Frustrierte Frankfurter

Man kann es eigentlich nur mit dem Frust über die herbe Klatsche erklären, dass sowohl Sicherheitspersonal, als auch Cheftrainer und Teile des Publikums gestern in der Fraport Arena nicht gerade die glücklichste Figur machten. Seit dem zweiten Viertel hatten die Telekom Baskets das Spiel bei Gastgeber Frankfurt Skyliners dominiert, die Laune an den Seitenlinien rutschte bis tief in die Katakomben der Halle.

Coach Gordon Herbert versuchte sein Team wach zu rütteln, indem er sich heftigst mit den Schiedsrichtern anlegte. Er bettelte förmlich um seinen Rausschmiss, den er dann auch bekam. Leider (aus seiner Sicht) zu spät, um noch die nötige Reaktion beim Team hervor zu rufen. Das hatte Herbert nach einem „Bier und einer Bratwurst“ dann auch erkannt. Und außerdem, dass die Baskets ein verdammt gutes Spiel abgeliefert hatten.

Ein paar Fans direkt am Spielfeldrand waren deutlich weniger entspannt. Schon während der Partie waren sie augenscheinlich kurz davor, den Referees an den Kragen zu gehen. Bekamen die Journalisten vor dem Spiel die Anweisung, eine gewisse Linie auf dem Parkett nicht zu überschreiten, so standen zwei besonders eifrige Herren fast an der Seitenlinie und schimpften wie die Rohrspatzen.

Den Vogel abgeschossen haben dann aber die Ordner nach dem Spiel. Die Bierbuden boten noch munter ihre Waren feil, die Herren mit den aufgeplusterten Jacken wollten aber gerne nach Hause. Deshalb verwehrten sie den sich noch in der Halle befindenden Gästen den Gang auf die sanitären Anlagen. Man solle sich doch gefälligst verpissen draußen erleichtern. Als ein Anhänger dies tun wollte, war es den Herren aber auch wieder nicht recht. Er solle „in den Wald gehen, wo er hingehört“ war der freundliche Hinweis.

Ich kann ja verstehen, dass man nach einer 67:89 Klatsche nicht die beste Laune hat. Ging uns und den Basketsfans in der vergangenen Saison auch nicht anders. Dass man sich dermaßen daneben benimmt, ist allerdings unter aller Sau (mal abgesehen davon, dass in der Zeit, in der heftigst diskutiert wurde, die komplette Halle hätte aufs Klo gehen können). Skyliners, das war nix.

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2 Antworten zu “Frustrierte Frankfurter

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