Erstmals im europäischen Halbfinale

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Spiel verloren und trotzdem Geschichte geschrieben: Die Telekom Baskets haben erstmals das Halbfinale eines europäischen Pokalwettbewerbs erreicht. Am Abend unterlagen sie zwar bei Ironi Nahariya in Israel (90:80), dank des hervorragenden Hinspiels setzten sich die Bonner aber im FIBA Europe Cup durch. Nahariya hatte das Nachsehen. Im Halbfinale wartet jetzt der aktuelle Tabellenvierte der französischen Ligue A, Nanterre 92 – mit dem deutschen Nationalspieler Heiko Schaffartzik. Das Hinspiel findet voraussichtlich am 29.3. in Frankreich statt, das Rückspiel eine Woche später in Bonn. Der Vorverkauf für das Heimspiel läuft.

Die Israelis wollten die Bonner am Abend mit ihrer eigenen Taktik aus dem Hinspiel schlagen. Bissig und aggressiv gingen sie ins Spiel und gaben keinen Ball verloren. Allerdings waren die Baskets offenbar bei Weitem nicht so überrascht davon, wie es Ironi noch vor Wochenfrist im Telekom Dome gewesen war. Damals hatte das Team von Predrag Krunic seinen Gegner regelrecht überrannt. In Israel konnten die Baskets zumindest mithalten, auch wenn es sie sichtlich einige Mühe kostete.

Vor allem der in Bonn bekannte Yancy Gates schien zu Beginn der Partie Ziel- und Athletikwasser getrunken zu haben. So manch interessantes Duell lieferte er sich mit Julian Gamble. In der Endabrechnung hatte der mit 22 Punkten und 14 Rebounds die Nase allerdings leicht vorne. Dass es für die Bonner nicht auch noch zum Sieg reichte, war zum einen zu verschmerzen und zum anderen einer Schwächephase im Schlussviertel geschuldet. Zudem drehte Nahariya noch einmal am Gashebel. Um den direkten Vergleich für sich zu entscheiden, reichte es am Ende aber nicht mehr. Bonn fing sich und konnte den Rückstand im erfolgreichen Rahmen halten.

 

Ulmer Serie hält auch auf dem Hardtberg

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Gegen Ulm kann man mal verlieren. Vor allem in dieser Saison. Und so waren die Telekom Baskets nach dem Spiel (69:87) am Sonntagnachmittag zwar enttäuscht, aber nicht zu Tode betrübt. Zu dominant spielt das Team von Thorsten Leibenath in dieser Spielzeit. Und auch auf dem Hardtberg setzte sich die Qualität einer über Monate zusammengewachsenen Mannschaft durch. Da half auch ein starker Start der Baskets nicht. Schon mit Ende des ersten Viertels hatten die Schwaben sich eine Führung erarbeitet, die sie nicht mehr her gaben. Bis auf 28 Punkte zogen sie zwischenzeitlich davon. Da war klar, dass es für Bonn nur noch um Schadensbegrenzung gehen würde.

Zu der starken Ulmer Leistung kam auch, dass bei den Hausherren nur Ryan Thompson von Beginn an auf Hochtouren lief. Vor allem aus dem Dreipunktland war die Ausbeute der Baskets mager. Drei mickrige Distanzwürfe fanden ihr Ziel, eine Quote von knapp 13 Prozent. Spielmacher Josh Mayo verwandelte nur einen von sieben – das ist sonst auch nicht seine Art. Und so brachten die Gäste am Ende ihren 25. Saisonsieg ohne größere Probleme über die Zeit. Ein Rekord, wie die easyCreditBBL verlauten ließ. Seit Leverkusen in der Spielzeit 1969/70 habe keine Team mehr diese Marke erreicht.

In Sachen Bestwert sind inzwischen auch die Baskets wieder unterwegs. Seit dem Montag befinden sie sich auf dem Weg über Belgien nach Israel. Gegen Ironi Nahariya wollen die Männer von Coach Predrag Krunic erstmals in ein europäisches Halbfinale einziehen. Im Gepäck haben sie das 89:68 aus dem Hinspiel der vergangenen Woche. Mit 21 Punkten Vorsprung gehen sie also ins Rennen um die nächste Runde. Sollten die Bonner es schaffen, nur annähernd den defensiven Druck aufs Parkett zu bringen, wie vor Wochenfrist, stehen die Chancen mehr als gut.

 

Per Anhalter ins Halbfinale

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42. Das ist laut Douglas Adams´ Standardwerk „Per Anhalter durch die Galaxis“ die Antwort auf die Frage aller Fragen. Mit 37 im Bereich Effektivität war Telekom Baskets-Center Julian Gamble am Mittwochabend also schon verdammt nah dran an diesem scheinbar idealen Zustand. 25 Punkte hatte der Amerikaner abgeliefert, 14 Rebounds geholt. Damit trug er zum 89:68-Heimsieg der Bonner im Europapokal-Viertelfinale gegen Ironi Nahariya entscheidend bei.

Ohnehin hatten die Baskets an diesem Mittwochabend einen Sahnetag erwischt. Noch keine fünf Minuten waren gespielt, da lagen sie mit 17:0 vorne. Der Championsleague-Absteiger aus Israel, allen voran der ehemalige Kurzzeit-Bonner Yancy Gates, waren völlig überfordert. Auf der Reise durch die Galaxis waren sie höchstens auf dem Schleudersitz unterwegs. Offensiv lief es für die Baskets und in der Verteidigung bissen sie ein ums andere Mal zu. Nach wenigen Minuten war klar, wer an diesem Abend das Parkett als Sieger verlassen würde.

Für die Hausherren ging es im Endeffekt nur darum, sich für das Rückspiel einen möglichst komfortablen Vorsprung zu erarbeiten. 21 Punkte waren es am Ende. Eine Hypothek, die abzuzahlen für Nahariya eine Herkulesaufgabe werden dürfte. „Als Mannschaft müssen wir deutlich taffer agieren. Wir müssen uns jetzt neu sammeln und im Rückspiel stärker zurückkommen“, bestätigte auch Nahariyas Topscorer Brian Hopson.

Fakt ist, die Baskets bleiben im diesjährigen Europapokal zuhause ungeschlagen. Am Sonntag bekommen sie es mit dem ebenfalls ungeschlagenen Tabellenführer der easyCreditBBL zu tun. ratiopharm Ulm ist im Telekom Dome zu Gast und möchte seine Siegesserie auf 24 ausbauen. Das Hinspiel in Ulm ging deutlich an das Team von Thorsten Leibenath. Seitdem haben sich aber nicht nur die Ulmer stabilisiert, sondern auch das Team vom Rhein. Wettbewerbsübergreifend steht eine Serie von neun Siegen in Folge in den Büchern der Baskets. Hochball am Sonntag ist um 15.30 Uhr.

 

Die Siegesserie hält

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Die Telekom Baskets bleiben in der Erfolgsspur. Dank eines bärenstarken Josh Mayos gewannen die Bonner am Abend in Tübingen mit 79:67. Der kleine Amerikaner legte dabei 20 Punkte auf und gab zudem fünf Assists. Ihm zur Seite stand König Gamble, der für 16 Punkte und sieben Rebounds sorgte. Ryan Thompson hatte lange mit sich selbst und dem Spiel zu kämpfen, konnte am Ende aber auch wieder eine zweistellige Punkteausbeute (10) vorweisen, ebenso wie Jamarr Sanders.

Stark verbessert zeigte sich auch Johannes Richter. Der Barovic-Vertreter profitierte zudem vom kurzfristigen Ausfall von Ojars Silins, der mit einer Viruserkrankung passen musste. Richter bekam knapp zwanzig Minuten Spielzeit, machte neun Punkte und schnappte sich fünf Rebounds. Baskets-Coach Predrag Krunic war mit der Leistung seiner Mannschaft weitgehend einverstanden: „Ich bin natürlich sehr zufrieden, dass wir dieses Spiel heute gewonnen haben. Tübingen hat sehr stark begonnen und wir konnten unseren Rhythmus nicht finden. Ab dem zweiten Viertel hat sich meine Mannschaft dann in das Spiel gekämpft.“

Durch gute Arbeit in der Defensive habe sich sein Team in der zweiten Halbzeit gesteigert, so Krunic weiter: „Die Verteidigungsintensität wurde erhöht und auch im Angriff konnten wir kontinuierlich besser abschließen.“ Ein Sonderlob gab´s dann noch für den Spielmacher. Und einen Gruß an die Anhänger: „Josh Mayo hat uns zu Beginn des letzten Viertels viele gute Momente gegeben. Ich freue mich auch für unsere Fans, dass wir diese Partie, bei dieser intensiven Atmosphäre, für uns entscheiden konnten.“

Die Halle muss auch am kommenden Mittwoch Hilfe leisten. Im Viertelfinale des FIBA Europe Cups empfangen die Baskets Ironi Nahariya aus Israel. Hochball im Telekom Dome ist dann um 19.30 Uhr.

Karnevalshochburg Telekom Dome

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Karneval. Das können sie einfach in Bonn. Die einen verkleiden sich als ich. Mit allem drum und dran. Die anderen feuern mal eben eine halbe Sekunde vor Spielende einen Dreier vom Parkplatz aus mit Brett ins Netz – und sorgen so für einen gewonnenen direkten Vergleich. Und wieder andere feiern Bonns größte Karnevalsparty in der närrischen Hoch- und (inoffiziellen) Hofburg von Prinz Mirko und Bonna Patty.

Foto: Christiane Haronska-Adelt

Foto: Christiane Haronska-Adelt

Das Spiel an sich gerät bei all dem Trubel oft in den Hintergrund. medi Bayreuth sorgte aber am Samstagabend dafür, dass es soweit nicht kommen konnte. Zum einen sind die Gäste ohnehin sowas wie das Überraschungsteam der Liga. Zum anderen ließen sie sich durch Trommeln, Fanfaren und 6.000 verkleidete Bonner nicht irritieren. Steve Wachalski hatte sie offenbar gebührend vorbereitet.

So avancierte die Partie von der Party zum dramatischen Duell zweier offensivstarken Mannschaften. „Wenn zwei Teams gegeneinander antreten, die beide nicht verteidigen, gewinnt in der Regel die Heimmannschaft“, versuchte Bayreuths Coach Raoul Korner zu erklären, warum Zählbares am Ende doch auf dem Hardtberg blieb. Dass Bonns Trainer Predrag Krunic in der Pressekonferenz schon wieder nüchtern analysieren konnte, war wenige Minuten vorher noch nicht zu vermuten gewesen. Da war er derart explodiert, wie es selbst für seine HB-Männchen-Verhältnisse ungewöhnlich war.

Dennoch warf er schon wieder einen Blick nach vorne: „Das war ein tolles Spiel für die Fans in dieser großartigen Atmosphäre. In der ersten Halbzeit hat unserer Fokus in der Defense gefehlt – wir haben komplett ohne Emotionen gespielt. Das haben wir in der zweiten Halbzeit geändert. Ich freue mich sehr über den Sieg, jetzt heißt es aber: nach vorne blicken!“

Nach dem Bonner Prinzenpaar bekommen es die Baskets am nächsten Wochenende mit einem wahren König zu tun. Die Bonner müssen in Tübingen antreten – beim frisch gekrönten besten Assistgeber und Rekordhalter der Liga, Jared Jordan. Was ein Glück, dass sich Bonns neuer König, King Julian (Gamble), vermutlich nach seinen 29 Punkten nicht vor dem kleinen Magier der Hausherren verstecken wird.

Die Reise geht weiter

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Die Telekom Baskets haben die nächste Runde im FIBA Europe Cup erreicht. Nach dem deutlichen Sieg im Hinspiel, gewannen die Bonner auch das Rückspiel bei Kataja Basket in Finnland – mit 88:84. Den größten Anteil am Sieg hatte Julian Gamble. Der Center legte 27 Punkte auf, zudem schnappte er sich sechs Rebounds. Eine starke Leistung zeigte auch Neuzugang Jamarr Sanders. Der Amerikaner brachte es auf 18 Punkte, fünf Assists und fünf Rebounds. Das alles bei einer Quote aus dem Feld von rund 78 Prozent.

Auch Bonns neuer Verteidigungsminister, Yorman Polas Bartolo, bekam einmal mehr die Möglichkeit, sich auszuzeichnen. Im finnischen Winter war er vor allem als Kettenhund für Teemu Rannikko vorgesehen und machte seine Aufgabe sehr gut. Mit acht Rebounds sammelte er gleichzeitig so viele Abpraller, wie kein anderer Spieler an diesem Abend. All das sorgte dafür, dass die Baskets sich am Ende über die Ziellinie retten konnten. Zwischenzeitlich war der schöne 19-Punkte-Vorsprung aus dem Hinspiel schon fast aufgebraucht gewesen. Weil sich die Bonner aber in den vergangenen Wochen eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein erarbeitet haben und deshalb nicht in Panik verfallen, übernahmen sie im Schlussviertel die Regie, das Ruder und auch die Führung.

Damit geht es für die Baskets zum fünften Mal in ein internationales Viertelfinale. Und da treffen die Bonner auf flüchtige alte Bekannte. Kein Spaß: Beim nächsten Bonner Gegner, Ironi Nahariya, spielt der Kurzzeit-Bonner Yancy Gates. Einst als Heilsbringer geholt und dann plötzlich nicht mehr gesehen. Außerdem läuft der ehemalige BBL-Profi Tyrone Nash für die Israelis auf.

Bevor es aber in zwei Wochen europäisch weiter geht, steht am Samstag erstmal wieder Liga-Alltag gegen Bayreuth auf dem Spielplan. Wobei, Alltag dürfte für das alljährliche Karnevalsspiel nicht gelten. Einmal mehr wird es spannend, zu sehen, wie vor allem die neuen Spieler mit rund 6.000 kostümierten Jecken zurecht kommen werden. Hochball zu Bonns größter Karnevalsparty ist um 20.30 Uhr.

Würzburg ohne Chance

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Für Kresimir Loncar von s.Oliver Würzburg war der Tag eigentlich schon vor dem Spiel bei den Telekom Baskets gelaufen. Beim Aufwärmen knotete der Deutsch-Kroate sein Gummiband vor dem Dehnen an eines der Gegengewichte der Korbanlage. Dass dieses den rund 115 Kilo des Centers bei Volllast nicht standhalten würde, hätte man sich bei genauerer Betrachtung denken können. Loncar legte sich jedenfalls mit voller Wucht ins Seil und konnte in der Folge froh sein, dass die fliegende Stahlplatte ihn nicht unter sich begrub. Allerdings war das nur das erste von einer Reihe von Missgeschicken, die den Würzburgern am Sonntagabend widerfuhren.

Auch auf dem Parkett lief ab dem Hochball nicht viel zusammen. Angeführt von einem offensichtlich mit ausreichend Zielwasser gewaschenem Yorman Polas Bartolo (21 Punkte, 100% Feldwurfquote) überrannten die Baskets die Gäste förmlich. 31 Punkte im ersten Viertel, 23 im zweiten. Das Spiel war nach zwanzig Minuten eigentlich gegessen. Selbst ein kurzes Aufbäumen der Würzburger brachte die Bonner nicht aus der Ruhe. „Bestraft“ wurde es am Ende von Ojars Silins, der im letzten Angriff die Anzeige auf dreistellig (101: 84) stellte, obwohl das Spiel längst entschieden war. Des feinen Engländers Art war das nicht, vom Publikum gefordert allerdings schon.

Mit dem Sieg sicherten die Baskets einmal mehr die Festung Telekom Dome. Wettbewerbsübergreifend stehen damit 15 Siege in 17 Heimspielen in den Büchern. Bonn festigte seinen siebten Platz und hat sich im Rennen um die Playoffplätze eine vielversprechende Ausgangsposition erarbeitet. „Nach einer Woche ohne internationales Spiel hatten wir die richtige Energie, um der Partie gleich zu Beginn unseren Stempel aufzudrücken. Mit dem eigenen Publikum im Rücken ist es deutlich leichter, auch schwächere Phasen wie in der zweiten Hälfte zu überstehen“, gab Center Julian Gamble nach der Partie zu Protokoll.

Und er blickte gleich voraus: „Die Bereitschaft vom Hochball weg muss auch am Mittwoch stimmen, wenn wir im FIBA Europe Cup die nächste Runde erreichen wollen.“ Nach dem 91:72-Heimsieg müssen die Bonner diesmal nach Finnland reisen. Bei Kataja Baskets gilt es, den erarbeiteten Vorsprung nicht zu verspielen.