Kein Rock am Ring in Mönchengladbach

© Sebastian Derix

Es hat nicht gereicht. Auch wenn Marek Lieberberg schon diesen Einstieg nicht gutheißen würde, kann man es wohl anders nicht sagen. Es wird kein Rock am Ring-Festival in Mönchengladbach geben. Am Nachmittag war der Veranstalter extra in die Vitusstadt gekommen, um der Presse zu erklären, warum das renommierte Festival jetzt doch nicht im JHQ stattfinden wird. Die Schuld dafür trägt die BIMA, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, sagt Lieberberg. Sie habe einen ausgehandelten und unterschriebenen Vorvertrag für das mögliche Festivalgelände ohne Begründung zurückgezogen. Dadurch sei eine Verhandlungspause von rund sechs Wochen entstanden, diese habe man nicht mehr aufholen können. Und das, obwohl sich Verwaltung und Politik in Mönchengladbach nach Leibeskräften mühten.

Lieberberg präsentierte sich und sein Herz für Mönchengladbach. Noch nie habe er so eine Zuneigung und Hoffnung in einer Stadt gespürt. Dieser Wunsch nach einem Festival habe ihn beeindruckt, die Zuneigung Mönchengladbachs werde er nicht vergessen. Und nicht nur deshalb versprach er, ein großes, ja sogar DAS Festival in Mönchengladbach etablieren zu wollen. Reicht die Zeit bis zum Juni nicht, so soll die dreitägige Veranstaltung im Spätsommer, vermutlich im August im JHQ stattfinden. Drei Bühnen werde es geben, zwei davon Open Air, eine vermutlich in einem Zelt. Zur Musikrichtung konnte oder wollte der Veranstalter noch nichts sagen. Erstaunlich häufig ließ er aber seine Sympathie für eine Veranstaltung wie das Tomorrowland durchklingen. Ein Event-Festival soll es wohl werden. „Sie wissen aber ja auch, mit welchen Künstlern wir in der Regel unterwegs sind.“ So nannte er dann auch die Toten Hosen nicht, sein Grinsen bei der Nachfrage eines Journalisten lässt aber darauf schließen, dass die Düsseldorfer ein heißer Kandidat sind.

In Mönchengladbach hat Lieberberg den Bauantrag für das Festival im August schon bei der Stadt abgegeben. Wohin es Rock am Ring zieht, ließ er weiter offen. Es gebe noch zwei Kandidaten. Einer davon ist Mendig. Die Gemeinde in der Eifel hatte sich beworben, kann das nötige Gelände und eine Genehmigung vorweisen. Die Entscheidung werde in den nächsten Tagen und Stunden fallen, so Lieberberg. Nicht unwahrscheinlich, dass er am Donnerstag in Mendig eine Pressekonferenz gibt.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s