Gelungener Einstand

Es dauerte relativ lange, bis sich Bonns Neuzugang Geno Lawrence erstmals aus der Kabine traute. Als er dann aber kam, wurde es laut im Telekom Dome. Angeführt vom neuen Kapitän, Benas Veikalas, kam das komplette Team aufs Parkett und begann sich warm zu machen. Lawrence versuchte sich zu konzentrieren und verzog keine Miene. Das war sicher nicht leicht bei rund 6.000 verkleideten Fans in der Halle, die ordentlich Stimmung machten.

Bei der Spielerpräsentation brandete extra lauter Jubel auf, als Hallensprecher Frank Piontek den neuen Spielmacher aufrief. Die Fans wollten ihm den Einstand in Bonn so einfach wie möglich machen. Und auch als Lawrence dann erstmals während des Spiels aufs Feld ging, gab es einen Sonderapplaus. Der Neue dankte es mit unbändigem Einsatz ab der ersten Sekunde. Kleinere Unsicherheiten bleiben nicht aus, wenn man erst dreimal mit dem Team trainiert hat. Aber Lawrence zeigte von Beginn an, dass er dem Team helfen will – und kann.

Er konzentrierte sich auf seine Mitspieler, versuchte sie besser zu machen, wie es sein Vorgänger seit Jahren geschafft hatte. Und bei einer Bilanz von sieben Punkten und sechs Assists bei nur knapp 19 Minuten Spielzeit kann man durchaus von einem geglückten Einstand sprechen. Vor allem defensiv und im Durchsetzungsvermögen zeigte Lawrence, dass er Jared Jordan vergessen machen kann. Eine Woche hat er jetzt, sich an das Team, die Stadt, seine neue Umgebung zu gewöhnen und weitere Spielzüge zu lernen. Am kommenden Sonntag beim Spiel gegen Tübingen wird er schon deutlich integrierter in die Mannschaft sein.

Skeptisch schien Geno Lawrence nach dem Spiel auf der großen Karnevalsparty im Foyer des Telekom Domes. Seine Mannschaftskameraden hatten ihm ein Kostüm zusammen gestellt, das er tapfer spazieren trug. Im Kontakt mit den Fans war er freundlich und offen, auch wenn ihm der Trubel ein wenig zu viel erschien. Den Kulturschock scheint er dennoch überstanden zu haben. Mal sehen, wie es wird, wenn er am Rosenmontag mit seinem Team auf dem Baskets-Karnevalswagen im Bonner Zug mitfährt. Eine bessere Teambuilding-Maßnahme dürfte es kaum geben. Denn auch von den schon gestandenen Spielern hat so etwas wohl noch kaum jemand mitgemacht.

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