„Wir spielen einfach zu mädchenhaft.“

© Sebastian Derix

Dass der Saisonstart der Telekom Baskets ziemlich in die Hose gegangen ist, kann keiner bestreiten. Will aber wohl auch keiner. Trainer und Spieler wissen, dass da kaum glänzendes Gold zu sehen war bislang. Für Andrej Mangold ist vor allem die Art und Weise, mit der sich das Team bislang präsentiert, alles andere als erfreulich. Er macht´s plakativ: „Wenn du gegen ALBA verlierst und aggressiv gespielt hast, dann ist das die eine Sache. Aber wenn du nach Frankfurt fährst und dir den Arsch versohlen lässt, dann müssen die Alarmglocken läuten. Wir spielen in der Offensive unsere Systeme nicht aus und in der Defensive sind wir zu lasch. Da spielen wir einfach zu mädchenhaft.“

Der Trainer sieht es ganz ähnlich. In Einzel- und Gruppengesprächen hat er versucht, den Hebel umzulegen. Mehr Intensität habe sich die Mannschaft gewünscht, so Fischer. Dafür kann sie letztendlich nur selbst sorgen. Andrej Mangold: „Wenn wir im Augenblick einfach nicht den schönsten Basketball spielen können, dann müssen wir über Härte und Intensität die Spiele gewinnen.“ Natürlich habe man das auch innerhalb der Mannschaft besprochen. „Es kann passieren, dass einzelne Spieler, oder auch mal das ganze Team, den Korb nicht treffen. Aber genau dann geht es nur über Einsatz und Kampf. Ich hoffe, wir haben das alle verstanden und zeigen gegen Strasbourg eine entsprechende Reaktion.“

Mit dem französischen Vizemeister kommt sicher nicht der ideale Aufbaugegner zum Beginn des EuroCups nach Bonn. „Die könnten auch in der Bundesliga mit den ersten fünf mithalten.“, sagt Mangold. Andererseits sei es immer einfacher, sich gegen starke Gegner zu motivieren: „Es ist gut, dass es den europäischen Wettbewerb gibt. Dadurch müssen wir jetzt nicht sieben Tage trainieren, bis wir wieder spielen und es besser machen können. Strasbourg und auch die Artland Dragons am Sonntag sind echte Top-Teams. Aber gegen die ist es immer einfacher sich zu motivieren. Vielleicht ist das gerade gut für uns.“

Möglich. An motivierenden Teams sollte es in dem kommenden Tagen nicht mangeln. Strasbourg, Artland, Bamberg – danach geht es zum Aufsteiger nach Göttingen. Bis dahin muss ein Erfolgserlebnis her. Mannschaft, Trainer und vor allem Fans dürsten danach. Coach Fischer kündigte an, Veränderungen in der Startformation vorzunehmen. Möglich ist, dass Geno Lawrence für Mickey McConnell Platz machen muss. Ins Spiel kommen wird Tony Vroblicky. Auch Robin Lodders habe sich durch starke Trainingsleistungen einen Einsatz verdient, so Fischer.

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