Alles wie immer

Jetzt ist es also soweit. Das neue Semester steht vor der Haustür, es geht wieder los. Und – es scheint, als würde sogar der Stundenplan weitgehend feststehen. Es war ein weiter Weg bis hierher. Denn hier ist woanders als noch zuletzt. Hier ist wieder zuhause. Ich bin zurück.

Alles fing damit an, dass die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn beschloss, dass sie in Zukunft keine Lehrer mehr ausbilden möchte. Ich jedoch befand mich noch in einem Studiengang, der mich zu einem solchen machen sollte. Um mein Studium zu beenden, musste ich mir eine neue Hochschule suchen. Das nahe liegende Übel war die Uni Köln.

Mehrere Semester schleppte ich mich in die ungeliebte Stadt, das Herz blieb immer in Bonn. Nie wirklich in Köln angekommen, nie wirklich ambitioniert geforscht, reifte der Entschluss, die Rückkehr in die studentische Heimat an zu treten. Zwar hatte die Bonner Uni inzwischen gemerkt, dass ihr mit den Lehramtsstudenten auch unglaublich viel Kohle durch die Lappen gegangen war und das Studium wieder eingeführt, ich jedoch entschied mich, den pädagogischen Forschungsstrang aus meinem Studienbuch heraus zu operieren und fürderhin darauf zu verzichten.

Doch so einfach sollte der Wechsel in einen Bachelorstudiengang nicht werden. Da ich nicht alle bisher erbrachten Leistungen zu Teufel jagen wollte, bemühte ich mich, möglichst viele Scheine (ja, so hieß das früher – und es war sogar aus Papier) anerkennen zu lassen. Ein Drama ab und an. Überfordert war nicht nur ich, es war auch das Prüfungsamt, das Studierendensekretariat und der ein oder andere Kustos gewisser Fachrichtungen.

Endlich glückte mit einem Trick dann doch noch die zulassungsfreie Einschreibung in den Studiengang meiner Wahl – theoretisch könnte das Studium in zwei Semester beendet sein. Blöd nur, dass heute ja alles modern ist. Ging man früher zum Dozenten, um um die Teilnahme am Seminar zu betteln, geht das alles heute elektronisch. Und es geht, wie an allen anderen Unis, auch in Bonn nur bedingt. Nach einigem hin und her steht jetzt fest: einzelne Veranstaltungen sind relativ sicher, andere in der Schwebe. Nach einigen Emails und vergeblichen Versuchen der Kontaktaufnahme, steht also ab sofort wieder die schon altbekannte Rennerei an. Seminare abklappern, Dozenten verbal beknien und am Ende hoffen, dass es was wird mit den benötigten Veranstaltungen.

Es bleibt spannend. Warum sollte auch mal was glatt laufen?

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