Lieberberg kann kommen

© Sebastian Derix

Rock am Ring, Rock im JHQ oder wie es am Ende auch immer heißen mag, ein großes Festival im ehemaligen Headquarter in Rheindahlen ist machbar. Das ist das Ergebnis der vierwöchigen Beratungen aller beteiligten Gremien und Firmen. Gestern Abend tagten die Arbeitskreise ein vorerst letztes Mal vor der gesetzten Deadline und tauschten sich aus. Sie können sich ein Festival in Mönchengladbach vorstellen.

Die große Präsentation und Feier der Ergebnisse mit Veranstalter Marek Lieberberg bleibt allerdings vorerst aus. Der Vater des Ringrocks weilt im Urlaub auf Hawaii. Damit fällt auch die beim Publikumstermin in Mönchengladbach versprochene Veröffentlichung der drei Headliner fürs Erste flach. Dass die Toten Hosen ein heißer Kandidat auf einen der drei Posten ist, ist aber ein offenes Geheimnis. Für sie wäre es ein Heimspiel, Düsseldorf liegt quasi vor den Toren Mönchengladbachs.

Generell teilte die Stadt heute mit, dass sie derzeit keine unüberwindbaren Hürden sehe. „Natürlich konnten in der Kürze der Zeit nicht alle Fragen umfassend und abschließend geklärt werden. Aber bisher ist kein K.o.-Kriterium erkennbar, dass die Veranstaltung von vornherein ausschließt. Dennoch bleibt eine Reihe von Details und offener Fragen, die geklärt werden müssen. Eine rechtsverbindliche Aussage gegenüber der Konzertagentur kann deshalb erst mit einem planungsrechtlichen Vorbescheid oder im Baugenehmigungsverfahren getroffen werden“, sagt Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners.

Eine noch zu klärende Angelegenheit ist die mit dem Eigentümer des JHQ. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben muss das Gelände zur Verfügung stellen. Aber auch hier sei man auf einem sehr guten Weg. Ein Sprecher erklärte mir die Lage heute mit einem sehr schönen Bild: „Wenn man Autofahren will, braucht man ein Auto und einen Führerschein. Wir haben das Gelände, also das Auto, und den Führerschein gibt es von der Stadt. Die Fahrstunden hat der Veranstalter aber schon genommen.“ Um es formell auszudrücken: die Verhandlungen sind sehr weit, es gibt aber noch keinen Vertrag. Bis der abgeschlossen sei, könne es auch „noch ein paar Tage“ dauern. Hindernisse gibt es aber wohl auch da keine echten mehr.

Für Urlauber Lieberberg rückt das Festival in Mönchengladbach einen großen Schritt näher. „Wir danken allen Beteiligten für ihr konstruktives Engagement, das beispielhaft für eine moderne Metropole ist“, erklärte er in einer Stellungnahme. Er spricht von „hochprofessionell“ und „verantwortungsvoll“ und erwartet keine entscheidenden Probleme mehr für ein „Weltklasse-Festival auf höchstem Nieveau.“ Das geht runter wie feinstes Olivenöl.

Der offizielle Bauvorantrag für das Gelände soll Mitte August gestellt werden. Spätestens dann ist das Festival in ziemlich trockenen Tüchern. Dann soll es auch wieder eine Pressekonferenz geben auf der dann auch die ersten Infos zum Programm offiziell werden.

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