Die Minuten ausgeglichener verteilen

© Sebastian Derix

Täglich telefoniert Baskets Sportmanager Michael Wichterich zur Zeit mit Cheftrainer Mathias Fischer. „Außer heute, da heiratet er nämlich“, sagt Wichterich, „Da halte ich mich mal zurück.“ Coach und Sportmanager planen die neue Saison, der eine in Bonn, der andere auf einer fernen Insel.

Da ist es gut, wenn das deutsche Gerüst des zukünftigen Teams schon steht. Der Abgang von David McCray sei zwar schade, dennoch sei man mit den vier aktuell unter Vertrag stehenden Deutschen gut aufgestellt, meint Wichterich. Die Wahrscheinlichkeit, einen weiteren deutschen Spieler zu verpflichten, sei eher gering. „Sinnvoll wäre das wohl nur auf den kleinen Positionen und da sehe ich im Augenblick niemanden“, so der Manager. Außerdem habe man mit Valentin Blaß und Thomas Michel noch zwei junge Spieler in der Hinterhand, die verstärkt mit den Profis trainieren und Spielpraxis in der Regionalliga sammeln sollen.

Eine deutlich größere Rolle soll in der kommenden Saison Florian Koch einnehmen. Der 22-Jährige ist für deutlich mehr Spielzeit vorgesehen, soll ein vollwertiges Mitglied der Rotation werden. Nur so könne man mit einem 10-Mann-Kader die Strapazen von EuroCup und Liga überstehen. Die Minuten müssten und sollten deutlich ausgeglichener verteilt werden. Dann könnte man mit einem guten Kader zur Not sogar einen Ausfall kompensieren.

Ob dem Pointguard Geno Lawrence wieder angehören wird, ist weiter unklar. „Im Moment sind viele Spieler noch nicht bereit, sich zu entscheiden. Das drückt sich dann natürlich auch in den Gehaltsforderungen aus. Das ist auch bei Geno der Fall“, sagt der 41-jährige Wichterich. Wohl nicht nach Bonn zurückkehren werde Jamel McLean: „Wenn man sieht, wer da alles mitbietet – wir sprechen da auch von der Türkei oder Italien – dann haben wir keine Chance. Deshalb haben wir da aktuell auch noch nichts unternommen.“

Ob Tony Gaffneys Weg wieder nach Bonn führen wird, könne man noch nicht absehen. „Wir sind in Kontakt, konkrete Angebote oder Signale gibt es aber von beiden Seiten noch nicht.“ Sollte der Amerikaner nicht wieder zum Team stoßen, könnte sein ehemaliger Vertreter zurück zu den Baskets kehren, Donatas Zavackas: „Er steht auf der  Liste, wir haben auch intensiv über ihn gesprochen, aber es ist jetzt nicht so, dass er unser Top-Kandidat wäre“, so der Sportmanager.

Kandidaten sichten, Kontakte knüpfen und pflegen, all dass will Wichterich auch wieder in Las Vegas in der kommenden Woche, wenn die NBA SummerLeague startet. Von dort mit einem Wunschspieler wieder zurückzukommen, das sei aber eher unwahrscheinlich.

 

EDIT: Das komplette Interview mit Michael Wichterich gibt es übrigens jetzt HIER zu hören.

 

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