Auf in die nächste Runde

© Sebastian Derix

Als Marek Lieberberg bei der Fragestunde in Mönchengladbach Anfang der Woche mehrmals von „Rock im JHQ“ sprach, mochte man noch meinen, er habe sich entweder vertan oder verplappert. Was den Namen angehe, sei er derzeit in einem Denkprozess, der noch nicht abgeschlossen sei, sagte er nach der Veranstaltung. Noch zwei Tage vorher – am Nürburgring – hatte er darauf gepocht, dass es auch im kommenden Jahr wieder ein Rock am Ring-Festival unter seiner Regie geben werde. Die Namensrechte lägen ganz allein bei ihm, der ehemalige Mitveranstalter, Marcel Avram, habe ihm per Mail zugesichert, dass er der Erfinder von Namen, Location und überhaupt gewesen sei.

Jetzt scheint klar, dass die neuen Ringherren das anders sehen. Sie wollen verhindern, dass Lieberberg den Namen „Rock am Ring“ weiter nutzt, sie beantragten eine einstweilige Verfügung. Die Schlammschlacht um Ring, Festival und Künstler ist längst in der nächsten Runde. Lieberberg kontert mit völligem Unverständnis. Vielmehr verdrehten capricorn und Co die Tatsachen, wenn sie meinten, an den Namensrechten habe auch der Ring Anteile.

Am 23. Juni wird man sich in Koblenz vor Gericht wiedersehen. Das zerschnittene Tischtuch wird also noch eine Weile für Aufregung sorgen. Und Lieberberg hat schon einen neuen Pfeil im Kampf gegen die Grüne Hölle aus dem Köcher gezogen: Sollte sein Plan, das Festival im kommenden Jahr in Mönchengladbach auf die Beine zu stellen, scheitern, hat er den alten Flughafen in Mendig als Veranstaltungsgelände ins Auge gefasst. Sollte es soweit kommen, wird wohl maximal eines der beiden Festivals das Jahr 2016 sehen. Mendig und der Ring – beide Lokalitäten sind nur rund 35 Kilometer voneinander entfernt. Zwei Großveranstaltungen würden um das selbe Publikum buhlen. Das kann nicht gut gehen.

Die Schlacht wird wohl noch einige Zeit für Spannung im Sommerloch sorgen. Ob am Ende eine Partei als Sieger daraus hervor geht, wird der Kartenvorverkauf zeigen. Die Veranstalter der Grünen Hölle wollen damit im September beginnen, auch erst dann das Line Up bekannt geben. Lieberberg versprach, die Headliner Mitte Juli beim nächsten Treffen in Mönchengladbach zu präsentieren. Wenn dann Planungssicherheit besteht, kann er zeitnah mit dem Verkauf der Tickets beginnen.

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