Immer keine Reise wert

Hagen war eigentlich noch nie eine Reise wert. Die Stadt an sich nicht und auch sonst lockt nicht Vieles in die Stadt an der Volme. Für Fans der Telekom Baskets waren zumindest die sportlichen Ausflüge in den vergangenen Jahren öfter erfolgreich. Das hat sich jetzt auch erledigt. Nicht nur, dass die Baskets sich sportlich eine blutige Nase beim brennenden Phoenix holten, auch für die Anhänger gegnerischer Mannschaften gibt es in der Enervie-Arena nicht viel zu lachen.

Eines sei klar gestellt: Laute Hallen mit ordentlicher Stimmung sind toll. Gerne auch etwas enger und vielleicht nicht mit dem größten Komfort ausgestattet (man denke z.B. an die Turnhölle in Würzburg). Die Enervie-Arena ist anders. Sie kann zwar laut, die Stimmung ist allerdings mehr als nervtötend. Das gegnerische Team wird bei jedem Angriff ausgepfiffen, das Ganze organisiert vom plüschenen Feuervogel und seinem Kumpel, was auch immer er darstellen soll. Organisierter Hass.

Die Regeln des organisierten Frohsinns anderer Maskottchen scheint hier völlig außer Kraft gesetzt. Da wundert es auch nicht, wenn der cholerische Feuervogel, weil jemand vergessen hat ihm seine T-Shirt Kanone zu laden, wutschnaubend in die Katakomben rennt und diese fast auseinander nimmt. Türen scheppern, Mitarbeiter werden angebrüllt. Kommen Sie zu Phoenix Hagen, wir sind das Feuer.

Dass der hässliche Vogel dann auch noch versucht, die Spieler der Baskets einzuschüchtern, oder völlig harmlose Fotografen am Spielfeldrand anzurempeln – geschenkt. Die Baskets hatten die Chance, die Antwort auf dem Feld zu geben. In der ersten Halbzeit waren sie auf dem besten Weg dahin. Dann aber ließen sich sich anscheinend anstecken von der Hektik. Auch ein bärenstarker Tony Gaffney oder der Unterkorbwühlbüffel Jamel McLean schafften es nicht, die wilde Hagener Schießerei zu stoppen. Es wurde ihnen aber auch nicht leicht gemacht. Drei Herren in Orange schienen auf dem Feuervogelauge blind, das magentafarbene funktionierte dagegen prächtig. Das wäre allerdings eine Geschichte für sich.

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3 Antworten zu “Immer keine Reise wert

  1. Tja, es war halt schon immer etwas besonders bei uns spielen zu dürfen – gern geschehen.

  2. Wie überaus Sachlich und konstruktiv dieser Artikel geschrieben ist, und mit so wenigen unwahrheiten….

    Naja Niederlagen sind halt für manche nicht so leicht zu verdauen.

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