Starker Auftritt

© Sebastian Derix

Es war die erste Standortbestimmung des neuen Teams der Telekom Baskets – traditionell fand der erste Auftritt der Vorbereitung auch in diesem Jahr wieder beim Rhein-Main-Cup in Rhöndorf statt. Die Fans waren gespannt auf die Neuen im Team und das Team war froh, endlich aus der miefigen Trainingshalle heraus zu kommen. Kondition bolzen und Grundlagen Training hatten zwei Tage Pause, es durfte endlich gespielt werden.

Und die Mannschaft zeigte sich schon überraschend homogen. Ohne Zweifel ist es für einen Trainer leichter, wenn sechs Spieler mit in die neue Saison gehen. Dass Coach Mathias Fischer und Sportmanager Michael Wichterich bei den Neuverpflichtungen ein gutes Händchen hatten, zeigte sich schon in den ersten beiden Trainingswochen. „Bei den neuen Spielern ist kein Ego-Zocker dabei. Sie ordnen sich alle dem Team unter, das gefällt mir sehr gut“, sagte Baskets-Guard Andrej Mangold.

Trainer Fischer schien regelrecht überrascht, dass die Mannschaft schon jetzt so gut harmoniert: „Natürlich klappt noch nicht alles, dann wäre ich vermutlich auch bald meinen Job los. Aber wie die Jungs zusammen gespielt haben, das hat mich schon beeindruckt. Und das, obwohl wir erst seit zwei Wochen zusammen trainieren und nur wenig Basketball gespielt haben.“ Natürlich sei es einfacher, wenn in der Vorbereitung das ganze Team von Beginn an komplett ist, so Fischer weiter.

So war der Turniersieg am Ende keine große Überraschung. Der Sieg im Halbfinale gegen Rhöndorf gehört zum festen Programm des Rhein-Main-Cups. Im Finale gegen BekoBBL-Aufsteiger Crailsheim waren die Baskets dann schon deutlich mehr gefordert. Aber auch hier kamen sie nicht in den Verdacht, das Spiel aus der Hand geben zu wollen. Coach Fischer verteilte die Minuten sehr ausgeglichen. Angelo Caloiaro kam am Sonntag mit fast 30 Minuten am besten weg. Er dankte es seinem Trainer mit bärenstarken 21 Punkten, 13 Rebounds und vier Assists.

Mit seinem Einsatz sorgte er zudem ein ums andere Mal für ein Raunen auf der Tribüne. Die Flugeinlage des Turniers zeigte Ryan „Air“ Brooks schon am Samstag – über seine Flüge staunte sogar der Coach. Taddas Klimavicius überzeugte ebenfalls auf ganzer Linie. Er agierte sehr beweglich unter den Körben, stand da, wo er gebraucht wurde und macht viele kleine Dinge richtig. Man konnte ihm seine Erfahrung und Spielintelligenz fast an den Augen ablesen.

Mickey McConnell hatte immer ein Auge auf den freien Mitspieler. Er suchte den offenen Mann, passte sicher und nahm zur Not selbst den Wurf. Mit Geno Lawrence und ihm muss es Trainer Fischer um den Spielaufbau nicht bange sein. Und auch Dirk Mädrich zeigte vollen Einsatz. Man merkte ihm an, dass er sich und seine zuletzt gezeigten Leistungen in Bonn beweisen will. Die Mischung im Team scheint also zu passen – sportlich wie menschlich.

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