Jordan Parks und Ron Curry kommen nach Bonn

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Die Telekom Baskets haben ihre ersten ausländischen Neuverpflichtungen getätigt. Vom italienischen Zweitligisten Pallacanestro Alma Trieste wechselt Jordan Parks auf den Hardtberg. Der Amerikaner unterschrieb einen Vertrag für eine Spielzeit. Zuletzt hatte der Power Foward mit seinem Team das Finale der Playoffs in Italiens zweiter Liga erreicht. Er sorgte in der abgelaufenen Saison für 14,3 Punkte und 7,4 Rebounds. Außerdem verpflichteten die Bonner Ron Curry. Der 23-Jährige spielte zuletzt in Novo Mesto in der slowenischen Liga.

Der ebenfalls 23-jährige Parks stand bis Anfang vergangener Woche noch in der Finalserie auf dem Parkett. Im Anschluss an die gegen Virtus Bologna errungene Vizemeisterschaft reiste Parks für ein Kennenlernen nach Bonn – und hinterließ dabei einen bleibenden Eindruck. „Wir haben ihn während der Playoffs ohne sein Wissen vor Ort in Augenschein genommen, wollten ihn im Anschluss aber unbedingt auch einmal nach Bonn einladen“, erklärte Baskets-Sportmanager Michael Wichterich. „Dabei hat Jordan sich als außerordentlich offener, sympathischer und an unseren Strukturen interessierter Typ gezeigt. Als einer, der die Telekom Baskets Bonn national wie international mit viel Engagement und Ehrgeiz repräsentieren wird.“

Der Amerikaner selbst hofft auf einen Karrieresprung in Bonn: „Ich freue mich darauf, Teil des Programms der Telekom Baskets Bonn zu werden. Ich denke, dass ich dem Team mit meinen Fähigkeiten helfen kann, Spiele zu gewinnen, aber in Bonn gleichzeitig auch den nächsten Entwicklungsschritt machen kann.“

Ron Curry hat seine erste professionelle Spielzeit in Europa hinter sich gebracht. Der Guard sorgte für 12,1 Punkte und holte 3,1 Rebounds. Dazu gab er im Schnitt 2,5 Assists. Damit hat er Headcoach Predrag Krunic beeindruckt. Wichtig soll er aber vor allem in der Defensive werden: „Mit Ron stößt ein junger Spieler zu uns, der in seiner Rookie-Saison als Profi gezeigt hat, dass er beide Guard-Positionen besetzen kann. Für uns wird er primär als starker Verteidiger und sicherer Schütze auftreten, soll darüber hinaus aber auch den Spielaufbau unterstützen.“

Kunst!Rasen 2017

Die neue Kunst!Rasen-Saison ist gestartet. Drei Konzert in drei Tagen: Passenger, Brings und die 257ers. Ich durfte einmal mehr ein paar Fotos schießen. Hier ist eine kleine Auswahl:

Jasinski kommt aus Schwelm

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Das Personalkarussell auf dem Bonner Hardtberg dreht sich weiter. Von ProB-Aufsteiger aus Schwelm wechselt Julian Jasinski zu den Telekom Baskets. Er unterschrieb bei den Bonner Basketballern einen Vertrag über eine Spielzeit und soll sowohl in der ersten, als auch in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen. Jasinski wird fester Bestandteil der Bundesligabasketballer, per Doppellizenz könne er aber auch in der Regionalliga eingesetzt werden, heißt es vom Verein.

„National wie international werden wir ein straffes Programm haben. Dafür ist es wichtig, einen breiten Kader für Trainings- und Spielbetrieb zu haben“, erklärte Baskets-Sportmanager Michael Wichterich. „Mit Julian kommt ein Spieler zu uns, der sich in den Probetrainings sehr engagiert und positiv gezeigt hat und die Herausforderung im Bundesligabereich entsprechend annehmen wird. Wir freuen uns auf ihn.“

Gleichzeitig wird damit klar, dass sich die Baskets-Fans wieder auf Reisen im Europapokal freuen können. In welchem Wettbewerb die Bonner antreten werden, ist dagegen noch nicht klar. Die Euroleague wird es nicht, dazu fehlt die Qualifikation. Auch im Eurocup werden die Baskets nicht starten. Hier sind ALBA Berlin, Bayern München und ratiopharm Ulm vertreten. Bleiben die FIBA-Wettbewerbe, also Champions-League und Europe Cup.

Da laut Liga möglicherweise drei deutsche Vereine in der Champions-League antreten dürfen, stehen die Chancen für die Baskets nicht schlecht. Sollte es am Ende dazu nicht kommen, treten die Männer von Coach Predrag Krunic zum zweiten Mal im Europe Cup an. Hier hatten sie es in der vergangenen Spielzeit immerhin bis ins Halbfinale geschafft. Die endgültige Entscheidung über die Teilnahme fällt in den nächsten Wochen.

Bei Johannes Richter ist es dagegen bereits soweit. Der Ex-Bonner hatte um Vertragsauflösung gebeten, um sich einem anderen Verein anschließen zu können. Inzwischen haben die Oettinger Rockets Gotha, Aufsteiger in die BBL, verkündet, dass Richter in Zukunft in Thüringen auf Korbjagd gehen wird.

Zwei weitere Jahre mit Mayo

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Der Kapitän bleibt! Die Telekom Baskets und Spielmacher Josh Mayo haben sich auf eine Verlängerung des ausgelaufenen Vertrages geeinigt. Der Mannschaftskapitän unterschrieb ein neues Arbeitspapier, das für zwei Jahre gilt. „Mit Josh können wir weiterhin auf einen guten Spieler und tollen Menschen zählen“, freute sich Baskets-Cheftrainer Predrag Krunic. „Mit ihm strahlen wir auf den kleinen Positionen auch in Zukunft Korbgefahr und Kreativität aus.“

„Josh war und ist der Kopf unserer Mannschaft. Über die Saison gesehen war er der Anker im Team und hat mit konstant starken Leistungen überzeugt“, ergänzte Sportmanager Michael Wichterich. „Unser Wunsch war ein gutes Maß an Kontinuität. Diese haben wir mit Josh jetzt auf einer ganz zentralen Position. Seine Rückkehr macht unsere weitere Kaderplanung nunmehr deutlich einfacher und ist mit Blick auf die Dauer des Vertrags auch als Signal für weitere Verpflichtungen zu sehen.“

Froh ist auch Präsident Wolfgang Wiedlich: „Kontinuität hat auch ihren Preis und kommt nicht zustande, wenn es nur der Club will. Dazu gehören immer zwei Seiten.“ Mayo hatte im General Anzeiger berichtet, dass er mehrere Angebote vorliegen habe. Dass er sich letztlich für Bonn entschied, dafür dürften nicht in erster Linie die finanziellen Aspekte ausschlaggebend gewesen sein. Die Fans auf dem Hardtberg werden es ihm jedenfalls danken. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten wurde Mayo zum Publikumsliebling – zu Recht.

Das Eigengewächs geht

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Florian Koch verlässt die Telekom Baskets. „Bei dem Satz muss ich etwas schlucken, denn ich verlasse meine Heimat, meine Familie und die Fans, die mir viel Respekt gezollt und in jeder Sekunde an mich geglaubt haben“, so Koch. Nach zwölf Jahren geht er dennoch, denn die Baskets konnten ihm nicht die Rolle im Team bieten, die er sich gewünscht hat. Für den Verein und die Fans ist das ein herber Verlust. Sie verlieren DIE Integrationsfigur der vergangenen Jahre.

Dennoch ist die Entscheidung mehr als verständlich. Kochs Rolle im Team wurde kontinuierlich kleiner. Und auch „die Rolle, die Flo sich für die kommende Saison gewünscht hat, konnten wir ihm nicht bieten. Auch wenn wir ihm dennoch ein Angebot für die kommende Saison gemacht haben, ist es konsequent, dass er seine Entscheidung unter sportlichen Gesichtspunkten getroffen hat“, kommentiert Sportmanager Michael Wichterich.

Und auch für Präsident Wolfgang Wiedlich ist der Weggang kein alltäglicher: „Aber es ist für Florians sportliche Entwicklung das Beste, wenn er bei einem anderen BBL-Club eine konstantere Rolle und mehr Spielzeit erhält.“ Gleichzeitig hält er die Türe für Koch offen: „Ich betrachte das Ganze keineswegs als endgültigen Abschied.“

Für Ryan Thompson geht die basketballerische Reise ebenfalls weiter. Der Amerikaner wechselt zu ratiopharm Ulm. Thompson unterschrieb einen Vertrag über zwei Jahre und freut sich „auf die Heimspiele vor den wahrscheinlich besten Fans in Deutschland.“

Richter geht, Breunig kommt

Foto: Telekom Baskets Bonn

Das Personalkarussell bei den Telekom Baskets dreht sich weiter. Nachdem der Verein gestern die Vertragsverlängerung mit TJ DiLeo bekannt gegeben hatte, folgte heute die erste Neuverpflichtung: Martin Breunig wird im kommenden Jahr auf dem Hardtberg spielen. Der 25-jährige Forward kommt von den MHP Riesen Ludwigsburg nach Bonn. Nötig geworden war der Wechsel, weil Johannes Richter den Verein nach nur einem Jahr wieder verlassen wird. Er hat um Auflösung seines Vertrages gebeten.

„Manchmal entwickeln Dinge sich, wie sie nicht geplant waren. Johannes Rolle sollte eine andere sein, als sie sich dann durch die Nachverpflichtung von Ojars Silins ergeben hat. Sein Wunsch nach Veränderung ist daher verständlich, obwohl wir die neue Saison wieder mit einer Vierer-Rotation auf den Innenpositionen planen“, kommentierte Sportmanager Michael Wichterich den Wechselwunsch. „Wir danken Johannes für seinen Einsatz und wünschen ihm bei seinem nächsten Verein viel Erfolg. In Bonn wird er auch in Zukunft immer willkommen sein.“ Gleichzeitig freute sich der Sportmanager aber auch auf den Neuzugang: „Wir bekommen einen talentierten Spieler, der darauf brennt in einer neuen Situation seine Qualitäten unter Beweis zu stellen.“

Cheftrainer Predrag Krunic zeigte sich ebenfalls von der Verpflichtung überzeugt: „Martin ist ein starker Athlet, der am College über Jahre hinweg sehr produktiv war. Er ist bereit, uns auf den Innenpositionen zu helfen und möchte mit uns gemeinsam den nächsten Schritt machen.“ Allerdings könne sich Breunig auch noch entwickeln: „Er hat in Ludwigsburg nur teilweise sein Potenzial andeuten können und musste sich nach seiner Zeit in den Staaten zunächst an die Bundesliga gewöhnen.“

Bonns ehemaliger Cheftrainer, Silvano Poropat, hat derweil eine neue sportliche Aufgabe angenommen. Der 46-Jährige unterschrieb in den Niederlanden bei den New Heroes Den Bosch. Poropat bekam einen Vertrag für zwei Spielzeiten. „Wir sind stolz, dass sich Silvano Poropat dieser neuen Aufgabe stellt“, teilte der Verein mit. „Mit ihm bekommen wir eine Menge Erfahrung und einen Trainer, der weiß, wie man das Beste aus einem Team heraus holen kann – das zeigen auch seine Auszeichnungen, wie zum Beispiel die des Trainers des Jahres. Silvano ist ein Topper, der für die niederländische Liga eigentlich unerreichbar ist.“

Poropat selbst freut sich derweil wieder auf die Arbeit: „Ich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit habe, mit den New Heroes zu arbeiten – einem Verein mit großer Geschichte, einem guten Umfeld und einer Vision für die Zukunft. Der Ehrgeiz und der unbedingte Siegeswille gefällt mir. Ich freue mich darauf, die Menschen im Verein und die Fans kennen zu lernen.“

DiLeo und O´Shea bleiben bis 2019

Die Telekom Baskets haben sich mit Spielmacher TJ DiLeo und Co-Trainer Chris O´Shea auf eine Vertragsverlängerung geeinigt. Beide unterschrieben neue Arbeitspapiere, die bis 2019 Gültigkeit haben. Der Vertrag von Cheftrainer Predrag Krunic hatte sich schon durch das Erreichen der Playoffs verlängert. Ein erster Schritt in Richtung der erhofften Kontinuität ist damit gemacht.

„TJ war und ist eine absolute Bereicherung für die Telekom Baskets Bonn, ein einwandfreier Charakter und auf dem Feld immer da, wenn und wo er gebraucht wird“, sagte Baskets-Sportmanager Michael Wichterich zur Verlängerung. „Er ist einer der sozialen Anker innerhalb der Mannschaft gewesen und hat sich in der vergangenen Saison zu einer Führungspersönlichkeit entwickelt. Entsprechend freuen wir uns, TJ weiter als wichtigen Teil des Teams an Bord zu haben.“

Je länger die Saison dauerte, desto mehr wuchs der Guard in seine Rolle bei den Baskets hinein. Als Josh Mayo in den Playoffs ausfiel, übernahm der Deutsch-Amerikaner sogar komplett das Ruder und führte seine Mannschaft durch die beachtenswerte Serie.

Auch der neue Vertrag für den Co-Trainer war laut Wichterich verdient: „Es ist großartig, mit Chris weiterhin einen super Typen und akribischen Arbeiter in unserem Programm zu haben. Er hat sowohl in sportlich schwierigen als auch spannenden Phasen seine Professionalität und Loyalität unter Beweis gestellt. Gemeinsam mit Predrag Krunic bildet er ein sich exzellent ergänzendes Trainergespann.“

O´Shea selbst freute sich ebenfalls, weiter in Bonn arbeiten zu können: „Ich fühle mich in Bonn und bei den Telekom Baskets sehr wohl, und bedanke mich für das mir von Seiten der Vereinsführung als auch von Coach Krunic entgegengebrachte Vertrauen. Wir haben hier einen ausgezeichneten Standort, der infrastrukturell und organisatorisch auf einem sehr hohen Level ist. Dennoch glaube ich, dass wir aus unseren Möglichkeiten noch mehr herausholen können. Ich freue mich darauf, die positive Entwicklung der Mannschaft des letzten Jahres auch in Zukunft  weiter zu unterstützen und aktiv daran mitzuwirken.“

Der Co-Trainer war bereits in den vergangenen beiden Spielzeiten für die detaillierte Spielvor- und -nachbereitung als auch das Individualtraining zuständig. Diese Aufgaben wird er laut Verein auch weiter haben.