Manuel, Prinz Kai und ihre Freunde

Dass Box-Promoter kein Lehrberuf ist, war mir spätestens seit Don King oder Ebby Thust klar. Dass aber ein Mensch wie Prince Kay One, der eigentlich nichts kann in erster Linie Musiker, in zweiter Jury-Mitglied im Fernsehen und Schmuckdesigner an dritter Stelle ist, jetzt auch am Promotershimmel auftaucht, ist wohl der besonderen Lage von Schwergewichtsboxer Manuel Charr geschuldet. Der Mann, der unter anderem aus finanziellen Gründen schon im Container von Big Brother nächtigte, will mal wieder nach oben und hat sich deshalb an die Fersen seines Freundes geheftet, der derzeit auf der Überholspur unterwegs ist.

Kämpfen wird der Container-Boxer im April im Bonner Telekom Dome. Als Gegner hat ihm Kay One den ehemaligen Klitschko-Gegner Kevin Johnson verpflichtet. Warum weiß eigentlich keiner. Zumindest der Boxer sagt, er müsse gegen den kämpfen, den ihm sein Promoter organisiert. Kay One sagt: „So ist das. Und ich finde gut, dass Manuel nicht den Schwanz einzieht.“ Dass Charr in vier Wochen kämpfen soll und auf die Frage, wie er sich auf seinen Gegner vorbereite, mit einem höchst kompetenten „Kauf dir eine Karte, dann wirst du sehen, wie ich boxe“ antwortet, zeugt schon jetzt von perfektem Zusammenspiel und optimaler Vorbereitung.

Apropos Zusammenspiel: Weil die Containerer zusammenhalten, bringt Manuel Charr fast die komplette BigBrother Besatzung mit in den Dome. Die 80er Ikone Fancy wird am Kampfabend ein Medley trällern. Von was, wird sich zeigen. Castingshow-Teilnehmer Percival Duke gibt ein Stück aus seinem neuen „inzwischen schon alten“ (Zitat Duke) Album zum Besten. Bei der Pressekonferenz am Start waren auch Ruhrpott-Romantiker Ralf Richter, Natalia Osada, die im Fernsehen einen Millionär suchte, Ex-DSDS-Teilnehmerin Sarah Joelle Jahnel und Weltmeister Marco Huck, der seinen WM-Gürtel leider Ende des Monats nicht verteidigen kann, weil er sich den Daumen gebrochen hat. Dass Jenny Elvers-Elbertzhagen am Kampfabend vorbei schaut, mag ebenfalls sein, schließlich wohnt sie um die Ecke.

Der Kartenvorverkauf für die Freakshow das Spektakel hat begonnen. Ab 15 Euro bietet die Diamondboy Promotion die Möglichkeit, einen kurzweiligen Boxabend zu erleben. Denn kurzweilig war schon die Pressekonferenz am Mittwoch. Zwar war ich angemeldet, leider aber ohne Namen, nur als „plus Fotograf“. Die rund 20 Jahre Knasterfahrung grimmig drein schauenden Kleiderschränke am Einlass wollte mir ebenjenen verwähren. Erst als ich per Ausweis glaubhaft versichern konnte, der Presse anzugehören, ließ man sich doch erweichen, mir den Zutritt in den Dome zu gewähren. Der gehört übrigens neuerdings Ralf Richter, wie er vollmundig verkündete: „Der Schuppen hier gehört mir, wenn ihr hier rein wollt, müsst ihr mir Eintritt löhnen.“ Das hatten wir aber ja schon.

Ich habe viel gelacht bei dieser PK. Vermutlich mehr, als bei jeder anderen PK meines Lebens. Ich bin nicht ganz sicher, ob das von Prinz Kai dem Ersten so gedacht war. Aber hey, wer nach Karneval klingt, kann ja kein Trauerkloß sein. Ich bin gespannt auf den Kampfabend. Die Baskets können nur gewinnen. Eine außerbasketballerische Veranstaltung mit *hust* echten Promis in Bonn. Was will man mehr?

Hier gibt´s noch eine kleine Live-Zusammenfassung der PK-Eindrücke.

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Eine Antwort zu “Manuel, Prinz Kai und ihre Freunde

  1. Pingback: Auge in Auge mit dem Gegner | Der X-Blog

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