Nix zu holen in Bamberg

© Sebastian Derix

Was war das? Ein Rückfall? Eine erwartbare Niederlage? Eine Klatsche? Es war wohl eine Mischung aus all dem. Ein Rückfall war es, weil die Baskets wieder die ersten Minuten verpennten. Es war eine Niederlage, die man erwarten konnte, schließlich ging es immerhin gegen Bamberg. Ein Team, dessen Mannschaftsetat ganz weit über dem der Bonner liegt. Bei einer Niederlage mit 25 Punkten kann man wohl auch von einer Klatsche sprechen. Eine Siegchance hatten die Baskets an diesem Abend jedenfalls nicht.

Aber woran lag es? Ich denke, diese Pleite hat viele Gründe. Offensiv fiel den Bonnern nicht viel ein. Immer wieder mahnte Coach Mathias Fischer an, die Systeme zu Ende zu laufen, verschiedene Angriffsformationen zu versuchen. Wenn ein Geno Lawrence in der ersten Halbzeit 17 Punkte macht (am Ende 19), dann zeugt das nicht gerade von variablem Spiel. Wenn er am Ende mit vier Assists Bonns bester Passgeber ist, auch nicht. Dass Ryan Brooks heute offensiv kein Faktor war, kann passieren – ist aber für das Bonner Spiel auch nicht gerade förderlich.

Die Defensive der Baskets glich heute zeitweise einem Schweizer Käse. Immer wieder fand Bamberg Löcher, in die es hineinstoßen konnte. Dass die Bonner es außerdem nicht schafften, die fränkischen Distanzschützen entscheidend zu stören (12/19 aus dem Dreierland – 63,2%) hat dem Ergebnis aus Baskets-Sicht sicher nicht gut getan. Da brachte es auch nicht viel, dass die Bonner Dreierquote ebenfalls bei knapp 60 Prozent (58,8) lag.

Die Niederlage ist natürlich kein Weltuntergang. Vor allem, weil mit Strasbourg und Bamberg zwei der besten Mannschaften der Gruppe gleich zu Anfang auf dem Programm standen. Trotzdem wäre es schön gewesen, den Aufschwung aus den vergangenen beiden Spielen mitzunehmen. Selbstvertrauen hat die Partie in Bamberg vermutlich nur wenig gebracht  – wenn man mal von der Sicherheit aus der Distanz absieht.

Am Samstag geht es nach Göttingen. Beim Aufsteiger muss ein Sieg her. Der Baskets-Zug muss wieder Fahrt aufnehmen. Dann kommt am Mittwoch Saragossa nach Bonn. Hier einen Kaltstart hinlegen zu müssen, wäre nicht vorteilhaft. Wie schwer es ist, gegen die Spanier zu gewinnen, wissen die Baskets noch aus dem vergangenen Jahr.

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