Früher war mehr Heimsiege

Es ist eine beachtliche Bilanz, die die Telekom Basktes vorweisen können: neun Spiele und nur eine Niederlage – allerdings auswärts. Im heimischen Telekom Dome sieht die Statistik gar nicht mal so gut aus: magere vier Siege bei zehn gespielten Partien. Woran kann es liegen, dass den Gegnern in der einstigen Festung Telekom Dome in dieser Saison Tür und Tor offen stehen? Eine Erklärung scheint nicht leicht.

An der Halle selbst kann es nicht liegen, sollte man meinen. Schließlich ist der Dome kürzlich in einer von einer deutschen Basketballzeitschrift durchgeführten Umfrage unter den Fans der Liga zur schönsten und besten Halle der BekoBBL gewählt worden. Mit Abstand. An den Fans liegt es sicher auch nicht, die gehören landesweit mit zu den allerbesten.

Aber möglicherweise ist gerade das auch der Knackpunkt. Spieler aus der ganzen Liga kommen vielleicht zu gerne nach Bonn. Die Halle bietet perfekte Bedingungen, die Fans machen 40 Minuten lang Stimmung und der Hallensprecher eben nicht. Zumindest nicht gegen die Gegner, wie es in anderen Hallen gerne mal der Fall ist. In mehreren Interviews konnte man das in den vergangenen Tagen immer wieder hören und lesen. Jared Jordan zum Beispiel meinte, man müsse dafür sorgen, dass sich die Gegner im Dome nicht zu wohl fühlten. Sie müssten wieder mit Angst nach Bonn kommen, nicht vor den sanitären Einrichtungen, sondern vor der Festung und ihren Beschützern.

Coach Fischer bekundet immer wieder, er habe aufgehört die Gründe zu suchen oder sie zumindest zu benennen. Zu vielschichtig seien sie, um sie in einer Kurzanalyse zu präsentieren. Er hofft, dass irgendwann der Knoten bei seinem Team platzt und dass es dann zu alter Heimstärke zurück findet. Geht es nach Tony Gaffney wird das schon am Sonntag gegen Ludwigsburg passieren. Nach zwei knappen Niederlagen in einer Woche ist der Amerikaner heiß wie sprichwörtliches Frittenfett. Schon auf dem Heimweg aus Berlin erklärte er der Kollegin Schneider vom General Anzeiger, dass Ludwigsburg am Wochenende die Suppe werde auslöffeln müssen, die ihnen ALBA und Ulm eingebrockt hatten.

Verdient hätten es die Baskets und ihre Fans mal wieder. Die Leistungen gegen Ulm und vor allem in Berlin (haha, auswärts) waren ordentlich bis wirklich gut. Vor allem auch Gaffney scheint langsam in Fahrt zu kommen. Wenn jetzt noch jemand die Rebounds holt, wird alles gut. Nur nicht für Ludwigsburg.

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