Mangold ohne Freunde in Trier

© Sebastian Derix

Neue Freunde hat Andrej Mangold in Trier nicht gewonnen. Die Schmährufe gingen von „Schauspieler“ über „Heulsuse“ bis hin zu „(fügen Sie hier unflätigen Kommentar ein)“. Und Mangold hatte sich das verdient – allerdings im positiven Sinne. Ein ums andere Mal entnervte er durch seinen unermüdlichen Einsatz und seine Bissigkeit seinen jeweiligen Gegner (und das Publikum). Zudem streute er immer wieder auch einen Distanzwurf ein, eine Taktik, die in den vergangenen Wochen immer häufiger und erfolgreicher praktiziert wird. Der Kettenhund machte auch in Trier wieder eine bärenstarke Partie.

Ansonsten war vieles wie immer, wenn die Bonner an die Mosel kommen. Vorzeichen und Voraussetzungen sprechen seit Jahren in der Regel für die Baskets, aber dann kommt alles anders. Seit der Saison 2009/10 konnten die Rheinländer in Trier nicht mehr gewinnen. Und auch am Samstagabend sah es lange so aus, als würde diese Serie halten. Trier spielte mit deutlich mehr Engagement als zuletzt und traf phasenweise fast nach Belieben. Die Baskets dagegen taten sich schwer. Vor allem Ryan Brooks steckt offenbar in einem Formtief. Und auch Benas Veikalas, der nach seiner kurzen Verletzungspause wieder auf dem Parkett stand, hatte nicht seinen besten Tag erwischt. Zum Glück sprangen Mangold und der wiedererstarkte Angelo Caloiaro ein. Auch die beiden Center, Dirk Mädrich und Tadas Klimavicius, machten ihren Job unter den Körben ordentlich.

Dass es am Ende eben nicht lief wie in den vergangenen Jahren, zeigt die Reife und das Selbstvertrauen des Teams. Beide Pointguards lenkten das Spiel und übernahmen Verantwortung. Mickey McConnell lieferte starke 17 Punkte ab und gab vier Vorlagen. Kollege Geno Lawrence machte sieben Zähler und gab sieben Assists. Am Ende reichte es für das Team von Coach Mathias Fischer, obwohl der nicht wirklich sicher war, warum: „Wir haben eine sehr spannende Partie gesehen. Trotz der beiden Ausfälle hat Trier uns in allen Belangen gefordert, mit unglaublichen Quoten sehr gut gespielt. Sie hatten immer eine Antwort. Aber wir haben die Partie irgendwie gedreht, haben solide verteidigt und die Big Points gemacht.“

Am Dienstag steht der bei vielen Fans ungeliebte Pokalwettbewerb an. Die Baskets empfangen Karnevalsgegner Göttingen im Telekom Dome. Mit einem Sieg würde sich die Mannschaft für das TOP FOUR Turnier in Oldenburg qualifizieren. Hier warten neben den Gastgebern schon ALBA Berlin und die Brose Baskets Bamberg. Hochball am Dienstag ist um 20 Uhr.

 

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