Ein Tänzchen als Highlight

Es war so etwas wie das Bild des Abends: Nach der erneuten Pleite der Telekom Baskets im Telekom Dome saß ein einsames Maskottchen im Mittelkreis und schüttelte den Kopf. Hatte Bonni noch einige Minuten zuvor zu den Klängen von Helene Fischer ein Tänzchen mit Cheerleader Janine aufs Parkett gelegt, so war jetzt jegliche Feierlust verloren. Die Baskets hatten wieder einmal vor heimischem Publikum verloren – gegen Ludwigsburg, einen inzwischen direkten Konkurrenten um einen der ersten acht Plätze, die für die Teilnahme an den Playoffs erreicht werden müssen.

Dabei hatte es zu Beginn so gut ausgesehen. Trotz der intensiven Spiele gegen Ulm und in Berlin legten die Baskets los wie die sprichwörtliche Feuerwehr. Ludwigsburg schien geschockt und war überrascht, wie auch Trainer John Patrick bestätigte. Er habe nach den beiden harten Spielen der Bonner mit einem eher ruhigen Start des Spiels gerechnet. Damit lag er sichtlich falsch. Als sein Team aber bemerkte, dass der Hausherr die Punkte nicht im Schaukelstuhl präsentieren würde, gelang es Patrick, seine Mannschaft darauf einzustellen und den nötigen Einsatz seiner Spieler abzurufen.

Das gelang bei den Baskets nicht. „Es war eine anstrengende Woche“, sagte Cheftrainer Mathias Fischer in der Pressekonferenz. Das sei keine Entschuldigung, aber der Versuch einer Erklärung. Nur ein Versuch blieben dann auch die Bemühungen der Baskets, sich den ersten Heimsieg nach gefühlten Monaten zu sichern. Vor allem im Schlussviertel brachten die Bonner nichts mehr aufs Parkett, das an die Qualität des Danceteams heran reichte. Da halfen auch ein Double-Double (17 Pkt., 11 As.) von Jared Jordan, 19 Punkte von Benas Veikalas oder ein verbesserter Tony Gaffney (17 Pkt., 5 Rbs.) nichts.

Es bleibt dabei: die Baskets haben in heimischer Halle die Seuche an Hand, Fuß und Psyche. Geht es nach dem Gesetz der Serie, erwartet die Anhänger beim Auswärtsspiel in München am kommenden Sonntag wieder ein überzeugender Sieg der Bonner. Allein darauf verlassen sollten sich weder Fans noch Spieler. Der Tabellenführer ist eine Hausnummer, die es in Bonner Straßenzügen in dieser Höhe nur selten gibt. Es wird also ein hartes Stück Arbeit in der bayerischen Landeshauptstadt. Was ein Glück, dass das Team genau eine Woche Zeit hat zu regenerieren und sich auf die Bayern vorzubereiten.

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