(Kein) Hexenwerk

Hausarbeiten. Eines der Übel des Studentenlebens. Und doch das kleinere, bedenkt man, wie unangenehm es ist, für (mündliche) Prüfungen und Klausuren zu lernen. Dachte ich. Bis ich an den Punkt kam und tatsächlich die Aufgabe hatte, mich zu gleich drei verschiedenen Themen auszulassen.

Drei Hausarbeiten in knapp zwei Monaten. Locker zu schaffen. Dachte ich. Bis es nur noch ein Monat war und die virtuellen Blätter im Word-Dokument noch immer leer waren. Ich hatte mich eingelesen. Zum Teil sogar recht gründlich. Allerdings völlig ohne Methode. Die letzte Hausarbeit schrieb ich vor mehr als zehn Semestern. Eine Idee, wie ich das damals vollbracht hatte, habe ich heute nicht mehr. Und genau das ist das Problem. Ich bin völlig aus der Übung, weiß nicht, wo ich anfangen soll. Zweites Problem: bei ähnlichen Problemen habe ich in den vergangenen Semestern immer gekniffen – das sitzt jetzt drin. Wie ein fetter Hund. Ein fetter Schweinehund.

Und mit Schweinehunden kann ich gut. Wir verstehen uns blendend. Und lassen uns weitestgehend in Ruhe.

Blöderweise hilft mir das nicht weiter. Und ich brauche etwas, das mich ganz schnell weiter bringt. Ein Plan wäre gut. Oder ein Ghostwriter. Ich will ja schließlich kein Minister oder Professor werden. Nur fertig. Zügig. Das kann doch eigentlich kein Hexenwerk sein. So viele Menschen vor mir haben es geschafft, ihren Abschluss mehr oder minder gut in mehr oder minder angemessener Zeit zu machen. Und ich mag zwar nicht die hellste Kerze am Weihnachtsbaum sein, ganz ausgebrannt bin ich aber auch nicht. Es muss also einen Weg geben. Nur, wo führt er lang?

Morgen führt er erst mal nach Paderborn. Super Idee, dass ein Freund ausgerechnet in der heißen Phase meines Versagens seine Hochzeit feiert. Nicht, dass ich das dringende Bedürfnis hätte, auch morgen den ganzen Tag ratlos vor dem Rechner zu sitzen. Nötig wäre es allerdings. Vielleicht ohne ratlos.

Am Ende hilft alles lamentieren nicht. Irgendwie muss es klappen. Ich habe nur aktuell überhaupt keine Ahnung, wie das gehen soll. Selten war ich in den letzten Jahren so durcheinander. Das macht keinen Spaß.

So, genug gejammert. Ans Werk.

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