Kein Festival am Ring?

© Sebastian Derix

Der Nürburgring scheint im totalen Chaos zu versinken. Wurde erst kürzlich bestätigt, dass in diesem Jahr kein Formel 1-Rennen in der Eifel stattfinden wird, so wird offenbar immer klarer, dass auch das große Frühjahrsfestival demnächst an anderer Stelle stattfinden wird. Nach dem Verlust bzw. der Kündigung von Rock am Ring steht offenbar auch der Nachfolger Grüne Hölle Rock vor dem Aus, noch bevor er seine Premiere erlebt hat. In der vergangenen Woche hatte Ringbetreiber Capricorn bestätigt, dass der Vorverkauf für das Festival deutlich schleppender verlaufe, als ursprünglich gedacht und gehofft.

Außerdem sollen schon Verhandlungen über eine Auflösung des Fünf-Jahres-Vertrages zwischen Capricorn und Konzertveranstalter DEAG stattgefunden haben. Der Streit der beiden dreht sich offenbar um die Finanzierung der Vorauszahlungen des Festivals. Die DEAG besteht demnach auf eine Teilung der Zahlungen, bei Capricorn geht man davon aus, dass der Veranstalter die Vorauszahlungen an die Bands leisten muss. Nach Medieninformationen steht das Festival sogar komplett auf der Kippe.

Am Montag berichtete dann die Koblenzer Rhein-Zeitung, dass das Festival möglicherweise in den Ruhrpott ziehen könnte. Eine Verlegung in die Arena Auf Schalke sei demnach im Gespräch, Verhandlungen hätten schon stattgefunden. Weder DEAG, noch Ringebetreiber und Arena-Management wollten das bislang bestätigen. Dementiert hat es allerdings auch niemand. Der FC Schalke hat seine Saison zum betreffenden Wochenende jedenfalls schon beendet. Erfahrungen mit Konzerten hat man in der Arena ebenfalls. Mehrtägige Zeltevents wären allerdings neu für die Veranstalter im Ruhrgbiet.

Der Umzug würde vermutlich das Ende der Festivals am Nürburgring bedeuten. Rock Am Ring Veranstalter Marek Lieberberg ist nach dem Zerwürfnis mit Capricorn inzwischen mit seinem Konzert an den Flugplatz in Mendig gebunden. Sollte die DEAG mit ihren Künstlern ins Ruhrgebiet ziehen, wäre auch dieser Veranstalter für den Ring verbrannt. Die 30-jährige Geschichte der Musikfestivals am Nürburgring hätte damit ein unwürdiges Aus gefunden – Capricorn, so hört man es immer wieder, sei Dank.

 

 

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