Das Drama um Jared Jordan

Die Telekom Baskets haben den Heimfluch besiegt und endlich wieder im Telekom Dome gewinnen können. Gegen erschreckend schwache Frankfurter erspielten sich die Bonner einen verdienten 74:54-Sieg. DAS Thema bei den 5000 Zuschauern in der Halle war aber die Vertragssituation von Bonns Spielmacher, Jared Jordan. Im Laufe der Woche waren Gerüchte aufgekommen, dass Bamberg sich um den besten Passgeber der Liga bemüht und ihn mit Schubkarren voll Euros in den Süden locken will.

Vom Vereinsseite wird zu dem Thema lediglich gesagt, dass man nichts sagt. Und gerade das lässt die Gerüchteküche brodeln. Jeder glaubt etwas zu wissen, hat irgendwo etwas gehört von jemandem, der Insider ist: Jordan hat längst in Bamberg unterschrieben. Jordan wird Bonn und die Baskets nicht im Stich lassen. Jordan will unbedingt nach Bamberg. Die Baskets haben einen beschissenen Vertrag gemacht, der es Jordan erlaubt jetzt zu gehen. Die Baskets haben sich finanziell übernommen und brauchen jetzt das Geld, das sie durch den „Verkauf“ von Jordan einnehmen können. Wenn ich noch drölf Minuten überlege, fallen mir mit Sicherheit noch mehr Gerüchte ein, die ich in den vergangenen drei Tagen gelesen oder gehört habe.

Klar ist: es hat das Angebot von Bamberg gegeben, sonst müsste der Verein nicht so rumdrucksen. Wenn es keine Anfrage gegeben hätte, könnte man das sagen. Klar ist aber auch: wenn der beste Passgeber der Liga die Baskets verlässt, muss ein Ersatz her. Und das bis zum Freitag, dann endet die Wechselfrist der BekoBBL. Wo bekommt man in der Kürze der Zeit eine adäquate Vertretung her? Sportando und Courtreview schreiben sich gegenseitig zur Quelle, dass der Wechsel in trockenen Tüchern und Darius Washington der gesuchte Ersatz ist. Ein Spieler, der punktet und kaum Vorlagen gibt.

Kann das sinnvoll sein? Einen Spieler, um den herum das ganze Team aufgebaut wurde, zu ersetzen durch einen, der in erster Linie selber den Abschluss sucht? Würde ein solcher Spieler in das Mannschaftsgefüge passen? Ich kann es mir nicht vorstellen. Die Bonner Distanzschützen leben davon, dass sie freigespielt werden. Die Sprinter und Springer brauchen die schnellen genialen Pässe des Floor Generals.

Das Herzstück des Teams zu veräußern, dürfte den Anhängern des Clubs nur schwer zu verkaufen sein. Jordans Status als Publikumsliebling wäre wohl auch dahin. Spätestens am Freitag ist klar, wie und ob es weitergeht mit den Baskets und Jared Jordan. Ob der Verein, ob Jordan der Verlockung der Euros aus Franken widerstehen können/kann. Es wäre beiden zu wünschen. Zumindest wenn man mich fragt.

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3 Antworten zu “Das Drama um Jared Jordan

  1. Das finde ich auch nicht gerade super! Ich finde Transferfenster sollte es nur im Sommer geben.
    Aber ob er mit Bamberg jetzt Meister wird, steht auch wieder auf einem anderen Blatt.

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