterich ergänzt, dass man sich allerdings im Bonner Spiel umstellen wird: „Ein Klon von Jackson war leider nicht verfügbar. Stefan Bircevic ist aber als Qualitätsspieler über jeden Zweifel erhaben“.

Baskets-Präsident Wolfgang Wiedlich hofft jetzt, dass keine weiteren Verletzten dazu kommen, weil „nun das Budget für die laufende Saison ausgereizt ist und künftige Verletzungen nicht mehr mit Nachverpflichtungen kompensiert werden können“.

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Ruhig und überraschend

Länderspielpause. Das Team der Telekom Baskets hat ein paar Tage frei bekommen, einige Spieler nutzen das für Ausflüge ins benachbarte Ausland. Sightseeing ist angesagt. Sichtung steht auch beim Management auf dem Programm. Allerdings geht es nicht um alte Steine, sondern mutmaßlich junge Beine. Ein Ersatz für den verletzten Charles Jackson muss gefunden werden.

In die Ruhe der freien Tage platzt dann eine Überraschung: Die Baskets verpflichten einen neuen Spieler. Es ist aber kein Center, sondern ein Guard. Und der soll nicht Jackson ersetzen, sondern Shane Gibson. Der amerikanische Scharfschütze, der in den vergangenen Wochen immer besser in Tritt kam, wird die Mannschaft verlassen. Sein Zwei-Monats-Vertrag wird nicht verlängert. Dass er einen solchen hatte, war wohlweislich nicht an die Öffentlichkeit getragen worden. So konnten die Verantwortlichen in Ruhe nach einem Guard suchen, der besser ins Anforderungsprofil passt.

Mit Olivier Hanlan soll dieser jetzt gefunden sein. Der Kanadier ist der Neue im magentafarbenen Jersey.  Er spielte zuletzt im Unterbau der NBA und holte mit den Austin Spurs in der vergangenen Saison die Meisterschaft. Hanlan misst stolze 193cm. Laut Verein ist er vor allem im Ballvortrag ein deutliches Upgrade zu Gibson. An dessen Dreierquote reicht er hingegen nicht heran.

Hanlan ist inzwischen schon einige Tage im Mannschaftstraining. Er soll so schnell wie möglich in die Mannschaft integriert werden. Das ist auch die Hoffnung bei einem noch fehlenden Mann. Der Jackson-Ersatz ist noch nicht verpflichtet. Wenn in einer Woche das Heimspiel gegen Oldenburg ansteht, soll er allerdings mit auf dem Parkett stehen. An Ruhe dürfte bei Manager Michael Wichterich im Augenblick nicht zu denken sein. 

Mit Niederlage und ohne Jackson in die Länderspielpause

Am Ende der Woche ist es gut, dass sie vorbei ist. Die Freude über einen haushohen Sieg gegen völlig überforderte Gäste aus Tschechien in der Championsleague wich schon bald dem Frust. Vermutlich mehrere Monate müssen die Telekom Baskets auf einen ihrer besten, Center Charles Jackson, verzichten. Diverse Bänderrisse an unmöglichen Stellen im Fuß sorgen dafür, dass der Amerikaner vorerst an Krücken läuft.

Da war es auch kein Wunder, dass selbst die Rückkehr von Bojan Subotic im Spiel gegen Ulm nicht ausreichte, um den Baskets ausreichend Kraft unter den Körben zu geben. Offensiv machte Martin Breunig das sehr gut. In der Defensive fehlte aber doch die Präsenz, die Jackson in den vergangenen Wochen ausgestrahlt hatte. Ulm hatte sich schnell darauf eingestellt. Zudem hatten einige Bonner Schlüsselspieler frühe Foulprobleme. Das war dann endgültig zuviel für tapfer kämpfende Baskets. Am Ende stand eine 85:96-Niederlage. Mit der geht es jetzt in die Länderspielpause.

Dass Jackson nicht mit dem vorhandenen Personal zu ersetzen sein würde, dass war sehr schnell klar. Die Baskets sind auf der Suche nach einem Ersatz. Ein Schnellschuss wird es nicht werden. Dennoch wäre es natürlich sinnvoll, wenn der neue Spieler möglichst viele der Trainingseinheiten vor dem nächsten Spiel mit der Mannschaft absolvieren würde. So wird es aller Voraussicht nach auch nicht allzu lange dauern, bis Sportmanager Michael Wichterich Vollzug meldet.

Weiter Luft nach oben

Es war eine durchwachsene Woche für die Telekom Baskets. Nach einem wenig erfolgreichen Ausflug ins frühlingshafte Israel, folgte am Sonntag ein Heimspiel gegen den direkten Playoff-Konkurrenten Würzburg auf dem heimischen #Heartberg. Ein Sieg und eine Niederlage waren das Ergebnis der Bonner Auftritte.

Gegen Holon war für die Baskets dieses Mal nichts zu holen. Offenbar geschlaucht von den Reisestrapazen gelang den Bonnern nicht viel . Eine Zeit lang konnten sie die Partie im offenen Bereich halten. In Halbzeit zwei gingen ihnen aber die sprichwörtlichen Körner aus. Das Resultat war einen deutliche Niederlage bei den favorisierten Gastgebern.

Die Heimkehr von Flo Koch in den Telekom Dome gelang dann aus Bonner Sicht schon besser. Zwar konnten die Baskets sich das ganze Spiel über nicht sicher sein, dass sie am Ende siegreich das Parkett verlassen würden. Erfolgreich waren sie am Ende dann aber doch. Einmal mehr rettet ihnen Ra´Shad James den Arsch, unterstützt vor allem durch Charles Jackson und James Webb III.. Auch Shane Ginson punktete zweistellig.

Ein Sonderlob gab es von Coach Predrag Krunic aber für Julian Jasinski. Dieser trainiere immer gut, spiele stark in Rhöndorf und sei bereit, wenn er benötigt würde, sagte Krunic auf Nachfrage in der Pressekonferenz. 

Schon am Dienstag steht wieder Champions League auf dem Programm. Die Baskets empfangen den Gruppenletzten BK Opava im Telekom Dome. Ein Sieg im Heimspiel ist ein Muss, will man die Chancen auf ein Weiterkommen in Europa bewahren. Hochball ist um 20 Uhr.

Viel Arbeit vor der Brust

© Sebastian Derix

Es bleibt dabei: Bei den Telekom Baskets läuft aktuell nicht vieles rund. Unter der Woche gab es eine Niederlage in der Championsleague. Gegen Venedig zogen die Bonner mit 84:94 den Kürzeren – nicht unbedingt notwendig, wenn man sich den Verlauf des Spiels ansieht. Am Sonntagnachmittag stand am Ende zumindest endlich wieder ein Sieg auf dem Kassenzettel. 89:87 hieß es am Ende eines Spiels, in dem die Gastgeber die Rolle des Favoriten nur in der ersten Halbzeit ausreichend ausfüllten.

Nach einem starken Start, sowohl offensiv, als auch in der Verteidigung, ging den Baskets nach dem Pausentee die Puste aus. Coach Predrag Krunic sprach von kleineren Wehwehchen, die sein Team plagten. Zudem muss die Mannschaft seit Dienstag auf Bojan Subotic verzichten. Bei einem Zusammenprall zog er sich eine Schulterverletzung zu und wird rund einen Monat aussetzen müssen. Das alles trägt natürlich nicht dazu bei, dass die schon beschriebene Leichtigkeit wieder Einzug hält. 

Der Wille allerdings ist dem Team auch weiterhin nicht abzusprechen. Immer wieder feuerten sich die Spieler gegenseitig an. Dazu kam, dass bei Shane Gibson endlich einmal der Knoten platzte. 17 Zähler markierte der Amerikaner, traf fünf von sechs Versuchen aus dem Dreipunktland. „Es war ein Sieg, den wir gebraucht haben“, sagte der Amerikaner nach der Partie. Unterstützt wurde er als Punktelieferant vor allem vom einmal mehr bärenstarken Ra´Shad James (22 Pkt.) und von Capitano Josh Mayo (15 Pkt.).

Noch am Abend nach dem Spiel ging es für die Baskets nach Brüssel. Von hier aus geht es dann am Morgen in den Flieger nach Israel, wo am Dienstag der nächste Versuch in Sachen Leichtigkeit gestartet wird. UNET Holon hat in der Championsleague-Gruppe der Bonner aktuell einen Sieg mehr eingefahren und steht auf Platz drei – und damit auf einem der Plätze, die für ein Weiterkommen reichen würden. Die Baskets werden daran arbeiten, ihre Ausgangssituation in der Gruppe zu verbessern – helfen soll auch das kleine Pflänzchen Selbstvertrauen, dass sie gegen Crailsheim gesammelt haben.

Die Leichtigkeit ist weg

Sie ist sprichwörtlich, diese Leichtigkeit. Sie ist da, wenn es gut läuft. Und kaum verliert man zwei, vielleicht drei Spiele, macht sie sich aus dem Staub. Dann fehlt sie. Und das merkt man recht schnell. Auch die Telekom Baskets sind aktuell nicht komplett. Zwar konnte Martin Breunig am Sonntagnachmittag nach überstandener Knieverletzung erstmals wieder mitspielen. Besagt Leichtigkeit hatte sich aber nach zuletzt nicht überzeugenden Auftritten in der Liga und einem glücklichen Sieg in der Championsleague eine Auszeit genommen. 

Das war auch beim Auswärtsspiel in Frankfurt zu sehen. Zwar war die Leistung der Männer von Coach Predrag Krunic besser als zuletzt. Trotzdem fehlte es an Konstanz, an klugen Entscheidungen, an Glück – an der Leichtigkeit eben. Alles, was zu Saisonbeginn so einfach aussah, muss aktuell hart erarbeitet werden. Dass die Mannschaft das versucht, kann man ihr nicht absprechen. Allein scheint die Situation noch zu ungewohnt zu sein, als dass das Verstehen der Probleme auch auf dem Parkett in Behebung derselben umgesetzt werden würde. 

Der Kampf ist da. Der Wille ist da. Und man darf sich sicher sein, dass auch Glück und Leichtigkeit längst wieder im Bus sitzen, um auf den #Heartberg zurück zu kommen. Die Mannschaft muss weiter hart arbeiten und analysieren, wo es noch hapert. Coach Krunic wird versuchen, sein Team auf Kurs zu halten. Die langjährigen Bonner rund um Mayo und DiLeo werden ihm helfen. Und sie werden auch die übrigen Teammitglieder auf Kurs halten oder bringen. 

Schon am Dienstag gibt es die nächste Chance, sich als Mannschaft zu präsentieren, die die Leichtigkeit zurückholen will. In der Championsleague steht das Heimspiel gegen Venedig an. Die Italiener stehen auf dem zweiten Tabellenplatz mit bislang nur einer Niederlage. Die Baskets liegen mit ausgeglichenem Punktekonto zwei Plätze dahinter. Sie könnten nach Punkten gleichziehen. Vielleicht eine Möglichkeit, die Leichtigkeit zur Rückkehr zu bewegen.

Drei Pleiten in sieben Tagen

Es war eine schwarze Woche für die Telekom Baskets. Am Ende von drei Spielen in sieben Tagen stehen drei Niederlagen in den Büchern. Immerhin haben sich die Bonner im nominell schwierigsten der Spiele noch ganz ordentlich verkauft. Bei den Bayern konnten sie lange mithalten. 

Gegen Nanterre legten die Baskets dann ebenfalls los wie die sprichwörtliche Feuerwehr. Ex-Centerkönig Julian Gamble sah lange kein Land gegen seien Nachfolger Charles Jackson. Dann aber kam die zweite Halbzeit und ein Einbruch des Teams von Trainer Predrag Krunic, den der Telekom Dome in dieser Spielzeit noch nicht erlebt hatte. Am Ende setzte es eine echte Klatsche (57:81)

Für das Auswärtsspiel in Jena war dann Wiedergutmachung angesagt. Allein, sie blieb aus. Zwar konnten die Gastgeber nie komplett enteilen. Der Rückstand der Baskets war aber immer so hoch, dass es nicht reichte, um komplett wieder aufzuschließen. Vor allem aus der Distanz und von der Freiwurflinie klappte an diesem Samstagabend fast nichts. Folgerichtig blieben die Punkte zum zweiten Mal in Folge in Jena.

Zeit für Wehleidigkeit bleibt nicht. Schon am Dienstag müssen die Baskets wieder in der Championsleague ran. Das Auswärtsspiel im schweizerischen Fribourg steht an. Die schweizer Freiburger sind aktuell punktgleich mit den Bonnern, haben ebenfalls zwei Niederlage und einen Sieg auf dem Konto. Wollen die Baskets das Ruder herumreißen, wäre ein Auswärtssieg bei den Eidgenossen ratsam.