Ein halb-offenes Spiel gegen den MBC

© Sebastian Derix

Nach der Auftaktniederlage in Crailsheim hingen bei einigen Anhängern der Telekom Baskets schon wieder die Haussegen schief. Ein paar davon konnten mit dem Sieg im ersten Heimspiel der Saison gegen den Mitteldeutschen BC wieder gerade gerückt werden. Gegen einen phasenweise doch recht schwachen Gegner wurde aber auch klar, dass sowohl die Haussegen als auch das Defensivgerüst auf dem Bonner Hardtberg noch einiger Stellschrauben bedarf.

Offensiv gingen die Baskets schon sehr beherzt ans Werk. Im ersten Viertel ließen sie bei den Gästen erst gar keinen Zweifel daran aufkommen, wer im Telekom Dome der Hausherr ist. Auch Viertel zwei zeigte zunächst ein Bonner Team im sportlichen Vorwärtsgang. Vor allem Isaiah Philmore wusste zu gefallen. Der Deutsch-Amerikaner brachte es bis Spielende auf 14 Punkte und sechs Rebounds. Mitte des zweiten Viertels bröckelte der Vorsprung dann auf einmal. Bonn traf falsche Entscheidungen und der MBC auf einmal den Korb. Es schien, als wäre der schöne 23-Punkte-Vorsprung (42:19) ernsthaft in Gefahr. Glücklicherweise fing sich das Team aber noch vor der Halbzeit wieder, sodass es mit immerhin sechs Punkten Vorsprung an den Pausentee gehen konnte.

In Hälfte zwei kontrollierten die Baskets das Spiel dann. „Meine Mannschaft hat gut gekämpft, wodurch die Partie an einem gewissen Punkt zumindest halb-offen war“, meinte Gäste-Coach Silvano Poropat, „Uns haben aber die kleinen Dinge weh getan, die passieren, wenn einige Spieler noch nie auf diesem Level und in solch einer Atmosphäre gespielt haben.“ Sein Kollege Mathias Fischer schlug in die gleiche Kerbe: „Mit einigen Abstrichen war es eine insgesamt gute Partie von uns. Jeder Spieler hat Verantwortung übernehmen wollen und dies auch auf dem Feld gezeigt. Der Einsatz beim Rebound war wichtig und hat dazu geführt, dass wir den Vorsprung nie aus der Hand gegeben haben.“ Hier hatten sich neben Philmore vor allem auch Aaron White (6 Offensivrebounds) und Andrej Mangold (5 Rebounds) hervor getan. Insgesamt dominierten die Bonner die Bretter (43:28 Rbds).

In der Defensive gibt es dagegen noch einiges zu tun. Die Baskets gestatteten zu häufig offene Würfe und einfache Punkte. Vor allem mit der Verteidigung der Distanzwürfe war Coach Fischer noch unzufrieden: „Wir haben dem MBC zu viele offene Dreier gestattet – das muss zukünftig besser werden.“ Aufgrund der holprigen Vorbereitung muss man dem Team noch Zeit geben. Dass es das Potential hat, offensiv für Furore zu sorgen, zeichnete sich allerdings schon ab. Die Defensive muss jetzt erarbeitet werden. Sonst bekommen die Baskets schon in München arge Probleme, weiß auch Andrej Mangold: „Wir konnten in bislang zwei gespielten Partien jedes Mal das Rebound-Duell gewinnen, diese physische Gangart müssen wir am Sonntag in München unbedingt wieder aufs Feld bringen.“

 

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