(K)ein Jahr wie jedes andere

© Kevin Rake

Andrej Mangold und David McCray – Foto: Kevin Rake

Über ein Jahr Arbeit, weit mehr als ein Terrabyte an Bildmaterial, eine komplette Woche eingeschlossen zur endgültigen Fertigstellung: Was das fünfköpfige Produktionsteam des ersten Bonner Basketballfilms auf die Beine gestellt hat, kann sich sehen lassen. Dass es kein klassischer Basketballfilm werden sollte, stand dabei schon von Anfang an fest. Entstanden ist ein Film über und für die (Bonner) Basketballfans. „Ich hatte das Gefühl, dass es sich einfach lohnt, die Bonner Fanszene mal genauer zu beleuchten und zu zeigen, wie sehr Basketball in Bonn gelebt wird. Dass es uns Fans nicht nur alle zwei Wochen oder an den Spieltagen beschäftigt, sondern es um deutlich mehr geht. Wie sehr uns der Verein am Herzen liegt.“, sagt Regisseur Marc Hartenstein.

So kommt das rund zweistündige Werk auch komplett ohne Spielszenen aus. Trotzdem sei zu jedem Zeitpunkt klar, in welcher Phase der Saison man sich gerade befindet, meint der Regisseur. „Der rote Faden ist gut erkennbar.“ Zu Wort kommen Fans, Offizielle, Trainer und mit Andrej Mangold und David McCray zwei Spieler. „Dre und Dave zu überzeugen mitzumachen, war viel einfacher als erwartet. Ich wollte sie unbedingt mit ins Boot holen. Was dabei herausgekommen ist, ist überragend. Wie offen die beiden sprechen, sowohl über gute, als auch über kritische Dinge, wie sie sich gegenseitig auf den Arm nehmen und wie emotional sie sind – einmalig.“

Gerade durch die Beteiligung der Spieler wird deutlich, wie unterschiedlich Profisportler und Fans den Verlauf einer Saison wahrnehmen. Speziell der Verlust von Jared Jordan als Mannschaftskapitän könnte in der Betrachtung kaum unterschiedlicher sein. Auch die Wertigkeit des Pokalwettbewerbs zeigt, wie verschieden die Sichtweisen sein können. Marc Hartenstein: „Man bekommt zum ersten mal solche Einblicke in die Denkweise einer Mannschaft – aber eben auch von uns Fans. Diese Mischung macht den Film extrem interessant.“

Bis zur endgültigen Fertigstellung des Films vor einigen Tagen standen viele Monate harte Arbeit auf dem Programm. Neben Marc Hartenstein waren Lea Giltjes, Theresa Taller, Kevin Rake und Simon Toewe im Produktionsteam dabei, Sandra Knipp steuerte zahlreiche Gigabyte an Filmmaterial bei. Der Chef sagt: „Mir war sofort klar, wen ich mit ins Boot holen will. Ich habe allen meine Idee vorgestellt und sie eigentlich recht schnell dafür begeistern können, auch wenn klar war: Das wird eine Menge Arbeit.“ Unter anderem habe man sich eine ganze Woche eingeschlossen: „Wir haben eine ganze Woche bei mir im Haus gewohnt und eine Schnitt-WG gemacht. Da haben wir jeden Tag mindestens 14 Stunden am Film gearbeitet, um ihn rechtzeitig fertig zu stellen.“

Am Donnerstag wird „(K)ein Jahr wie jedes andere“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Jungen Theater in Beuel werden rund 400 Fans, Freunde und das Team der Baskets das Werk zum ersten Mal begutachten können. Danach wird es eine DVD geben, nach Möglichkeit schon zum ersten Heimspieltag Anfang Oktober. Aufgeregt ist das Filmteam schon jetzt – aber auch stolz. Marc Hartenstein: „Dass der Film ein solches Niveau erreicht und alles so gut zusammen passt, habe ich mir vorher nicht erträumt. Ich bin schon jetzt unfassbar stolz auf das Produktionsteam und auf unser Produkt. Diese Arbeit und diese Zeit werde ich nie vergessen.“ Es war also tatsächlich kein Jahr wie jedes andere.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s