Mayo führt die Baskets zum zweiten Sieg

© Sebastian Derix

Der kleinste Mann auf dem Parkett war der, der es am Ende richten musste: Josh Mayo übernahm, wie ein Großer, die Aufgabe, die er sich als Kapitän der Telekom Baskets selbst auferlegt hatte. Die entscheidenden Punkte in der finalen Hinrundenpartie in der Champions League macht der amerikanische Aufbauspieler selbst. Und wollte das auch. Er setzte mit 17 Punkten, vier Assists und nur einem einzigen Ballverlust einmal mehr ein Ausrufezeichen. Mayo zur Seite standen in Italien vor allem Julian Gamble mit einem Double-Double aus 13 Punkten und zehn Rebounds und Nemanja Djurisic mit neun Punkten und elf Rebounds – knapp vorbei.

Aber auch der Neuzugang fügte sich fast nahtlos ins Team ein: Tomislav Zubcic sorgte in seinem ersten offiziellen Spiel für neun Zähler und fünf Rebounds – und da in nur 16 Minuten Spielzeit. Das sah phasenweise in Sachen Zusammenspiel schon wirklich gut aus. Ron Curry musste hingegen, neben dem ohnehin verletzten Jordan Parks, in Italien aussetzen. Unter der Woche hatte Sportmanager Michael Wichterich ihn im General Anzeiger kritisiert. Allerdings habe der Amerikaner die Chance, sich über das Training wieder zu empfehlen.

Durch den Sieg in Italien ändert sich an der Tabellenposition der Baskets in ihrer Gruppe zunächst nicht viel. Allerdings fehlt nur noch ein Sieg, um den Sprung in die nächste Gruppenphase schon wieder deutlich realistischer zu machen. Insgesamt ist die Gruppe eng zusammen gerückt. Einzig Istanbul scheint schon fast für die nächste Runde qualifiziert.

In der Bundesliga steht jetzt endlich mal wieder ein Heimspiel an. Am Sonntag empfangen die Baskets Oldenburg im Telekom Dome. Hochball ist dann um 17.30 Uhr.

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Zubcic darf spielen

© Telekom Baskets Bonn

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Es ist entschieden: Tomislav Zubcic ist ab sofort für die Telekom Baskets spielberechtigt. Der Kroate wird also am kommenden Mittwoch in der Champions League im Kader der Bonner Basketballer stehen. Sein ehemaliger Club, Trabzonzpor Media Park, hat bis zum Montagabend bei der FIBA keine Unterlagen eingereicht, die eine Spielerlaubnis verhindern könnten. „Ich freue mich, dass Tomislav nun ins Spielgeschehen eingreifen kann und bereits am Mittwoch in der Basketball Champions League gegen Avellino im Kader stehen wird“, kommentierte Baskets-Sportmanager Michael Wichterich die Entscheidung.

Am vergangenen Wochenende hatte Zubcic noch von der Bank aus zusehen müssen, wie sich seine neuen Teamkameraden vergeblich gegen Bayern und Bamberg abmühten. Sein ehemaliger Club, der zuerst für seine Position einen anderen Spieler verpflichtet und dann die Gehaltszahlungen an Zubcic eingestellt hatte, verweigerte die Freigabe – aus welchen Gründen auch immer. Zubcic selbst musste deshalb bei der FIBA den Antrag stellen, die Organisation wechseln zu dürfen. Das tat er. Ein Frist des Weltverbandes bis zum Montagabend hat der türkische Erstligist verstreichen lassen.

Gebrauchtes Wochenende

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Es war nicht das Wochenende der Telekom Baskets. Das war durchaus absehbar. Keiner hat wohl gegen Bayern und Bamberg zwei Siege erwartet. Dass die Bonner sich aber, vor allem am Freitagabend, derart mies präsentierten, war auch nicht wirklich vorherzusehen. Trotz einer Leistungssteigerung in Bamberg, mussten die Baskets sich aber auch hier deutlich geschlagen geben. Kurz nachdem sie ihre erste Führung erarbeitet hatten, brachen die defensiven Dämme endgültig zusammen. Brose drückte aufs Gaspedal und war weg.

Während der verletzte Jordan Parks sich in Paris aufhält, saß sein mutmaßlicher Vertreter Tomislav Zubcic in Bamberg auf der Bank und ärgerte sich, dass er seinem neuen Team nicht helfen konnte. Gerade gegen zeitweise schwächelnde Gastgeber hätte der Einsatz des Kroaten einen Unterschied machen können. Allerdings fehlt weiterhin die Freigabe seines Ex-Clubs. Die FIBA wird vermutlich Anfang der Woche entscheiden, ob Zubcic zeitnah ins Spielgeschehen wird eingreifen können.

Weil zudem auch Ron Curry und Julian Jasinski aufgrund der Entscheidung von Coach Predrag Krunic nicht zum Einsatz kamen, wurde die Bank ganz schön kurz. Da konnte selbst ein durch die Ausfälle von Bryce Taylor und Augustin Rubit geschwächtes Bamberg mit einer größeren Rotation spielen. Am Ende war es ein Wochenende, das keine unerwarteten Niederlagen brachte. Die Art und Weise bleibt aber diskussionswürdig. Am Sonntagabend ergaben sich die Bonner zumindest nicht kampflos. Man kann das als gutes Zeichen sehen, wenn man will.

Von Bamberg aus geht es für die Baskets zeitnah zurück in die Heimat. Allerdings nur, um den Bus aufzutanken und frische Wäsche einzupacken. Schon am Dienstag reist das Team dann nach Italien. Hier steht das nächste schwere Spiel an. In der Champions League wartet mit Avellino der aktuelle Tabellendritte der Bonner Gruppe. Die Baskets rangieren mit nur einem Sieg weiter auf dem letzten Platz. Am Mittwochabend soll in Italien der Grundstein für ein mögliches Weiterkommen gelegt werden. Hoffentlich dann mit Tomislav Zubcic.

 

Bittere Pleite in München

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Die Vorzeichen vor dem Spiel der Telekom Baskets bei Bayern München waren schon schlecht, die Partie selbst setzte dem allerdings noch einmal die Krone auf. Die Baskets mussten auf den Dauerverletzten Jordan Parks verzichten, aber auch der für den Amerikaner nach verpflichtete Tomislav Zubcic konnte seiner neuen Mannschaft nicht helfen: Sein alter Verein Trabzonspor hat die Freigabe verweigert. Und das, obwohl man dem Kroaten nahe gelegt hatte, sich einen neuen Verein zu suchen. Auch die Gehaltszahlungen waren offenbar eingestellt worden. Der Fall liegt jetzt bei der FIBA. Die Baskets hoffen, dass die Freigabe am kommenden Montag erteilt wird und Zubcic damit am Mittwoch beim Auswärtsspiel in der Champions League auflaufen kann. Nur eingeschränkt einsatzfähig war am Freitagabend zudem Nemanja Djurisic. Der Montenegriner spielte wegen einer angebrochenen Nase mit einer Maske. Außerdem laboriert er laut Verein an muskulären Problemen der Halswirbelsäule.

Bei den Bayern agierten die Baskets nur in der Anfangsphase auf Augenhöhe, als Josh Mayo mit zwei Dreiern für Aufsehen sorgte. Allerdings war damit die Herrlichkeit aus dem Dreierland schon fast wieder beendet. Insgesamt brachten es die Bonner bei 26 Versuchen aus der Distanz nur auf fünf Treffer. Noch im ersten Viertel legten die Hausherren einen Zahn zu und zogen der Offensive der Baskets damit den selbigen. Am Ende stand eine miserable Wurfquote von 30 Prozent aus dem Feld zu Buche. Noch dazu hatten die Bonner das Rebound-Duell verloren, dafür das der Turnover klar gewonnen. Ein kurzes Aufbäumen der Baskets in der zweiten Halbzeit kam zu spät. Zudem fingen sich die Gastgeber wieder und löschten damit die noch nicht einmal aufkeimende Flamme der Hoffnung auf Seiten der mitgereisten Bonner Anhänger.

Das einzig Gute an diesem Freitagabend ist, dass sich die Baskets nicht lange mit der Klatsche von München auseinandersetzen müssen oder können. Schon am Sonntagabend geht es in Bamberg weiter. Ein Spiel, das mit ähnlicher Intensität geführt werden muss, wie es das beim aktuellen Tabellenführer verlangt hätte. Coach Predrag Krunic ist jetzt als Psychologe gefragt. Er muss die Pleite aus den Köpfen seiner Spieler bekommen und das Selbstvertrauen zurück in dieselben. Um 18.30 Uhr am Sonntag ist Hochball in der Brose-Arena. Die Baskets haben gezeigt, dass sie dort gewinnen können – zuletzt in den Playoffs der vergangenen Saison. Um das erneut zu schaffen, müssen sich die Bonner erheblich steigern.

Baskets verpflichten Tomislav Zubcic

© Telekom Baskets Bonn

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Die Telekom Baskets sind auf der Suche nach einem Ersatz für Jordan Parks fündig geworden. Am Mittwoch unterschrieb Tomislav Zubcic einen Vertrag bis zum Saisonende auf dem Hardtberg. Der Kroate spielte bis zuletzt bei Trabzonspor in der Türkei. Er nimmt bereits am Donnerstag am Training der Baskets teil.

Chefcoach Predrag Krunic ist von den Qualitäten seines Neuzugangs überzeugt: „Er verfügt als großer Spieler über einen sehr soliden Wurf und wird uns mit seiner Erfahrung helfen.Beide Seiten wollen eine stabile Situation – sowohl für die persönliche Entwicklung von Tomislav als auch die unseres Teams.“ Mit 2,12m ist Zubcic zudem eine lange Kante und überragt damit selbst Center Julian Gamble noch um vier Zentimeter.

Auch Sportmanager Michael Wichterich freut sich, dass der 27-jährige Kroate künftig auf dem Hardtberg seine Arbeit verrichtet: „Mit Tomislav stößt ein europäischer Spieler zu uns, der über ein sportlich sehr interessantes Gesamtpaket verfügt, inklusive viel Erfahrung auf internationalem Parkett. Entsprechend erhoffen wir uns eine schnelle Integration ins Team, was für einen erfolgreichen Dezember sicherlich wichtig wäre.“

Jordan Parks´ Verletzung stellte sich indes als schwerwiegender heraus, als zunächst gehofft. Laut Verein war der Gelenkschaden größer, als es die Voruntersuchungen vermuten ließen. Durch die Verpflichtung von Tomislav Zubcic habe der Amerikaner jetzt aber keinen Druck bei der Reha, betont auch Baskets-Präsident Wolfgang Wiedlich: „Nach einer Knie-OP gibt es grundsätzlich keine medizinische Gewissheit, wann ein Spieler wieder vollständig fit ist, insofern sind wir vertraglich mit Zubcic auf der sicheren Seite.“

 

Mit einem Sieg in die Länderspielpause

© Sebastian Derix

Länderspielpause. Ein Wort, das es in Basketball-Deutschland bislang nicht gab. Das ist jetzt anders. Erstmalig hat die FIBA in dieser Saison Fenster für die Spiele der Nationalmannschaften eingeführt. Das erste Fenster öffnete sich jetzt. Für die Telekom Baskets begann die Pause mit einem Sieg – hart erkämpft gegen die Mannschaft aus Bayreuth. 85:82 hieß es am Ende. Anders als noch am Mittwoch im Topspiel gegen Istanbul behielten die Bonner in der heißen Schlussphase die Nase vorn.

Weiter geht es jetzt erst in knapp zwei Wochen. Und das, obwohl der Baskets-Zug jetzt gerade wieder ins Rollen gekommen zu sein scheint. Die Länderspielpause als Bremse also? Vermutlich nicht. Durch die langwierige Verletzung von Jordan Parks sind die Bonner auf der Suche nach einer Verstärkung für die Zeit des Ausfalls. Die Pause kann jetzt genutzt werden, verstärkt die Augen offen zu halten. Und vorausgesetzt man wird schnell fündig, können die spielfreien Tage hervorragend zur Integration des Neuen genutzt werden.

Zudem dürfte die Stimmung im Team nach dem Sieg gegen Bayreuth gut sein. Zweieinhalb freie Tage sorgen zudem noch für etwas Entspannung im harten Alltag eines Profisportlers. Danach kann das Training wieder konzentriert an- und aufgenommen werden. Eine kurze Vorbereitungsphase innerhalb der Saison – gut, um die Abstimmung innerhalb der Mannschaft weiter zu verbessern.

Einziger Nachteil: Nemanja Djurisic, der zuletzt immer wichtiger für die Mannschaft wurde und sich sowohl als Vorbereiter, als auch als Punktesammler auszeichnete, wird der Mannschaft in dieser Zeit fehlen. Der Montenegriner fährt zur Nationalmannschaft.

TJ DiLeo führt die Baskets zum Sieg

© Sebastian Derix

Es war ein harter Kampf, den die Telekom Baskets am Sonntagnachmittag bestreiten mussten. Gegen Würzburg gingen die Bonner an dessen Ende aber als Sieger hervor. Auch dank eines überragenden TJ DiLeo. Der Deutsch-Amerikaner vergab nur einen einzigen Wurf im ganzen Spiel und hatte bei Spielende 20 Punkte auf der Anzeigetafel stehen. Zudem hatte er fünf direkte Korbvorlagen gegeben.

Die Baskets begannen furios, überrannten die Gäste fast. Allerdings lief bei den Bauermännern in der Anfangsphase auch nicht viel zusammen. Dass es dennoch bis zum Spielende spannend blieb, lag an Kampfgeist und Qualität der Gäste und an einzelnen Schwächephasen der Baskets. Dennoch kämpften sich die Hausherren nach jedem Nackenschlag wieder zurück in die Partie. Schlussendlich war es Kapitän Josh Mayo, der die entscheidenden Freiwürfe zum Sieg verwandelte.

Bei den Baskets musste Jordan Parks erneut verletzt aussetzen. Der Amerikaner wird in der kommenden Woche am Knie operiert und fällt vermutlich rund drei Monate aus. Der Verein ist deshalb auf der Suche nach einem geeigneten Ersatz.

Am kommenden Mittwoch wollen die Bonner auch in der Champions League wieder in die Erfolgsspur. Dann kommt Besiktas Istanbul mit dem ehemaligen Bonner Kyle Weems in den Telekom Dome. Hochball ist um 20 Uhr.