So spielt man Basketball

© Sebastian Derix

Spitzenspiel im Telekom Dome. Und selten war die Stimmung in der Halle schon vor dem Spiel so gut. Ein Duell unter Freunden warf schon seit Tagen seine Schatten voraus – am Ende gab es eine ganze Menge Licht, vor allem auf Bonner Seite. Drei Tage nach der Vertragsverlängerung von Jimmy McKinney konnte auch derjenige erstmals ins Geschehen eingreifen, für den der Amerikaner vor ein paar Wochen nachverpflichtet worden war: Michal Chylinski stand am Sonntag zum ersten Mal in der BekoBBL auf dem Parkett.

Für ihn weichen musste Xavier Silas. Der Amerikaner sucht seit Wochen seine Rolle im Team. Außer im Spiel bei Bayern München konnte er seine Qualität noch nicht wirklich unter Beweis stellen. Zu häufig schien er in den vergangenen Spielen übermotiviert – ein Problem, das wohl auch aus seiner oft sehr kurzen Spielzeit resultieren dürfte (Flo Koch lässt grüßen). Folgerichtig traf die Entscheidung, wen Trainer Mathias Fischer pausieren lassen würde, an diesem Sonntag den 28-Jährigen. Das solle aber kein Dauerzustand sein, gab Fischer zu Protokoll. Man werde von Spiel zu Spiel entscheiden.

McKinney bedankte sich als Topscorer für seine weitere Anstellung. 16 Punkte erzielte er. Viermal traf er aus dem Dreipunktland. Da fühlt sich auch Dirk Mädrich inzwischen wieder besonders wohl. Mit unglaublichem Selbstbewusstsein traf der Center an diesem Abend auch vom Parkplatz des Domes. Gedankt wurde es ihm mit einer Einladung zur Humba auf die Südtribüne der Halle nach dem Spiel.

„Die Baskets haben uns heute gezeigt, wie man Basketball spielt“, meinte Würzburg-Coach Doug Spradley nach dem Spiel. Viel besser hätte man es nicht formulieren können. Die Bonner dominierten die Partie dermaßen, dass es schon fast unheimlich war. Nach einem Blitzstart ließen sie keine Zweifel aufkommen, dass die Punkte an diesem Wochenende auf dem Hardtberg bleiben würden. Die Würzburger mühten sich redlich, allein ein Mittel fanden sie nicht.

Gesucht hatte auch Coach Fischer, vor allem nach einem Haar in der Suppe. „Das einzige, was ich zu bemängeln habe, ist das verlorene Rebound-Duell“, war alles was ihm ein wenig den Abend vermiest hatte. „Zum Glück konnten wir die Spielzeit wieder gute verteilen, denn am Mittwoch erwartet uns ein schweres Spiel im Eurocup.“ Um 19.30 Uhr empfangen die Bonner den italienischen Vertreter aus Trient im Dome. Beide Teams können bislang zwei Siege und eine Niederlage vorweisen.

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s