Veikalas stellt die Weichen auf Oldenburg

© Sebastian Derix

Schaut man im deutschen Basketball auf den Pokalwettbewerb, so geht die Wertschätzung bei Spielern und Fans eindeutig in verschiedene Richtungen. Die Anhänger kritisieren den Modus, in dem der Pokal ausgespielt wird. Für Spieler und Vereine zählt der Titel auf dem Briefbogen. So war es kein größeres Wunder, dass sich am Dienstagabend nur magere 3.800 Zuschauer im Telekom Dome einfanden. Die, die da waren, gingen im Anschluss zumindest wieder zufrieden nach Hause.

Die Baskets dominierten die Partie gegen Dauergegner Göttingen von Beginn an. Im Vergleich zum Karnevalsspiel hatten sie sich auf die Zonendeckung des Teams von Johan Roijakkers schnell eingestellt. Offensiv lief es an diesem Abend ebenfalls. Vor allem Kapitän Benas Veikalas traf fast nach Belieben. Er servierte mit 26 Punkten einen Karrierebestwert. Aber auch Ryan Brooks zog sich am nicht vorhandenen Zopf aus dem Formsumpf. 17 Punkte standen am Ende hinter seinem Namen auf dem Scoutingbogen.

Ohne viel Zählbares (von Fouls mal abgesehen) blieb an diesem Abend Andrej Mangold. Und doch war sein Anteil am Sieg mehr als sichtbar. Im entscheidenden Moment biss er sich wieder einmal am Gegenspieler fest und klaute den Ball. Als Göttingen im Schlussviertel fast noch einmal versucht hätte aufzuholen, war Mangold da und verhinderte das.

Göttingens Coach Roijakkers gestand nach dem Spiel ein, dass sein Team arge Probleme gegen die Baskets hatte – in allen Spielen: „Bonn ist einfach die bessere Mannschaft gewesen. Wenn man viermal gegen Bonn verliert, muss man auch Mann genug sein, sich einzugestehen, dass Bonn das bessere Team ist. Sie spielen konstant, haben eine gute Bank und sind gut gecoacht.“

In Oldenburg warten jetzt also zwei der gaaaanz großen B´s der Liga und der Dauer-Playoffrivale EWE Baskets. Gegen wen es geht, entscheidet sich am Mittwochabend. Und auch wenn der Pokal bei den Fans nicht sehr beliebt ist, werden sich am 11. und 12. April wieder Busse voll mit magentafarbenen Gestalten in Richtung Norden bewegen. Den ersten Titel der Vereinsgeschichte in Oldenburg zu holen, hätte wohl auch für die Bonner Anhänger seinen ganz besonderen Reiz.

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