Viel Arbeit vor der Brust

© Sebastian Derix

Es bleibt dabei: Bei den Telekom Baskets läuft aktuell nicht vieles rund. Unter der Woche gab es eine Niederlage in der Championsleague. Gegen Venedig zogen die Bonner mit 84:94 den Kürzeren – nicht unbedingt notwendig, wenn man sich den Verlauf des Spiels ansieht. Am Sonntagnachmittag stand am Ende zumindest endlich wieder ein Sieg auf dem Kassenzettel. 89:87 hieß es am Ende eines Spiels, in dem die Gastgeber die Rolle des Favoriten nur in der ersten Halbzeit ausreichend ausfüllten.

Nach einem starken Start, sowohl offensiv, als auch in der Verteidigung, ging den Baskets nach dem Pausentee die Puste aus. Coach Predrag Krunic sprach von kleineren Wehwehchen, die sein Team plagten. Zudem muss die Mannschaft seit Dienstag auf Bojan Subotic verzichten. Bei einem Zusammenprall zog er sich eine Schulterverletzung zu und wird rund einen Monat aussetzen müssen. Das alles trägt natürlich nicht dazu bei, dass die schon beschriebene Leichtigkeit wieder Einzug hält. 

Der Wille allerdings ist dem Team auch weiterhin nicht abzusprechen. Immer wieder feuerten sich die Spieler gegenseitig an. Dazu kam, dass bei Shane Gibson endlich einmal der Knoten platzte. 17 Zähler markierte der Amerikaner, traf fünf von sechs Versuchen aus dem Dreipunktland. „Es war ein Sieg, den wir gebraucht haben“, sagte der Amerikaner nach der Partie. Unterstützt wurde er als Punktelieferant vor allem vom einmal mehr bärenstarken Ra´Shad James (22 Pkt.) und von Capitano Josh Mayo (15 Pkt.).

Noch am Abend nach dem Spiel ging es für die Baskets nach Brüssel. Von hier aus geht es dann am Morgen in den Flieger nach Israel, wo am Dienstag der nächste Versuch in Sachen Leichtigkeit gestartet wird. UNET Holon hat in der Championsleague-Gruppe der Bonner aktuell einen Sieg mehr eingefahren und steht auf Platz drei – und damit auf einem der Plätze, die für ein Weiterkommen reichen würden. Die Baskets werden daran arbeiten, ihre Ausgangssituation in der Gruppe zu verbessern – helfen soll auch das kleine Pflänzchen Selbstvertrauen, dass sie gegen Crailsheim gesammelt haben.

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Die Leichtigkeit ist weg

Sie ist sprichwörtlich, diese Leichtigkeit. Sie ist da, wenn es gut läuft. Und kaum verliert man zwei, vielleicht drei Spiele, macht sie sich aus dem Staub. Dann fehlt sie. Und das merkt man recht schnell. Auch die Telekom Baskets sind aktuell nicht komplett. Zwar konnte Martin Breunig am Sonntagnachmittag nach überstandener Knieverletzung erstmals wieder mitspielen. Besagt Leichtigkeit hatte sich aber nach zuletzt nicht überzeugenden Auftritten in der Liga und einem glücklichen Sieg in der Championsleague eine Auszeit genommen. 

Das war auch beim Auswärtsspiel in Frankfurt zu sehen. Zwar war die Leistung der Männer von Coach Predrag Krunic besser als zuletzt. Trotzdem fehlte es an Konstanz, an klugen Entscheidungen, an Glück – an der Leichtigkeit eben. Alles, was zu Saisonbeginn so einfach aussah, muss aktuell hart erarbeitet werden. Dass die Mannschaft das versucht, kann man ihr nicht absprechen. Allein scheint die Situation noch zu ungewohnt zu sein, als dass das Verstehen der Probleme auch auf dem Parkett in Behebung derselben umgesetzt werden würde. 

Der Kampf ist da. Der Wille ist da. Und man darf sich sicher sein, dass auch Glück und Leichtigkeit längst wieder im Bus sitzen, um auf den #Heartberg zurück zu kommen. Die Mannschaft muss weiter hart arbeiten und analysieren, wo es noch hapert. Coach Krunic wird versuchen, sein Team auf Kurs zu halten. Die langjährigen Bonner rund um Mayo und DiLeo werden ihm helfen. Und sie werden auch die übrigen Teammitglieder auf Kurs halten oder bringen. 

Schon am Dienstag gibt es die nächste Chance, sich als Mannschaft zu präsentieren, die die Leichtigkeit zurückholen will. In der Championsleague steht das Heimspiel gegen Venedig an. Die Italiener stehen auf dem zweiten Tabellenplatz mit bislang nur einer Niederlage. Die Baskets liegen mit ausgeglichenem Punktekonto zwei Plätze dahinter. Sie könnten nach Punkten gleichziehen. Vielleicht eine Möglichkeit, die Leichtigkeit zur Rückkehr zu bewegen.

Drei Pleiten in sieben Tagen

Es war eine schwarze Woche für die Telekom Baskets. Am Ende von drei Spielen in sieben Tagen stehen drei Niederlagen in den Büchern. Immerhin haben sich die Bonner im nominell schwierigsten der Spiele noch ganz ordentlich verkauft. Bei den Bayern konnten sie lange mithalten. 

Gegen Nanterre legten die Baskets dann ebenfalls los wie die sprichwörtliche Feuerwehr. Ex-Centerkönig Julian Gamble sah lange kein Land gegen seien Nachfolger Charles Jackson. Dann aber kam die zweite Halbzeit und ein Einbruch des Teams von Trainer Predrag Krunic, den der Telekom Dome in dieser Spielzeit noch nicht erlebt hatte. Am Ende setzte es eine echte Klatsche (57:81)

Für das Auswärtsspiel in Jena war dann Wiedergutmachung angesagt. Allein, sie blieb aus. Zwar konnten die Gastgeber nie komplett enteilen. Der Rückstand der Baskets war aber immer so hoch, dass es nicht reichte, um komplett wieder aufzuschließen. Vor allem aus der Distanz und von der Freiwurflinie klappte an diesem Samstagabend fast nichts. Folgerichtig blieben die Punkte zum zweiten Mal in Folge in Jena.

Zeit für Wehleidigkeit bleibt nicht. Schon am Dienstag müssen die Baskets wieder in der Championsleague ran. Das Auswärtsspiel im schweizerischen Fribourg steht an. Die schweizer Freiburger sind aktuell punktgleich mit den Bonnern, haben ebenfalls zwei Niederlage und einen Sieg auf dem Konto. Wollen die Baskets das Ruder herumreißen, wäre ein Auswärtssieg bei den Eidgenossen ratsam.

Zwei verrückte Spiele in drei Tagen

© Sebastian Derix

Es war ein strammes Programm, das die Telekom Baskets in den vergangenen Tagen zu absolvieren hatte: Heimspiel gegen Bayreuth in der Liga und dann auswärts in der Championsleague gegen PAOK Thessaloniki. Und in beiden Fällen machte es das Team von Trainer Predrag Krunic spannend. Gegen Bayreuth führten die Baskets schon mit 19 Punkten, um dann einen 20:0-Lauf der Gäste zuzulassen. In Griechenland machten sie sich das Leben selbst schwer, vor allem in Form von Charles Jackson und James Webb, die mit fünf beziehungsweise einem disqualifizierendem Foul aus dem Spiel ausstiegen. Und trotzdem hatten die Bonner in beiden Fällen am Ende die Nase vorn.

Das führt dazu, dass die Baskets jeweils weit oben in der Tabelle zu finden sind. Am kommenden Wochenende steht in der Bundesliga das Spitzenspiel gegen Bayern München an. In der BCL-Gruppe stehen die Bonner sogar ganz oben – zumindest vorübergehend. Und das, obwohl mit Martin Breunig ein wichtiger Faktor unter den Körben aktuell ausfällt. Das Team springt in die Bresche. Gegen Thessaloniki sorgte zum Beispiel Julian Jasinski für sieben Punkte und vier Rebounds. Bärenstark war auch Bojan Subotic, der 18 Punkte ablieferte und übernahm, als es nötig wurde.

 

 

Auftaktniederlage in der Champions League

© Sebastian Derix

Es war nicht der Abend der Telekom Baskets. Zum Auftakt der neuen Champions League-Saison haben die Bonner auf Teneriffa eine herbe Klatsche einstecken müssen. Ohne den weiter verletzten Martin Breunig und Shane Gibson, der wegen der Ausländerregelung aussetzen musste, reicht es am Ende nur zu einem 68:87 aus Bonner Sicht. Teneriffa hatte das Heft des Handelns fast das ganze Spiel über in der Hand. Nur kurz vor der Pause konnten die Gäste auftrumpfen – die Halbzeit brach den frisch entstandenen Rhythmus der Baskets aber wieder.

Vor allem defensiv waren die Hausherren besser, konstatierte auch Baskets-Coach Predrag Krunic nach dem Spiel. Die Niederlage seiner Mannschaft sei verdient, weil Bonn es nicht geschafft habe, die richtige Antwort auf die gestellten Aufgaben zu finden. Phasenweise funktionierte bei Teneriffa zudem in der Offensive nahezu alles, während bei den Baskets vor allem aus der Distanz nicht viel zusammen lief.

Für das Highlight des Spiels sorgte dennoch einmal mehr Ra´Shad James. Mit offensichtlicher Wut im Bauch trat er kurz vor der Pause in den sprichwörtlichen Aufzug, stieg auf und feuerte den Ball mit Wucht durch die Reuse. Es war der Startschuss für die beste Bonner Phase. Aber schon kurz nach Beginn des dritten Viertels war das Wurfglück und die Bonner Kurzzeitdominaz wieder passé. Schlussendlich fuhren die Baskets das Spiel mit gebremstem Schaum zu Ende.

Am kommenden Sonntag steht wieder Bundesliga auf dem Plan. Dann kommt Bayreuth in den Telekom Dome. Auch das Team von Raoul Korner hat sein Auftaktspiel in der Champions League gegen Besiktas Istanbul verloren. Hochball im Telekom Dome ist um 18 Uhr.

Auswärtssieg im Pokal

© Sebastian Derix

Dank einer Leistungssteigerung nach der Pause haben die Telekom Baskets am Samstagabend die nächste Runde im neuen BBL-Pokal erreicht. Taten sie sich in Halbzeit eins noch schwer gegen die Gastgeber aus Bremerhaven, so zogen sie nach dem Pausentee die Zügel an und traten das Gaspedal durch. Danach konnten die Eisbären nicht mehr entscheidend reagieren. Bester Bonner Werfer war wieder Ra´Shad James, der 18 Punkte machte.

Nicht mitspielen konnte Martin Breunig. Der Center hatte sich beim Heimspiel gegen Braunschweig eine Zerrung im Knie zugezogen. Seine Arbeit unter dem Korb übernahm weitgehend James Webb III. Der zuletzt noch zurückhaltende Amerikaner schnappte sich satte zwölf Rebounds. In Sachen Punkte überließ er die Arbeit seinen Kollegen. Jarelle Reischel ließ sich nicht lange bitten und wurde nach James zweitbester Werfer seiner Mannschaft (13 Pkt.). Wieder an seine starke Leistung zu Saisonbeginn anknüpfen konnte Charles Jackson. Der Centerhüne markierte elf Punkte, holte sieben Rebounds und gab fünf Assists.

Am kommenden Dienstag steht erstmals in der neuen Saison Champions League an. Die Baskets sind bei Iberostar Tenerife zu Gast. Hochball in Spanien ist um 20.30 Uhr. DAZN überträgt die Spiele der Basketball Champions League auch in diesem Jahr.

Der König kommt zurück nach Bonn

© Sebastian Derix

King Julian kommt zurück nach Bonn. Leider nur für ein Spiel. Am Abend qualifizierte sich Julian Gamble mit seinem neuen Club Nanterre 92 für die Basketball Champions League. Am Ende waren es zwei klare Siege gegen das finnische Team Karhu Basket. Und weil das Los schon vorher entschieden hatte, spülte es Nanterre mit dem König in die Bonner Gruppe. Es gibt also ein Wiedersehen mit einem der Publikumslieblinge aus der vergangenen Saison.

Und das schon in weniger als drei Wochen. Am 23. Oktober ist Nanterre zu Gast im Telekom Dome. Das Rückspiel in Frankreich steigt dann am 9. Januar kommenden Jahres. Auf einen weiteren Bekannten müssen die Bonner Fans leider verzichten: Heiko Schaffartzik hatte Nanterre im Sommer in Richtung Spanien verlassen. Wegen einer Verletzung wurde er in Saragossa allerdings schon wieder freigestellt.

Als zweiter bisher offener Gegner in der Baskets-Gruppe hat sich die schweizerische Mannschaft Fribourg Olympic Basket qualifiziert. Hier müssen die Baskets zuerst auswärts antreten – und zwar eine Woche nach dem Duell mit dem König. Das Heimspiel findet dann am 15 Januar statt.