Eine große Portion Erleichterung

© Sebastian Derix

Jamel McLean hatte seinem Team mit dem Schubser gegen Jan Jagla aus dem Berlin-Spiel einen Bärendienst erwiesen. Ein Spiel Sperre war die Folge für den zurzeit konstantesten Bonner Spieler. Die Mannschaft allerdings nahm ihm seinen Aussetzer offensichtlich nicht übel. Schon vor dem Spiel zeigte das Team der Baskets Geschlossenheit und klatschte, wie immer miteinander, aber auch mit McLean abseits des Feldes ab. Nach der Partie holten die Jungs Jamel mit in den Kreis und feierten demonstrativ auch mit ihrem Center und selbst auf dem Weg auf die Südtribüne zu den Fans sammelten sie ihn ein, obwohl er es sich schon bei Maskottchen Bonni und dem Spielernachwuchs bequem gemacht hatte.

Bevor es Grund zu feiern gab, mussten sich die Baskets aber lange strecken. Kurt Looby übernahm die Position als Starter von McLean und machte seine Aufgabe gut. Am Ende gab es sogar ein Sonderlob vom Coach: „Kurt hat ein super Spiel gemacht. Er hat es geschafft, nicht ausgefoult zu werden.“ Mit einem Augenzwinkern ergänzte Mathias Fischer, er sei wirklich sehr zufrieden mit Loobys Leistung. Er habe gezeigt, was in ihm stecke, wenn er mal nicht frühzeitig in Foultrouble komme. Frühtzeitig ins Hintertreffen kamen allerdings die Baskets. Oldenburg traf, Bonn nicht. Erst nach einer 11:0-Führung und fünf Minuten Spielzeit sorgte Tony Gaffney für den ersten Baskets-Punkt.

Bis zur Halbzeit blieben sie dann in Schlagdistanz. Die Wurfausbeute war allerdings stark verbesserungswürdig. Das merkte dann auch Coach Fischer in der Halbzeitpause an – und zwar so laut, dass es seine Spieler verstehen konnten. Nach der Pause begann die Aufholjagd, die erst in der letzten Spielminute endete. Geno Lawrence sorgte für die erste Bonner Führung überhaupt. Bei Ertönen der Schlusssirene stand ein 74:74 Unentschieden auf den Leinwänden. Der Dome stand da allerdings schon lange Kopf und wie ein Mann hinter der Mannschaft.

Die Verlängerung wurde dann fast zu einem Schaulaufen der Baskets. Relativ schnell setzten sie sich leicht ab und verwalteten dann geschickt den Vorsprung. Spektakulär retteten sie in der Schlussminute den Ballbesitz. Oldenburg war immer einen Schritt zu langsam und konnte erst knapp zwei Sekunden vor Spielende foulen. Sinnlos, denn einholen konnten sie die Baskets dann nicht mehr.

Danach gab es die sch0n erwähnte Party auf den Rängen. Zum ersten Mal in der Saison baten die Fans nicht einen Spieler sondern die komplette Mannschaft zum Tänzchen. Auf dem Zahnfleisch aber glücklich folgten die der Einladung. Eine große Portion Erleichterung im Gepäck. Vor allem wohl auch bei Jamel McLean.

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