Unnötig, aber nicht ganz ungelegen?

© Sebastian Derix

Die Telekom Baskets haben ihr letztes reguläres Saisonspiel gegen Ulm verloren. Soweit, so schlecht. Aber war das die Leistung, die wir in den Playoffs von den Bonnern erwarten können? Mit Sicherheit nicht. Zum einen fehlte mit Tadas Klimavicius einer der besten Spieler der Baskets. Der Litauer musste aus familiären Gründen in die Heimat reisen. Er wird noch an diesem Wochenende wieder nach Bonn zurückkehren. Zum anderen bekamen seine Ersatzleute Robin Lodders und vor allem Tony Vroblicky  außergewöhnlich viel Spielzeit. Der litauische Amerikaner Vroblicky sammelte fast 17 Minuten.

Bonns Starting-Center dagegen spielte trotz starker Form fast zwei Minuten weniger. Dirk Mädrich schoss sich in gut 15 Minuten zum Topscorer seines Teams. Flo Koch erfreute sich einer gut zweistelligen Minutenzahl. Angelo Calioaro stand mit 24:35 Minuten die längste Zeit auf dem Parkett. Als es im ersten Viertel richtig gut lief, schickte Coach Mathias Fischer seine zweite Fünf aufs Parkett. Die Jungs machten ihre Arbeit gut, der Trainer war zufrieden. Der unbedingte Wille aber, dieses Spiel nach Hause zu bringen, schien in der Kabine geblieben zu sein.

Ein Spiel mit Absicht zu verlieren ist nicht die Art eines Sportlers. Auch nicht eines Trainers. Aber man könnte den Verdacht bekommen, dass eine Niederlage gegen Ulm zumindest billigend in Kauf genommen wurde. So hätte man zumindest die Entscheidung, wen man als Viertelfinalgegner bekommt, selbst in der Hand gehabt. Sollte es so gewesen sein, wird man es nicht mehr ändern können. Ob es eine gute Idee gewesen sein wäre, erkennt man erst mit dem Halbfinaleinzug.

Klar ist, dass die Baskets mit der Rückkehr von Klimavicius deutlich mehr Möglichkeiten haben werden. Das hat allerdings auch Ulms Trainer Torsten Leibenath erkannt. Er nannte den Litauer nicht umsonst den „am meisten unterschätzten Center der Liga“. Dass Ulm den Baskets liegen könnte, mag man daran erkennen, dass sie selbst ohne Klimavicius lange mithalten konnten.

Die Fans hätten sich jedenfalls einen anderen Gegner gewünscht. Zumindest einen, mit einer anderen Preispolitik. Auswärtsfans für die ermäßigte Karte weit mehr als 20 Euro abzunehmen, zeugt nicht unbedingt von Gastfreundschaft. Der Supporters Club sponsert aus diesem Grund jede Studenten- oder Schülerkarte mit zehn Euro. Eine mehr als lobenswerte Aktion. Sinn der Sache kann das allerdings nicht sein. Sowohl Spieler, als auch Fans werden hoffen, dass eine Fahrt nach Ulm ausreichend ist und die Reise danach ins Halbfinale geht.

 

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