Ein bisschen wie Jesus

BasketsTuebingen-1D__2148-web

Als sich der Chefcoach der Telekom Baskets niederließ, um den anwesenden Journalisten Rede und Antwort zu stehen sitzen, standen die Osterfeiertage noch bevor. Dennoch schien Silvano Poropat feierlich zumute zu sein. „Als Trainer ist man immer ein bisschen wie Jesus“, sagte er und sah gut gelaunt in die Runde. Es galt, Pläne zu erörtern, wie das Team die Niederlage in Frankfurt vergessen machen wolle. Mit Bayern München steht dem Vorhaben nicht gerade ein Leichtgewicht entgegen.

„Wir müssen versuchen, den Gegner schlechter zu machen“, gab der Trainer dann die Marschrichtung vor. Das gehe vor allem durch intensive Verteidigungsarbeit und die Unterstützung des Publikums. „Natürlich wäre es mir lieber gewesen, die Bayern wären im Eurocup eine Runde weiter gekommen, dann würden sie sich schon jetzt, zumindest gedanklich, auf das Halbfinale vorbereiten“, so Coach Poropat. Ein Wunschkonzert gibt es am Ostermontag aber leider nicht.

Und so gilt es, die Verteidigungsleistung von Frankfurt zumindest mit zu nehmen ins Spiel gegen die Bayern. Dass die Bonner Offensive erneut einen so schwarzen Tag erwischt, sollte im Normalfall nicht passieren. Um das zu vermeiden ist das Spiel gegen Frankfurt auch seit Donnerstag kein Thema mehr im Training. „Wenn Sie jemandem sagen, er solle nicht an einen rosa Elefanten denken, macht er genau das. Er denkt an einen rosa Elefanten“, psychologisierte der Trainer.

Statt Elefanten geht es also Ostermontag um Eier. Die sollen ins Netz der Bayern. Im Hinspiel erledigte diese Aufgabe zu einem Großteil der inzwischen verabschiedete Xavier Silas. Möglicherweise kann Rotnei Clarke seine Rolle übernehmen. Nach einer Pause wegen einer kleinen Operation am Fuß, steht der Amerikaner vor einem Comeback. Zumindest konnte er in Richtung Wochenende das Training wieder aufnehmen.

Ein Wunder zu erwarten, davon ist „Jesus“ Poropat meilenweit entfernt. Allerdings sei die Chance auf einen Sieg groß, „wenn wir einen großen Kampf liefern.“ Dass die Bayern schlagbar sind, haben die Baskets im Hinspiel gezeigt. Auch wenn das Team in einer komplett anderen Situation war, das Wissen um den Erfolg ist da. Vielleicht bekommt Jesus diesen Elefanten noch tief genug in die Bonner Köpfe hinein.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s