Kein Tiger im Fohlenstall

Es sollte der große Umbruch bei Borussia Mönchengladbach werden. Stefan Effenberg, der Tiger, der Effe, der Heilsbringer vergangenen Tage, wollte an die Macht. Die so genannte „Initiative Borussia“ hatte ihn als Zugpferd erkoren, um die Fohlen in eine bessere Zukunft zu führen. Und Effe war – natürlich – gleich dabei. Als Sky-Experte hatte er sich schließlich schon seit Monaten ein Bild von den Führungsstrukturen bei der Borussia machen können. Da muss sich was ändern, das ist klar. Und das kann er, ändern.

Das Problem an der Geschichte war nur: Effe – und die komplette Initiative – hatten keine echten Inhalte zu bieten. Alles sollte besser werden – nur wie? Offensichtlich wusste das keiner so genau. Oder es wollte keiner verraten. Was allerdings blöd war, denn auf der Jahreshauptversammlung ging die ganze schöne Idee völlig in die Hose. Lediglich 7,1% der anwesenden Mitglieder wolltem dem Tiger in seinem Kampf gegen Präsident Königs helfen. Antrag abgeschmettert.

Effe war beleidigt. Schon vorher. Als sich abzeichnete, dass die Chancen auf einen Sieg nur sehr gering sein würden, versuchte er Druck zu machen. „Jetzt oder nie!“ war das Motto – sollten die Mitglieder doch sehen, was sie davon hätten, ihn nicht zu wählen. Viel schlimmer wurde es aber, als die Entscheidung dann durch war. Als hätte es sie nie gegeben, versucht die Initiative ihre Spuren zu verwischen. Nur wenige Minuten nach der Absage der Mitglieder an die potentiellen Reformer, war ihre Website plötzlich verschwunden.

Scheiß Verlierer.

Oder doch alles nur ne Ente?

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