Matchwinner Benas Veikalas

Es war vielleicht der entscheidende Schritt in die Playoffs: Die Telekom Baskets Bonn haben die FRAPORT Skyliners aus Frankfurt in eigener Halle mit 81:75 besiegt. Bester Mann auf dem Court war Benas Veikalas mit 22 Punkten.

Saisonende für Andrej Mangold

Kurz vor dem Spiel gab es die nächste Hiobs-Botschaft: für Andrej Mangold ist die Saison aller Voraussicht nach beendet, er zog sich einen Riss des vorderen Syndesmosebandes zu. Seine Teamkollegen schienen das allerdings  zunächst gut kompensieren zu können. Schnell spielten sie eine 10:4 Führung heraus. Dann aber fand Frankfurt ins Spiel und nahm den Kampf an. Bis Viertelende konnten die Baskets ihre Führung allerdings behaupten (24:17).

Dann allerdings verließ sie die Konzentration. Nach vier Minuten im zweiten Abschnitt gingen die Gäste erstmals in Front. Vor allem gegen den jungen Center der Frankfurter, Johannes Voigtmann, und Power Forward „Zack“ Peacock fanden die Baskets in dieser Phase kein Mittel. Die Skyliners setzten sich ab und führten zur Halbzeit mit 45:36.

Veikalas führt die Baskets zum Sieg

Die Halbzeitansprache von Baskets-Coach Mike Koch dauerte dann ungewöhnlich lange. Er appellierte an die Einsatzbereitschaft seines Teams, mit der er vor allem im zweiten Viertel nicht zufrieden war. Vier Punkte von Jonas Wohlfarth-Bottermann sowie ein Dreier von Jared Jordan zu Beginn von Halbzeit zwei zeigten, dass seine Spieler ihn verstanden hatten. Bonn kämpfte sich wieder heran und ging nach 28 Minuten erstmals wieder in Führung (53:51). Nach drei Viertel lagen die Baskets denkbar knapp vorne (56:53).

Der Schlussabschnitt begann mit dem vierten Foul für Wohlfarth-Bottermann, dem nach knapp drei Minuten gleich das fünfte folgte. Für den starken „WoBo“ war das Spiel frühzeitig beendet. Aber da waren ja noch seine Teamkollegen, allen voran Benas Veikalas. Der Litauer avancierte in der Schlussphase des Spiels zum Matchwinner. Zuerst traf er, als Frankfurt auf einen Punkt herangekommen war, per Dreier und wurde dabei gefoult. Und auch der Bonusfreiwurf saß (75:70). Die folgenden Freiwürfe, die Frankfurt provozierte, um verkürzen zu können, verwandelte Veikalas ebenfalls sicher. Zwanzig Sekunden vor Ende war das Spiel entschieden (79:72). Zwar trafen die Gäste noch einmal aus der Distanz, aber auch Spielmacher Jared Jordan zeigte an der Linie keine Schwäche und netzte zum 81:75 Endstand ein. Mit jetzt 17 Siegen stehen die Baskets – drei Spiele vor Ende der regulären Saison – auf Platz sieben.

Bester Mann auf dem Feld war Benas Veikalas. Mit einer Energieleistung brachte es der Litauer auf 22 Punkte und fünf Rebounds. Bärenstark war auch einmal mehr Jamel McLean mit 18 Punkten und sechs Rebounds. Jared Jordan machte zwölf Zähler bei sieben Assists und vier Rebounds, Kyle Weems brachte elf Punkte und vier Rebounds und trotz Foulproblemen punktete auch Jonas Wohlfarth-Bottermann zweistellig (10), holte vier Rebounds und schickt drei Würfe per Block zurück zum Absender.

„Tor ganz weit offen“

Für Bonns Trainer Mike Koch war der Sieg nach der vergebenen Chance in Tübingen ein wichtiger Schritt in Richtung Playoffs: „Wir haben nach dem guten Start im zweiten Viertel den Faden verloren und dadurch Frankfurt zurück ins Spiel gelassen. In der Halbzeit ging es bei der Besprechung weniger um taktische Dinge, sondern die Einstellung des Teams, die nicht stimmte. Ab dem dritten Viertel haben wir deutlich aggressiver agiert und uns dadurch einen Vorteil erarbeitet. Durch die Siege gegen Weißenfels, Bamberg und heute Frankfurt haben wir das Tor zu den Playoffs weit aufgestoßen – sind aber noch nicht sicher durch. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir von den noch ausstehenden drei Begegnungen in Berlin, Oldenburg und gegen München eine gewinnen werden.“

Schon am Mittwoch kommt es für die Baskets zum wichtigen Duell gegen ALBA Berlin. In der Berliner O2-World geht es um 20 Uhr los. Am Samstag steht dann direkt das nächste Auswärtsspiel an: zur Eröffnung der neuen Halle geht es nach Oldenburg (20 Uhr). Das letzte Spiel der regulären Saison steigt dann am Samstag, den 27.4. – Gegner im Dome sind dann die Bayern aus München (20 Uhr).

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