Magath hätte sie laufen lassen

© Sebastian Derix

Fußball-Trainer Felix Magath hätte das Team der Telekom Baskets nach der Klatsche in Frankfurt vermutlich zu Fuß nach Hause laufen lassen und danach noch zum nächtlichen Sondertraining gebeten. Dass dies sicher nicht die Ideallösung gewesen wäre, zeigt schon die Tatsache, dass Magath unlängst als Trainer eines englischen Zweitligisten wegen Erfolglosigkeit entlassen wurde. Und doch muss mit den Baskets irgendetwas passieren. Das Team erscheint schon nach vier Spieltagen völlig verunsichert. Einzig Mickey McConnell, Andrej Mangold, Ryan Brooks und Florian Koch brachten in Frankfurt ein ordentliche Leistung. Mit Abstrichen könnte man noch Tadas Klimavicius nennen. Doch dem Litauer merkt man die fehlende Spielpraxis noch an.

Bei vielen Spielern fehlt nicht nur das Glück oder die Form, das Selbstvertrauen scheint völlig abhanden gekommen zu sein. Was noch in der Vorbereitung funktionierte, klappt inzwischen in schöner Regelmäßigkeit nicht mehr. Sowohl Angelo Caloiaro, der sich nach verschiedenen Bällen bis ins Publikum warf, als auch Geno Lawrence, der sich vorgenommen hat, bester Passgeber der Liga zu werden, waren am vergangenen Wochenende ein Schatten ihrer selbst. Auch Kapitän Benas Veikalas und Dirk Mädrich stehen nicht nur neben sich, sondern sogar neben dem Parkett.

Coach Mathias Fischer ist gefragt. Er muss es schaffen, das Selbstvertrauen zurück zu bringen. Wenn ein Team vom Format der Baskets gegen NBA-Sieger-Besieger ALBA Berlin mit nur neun Punkten, vier Assists und zwei Rebound aus der Abteilung Lawrence, Mädrich und Veikalas nur relativ knapp verliert, dann kann es so schlecht nicht sein. Wenn die offensive Hauptlast aber an McConnell, Brooks und Klimavicius hängen bleibt, kann man von Platz fünf aus dem Vorjahr noch nicht einmal träumen.

Mit Strasbourg und den Artland Dragons kommen in den kommenden Tagen zwei Mannschaften nach Bonn, die als Aufbaugegner denkbar ungeeignet sind. Trotzdem muss dringend mit aller Macht am Ruder gedreht werden, sonst können die Baskets die Pokalteilnahme gleich in den Wind schießen. Aufbauarbeit ist gefragt. Dass die Mannschaft es kann, hat sie in der Vorbereitung gezeigt. Dass die nicht nur ein Strohfeuer war, muss sie schleunigst beweisen.

 

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