Das war die schönste Zeit

Das Alter bringt es mit sich, dass man sich immer mal wieder, oft sehnsüchtig, an die Zeit der Jugend zurück erinnert. Oftmals helfen dabei Musikstücke, manchmal nerven sie. Warum aber treffen eigentlich gerade mich fast alle diese Songs so dermaßen? Juli, Bosse, selbst Tim Bendzko. die Sporties oder die Hosen. Bei all diesen Liedern bin ich bisweilen ein ziemlicher Jammerlappen. Ich kann mich mit fast allen Texten identifizieren. Traurig, peinlich vielleicht sogar – und trotzdem ehrlich.

Sie fehlt mir, die Jugend. Die Zeit vor und rund um die Zwanziger. Das Leben war schön, vermutlich nicht halb so schön, wie man es aus heutiger, verklärter Sicht sieht, aber dennoch gab es kaum Sorgen. Die Schule ging zu Ende, das Abi fiel zwar schlechter aus als gehofft, zittern musste man trotzdem nicht. Dann der Schritt ins Studium – was? völlig egal, Hauptsache studieren. Weg von Zuhause, aber bloß nicht zu weit, immerhin war da ja noch der sichere Aushilfsjob im Altenheim – und Mutters Waschmaschine. Und ein paar Freunde gab es auch noch. Ach, und ein Mädchen.

Die Besuche bei Mutters Waschmaschine werden immer seltener. Die Besuche bei den Freunden auch. Und das Mädchen ist längst Mutter eines Sohnes, nicht meines. Viele Freunde von damals sind längst erwachsen. Ich wehre mich mit Händen, Füßen und allem anderen dagegen. Vermutlich auch ein Grund, warum ich die Zeit vermisse. Hach, es war schon gut damals. Unspektakulär, aber gut. Das war die schönste Zeit.

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Eine Antwort zu “Das war die schönste Zeit

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