Zurück zum Ring?

© Sebastian Derix

Spekuliert wird schon lange, eigentlich schon, seitdem die Vertragsverhandlungen zwischen Veranstalter Marek Lieberberg und den Eigentümern des Nürburgrings gescheitert waren. Jetzt scheint eine Rückkehr des Rock am Ring-Festivals an die Rennstrecke in der Eifel konkreter denn je zu werden. Laut Koblenzer Rhein-Zeitung will der neue Eigentümer alles dafür tun, dass Rock am Ring im kommenden Jahr zurück in die Heimat kommt. „Wir wollen Rock am Ring unbedingt zurück haben“, sagte demnach Nürburgring-Geschäftsführer Mirco Markfort.

Und das so schnell wie möglich. Nach Medienberichten müsse die Entscheidung über eine Rückkehr noch in diesem Monat fallen – wegen der langfristigen Planungen der Rennstrecke. Nach zwei völlig missratenen Ausgaben des Festival ins Mendig mit Blitzeinschlägen und zusammen mehr als 100 Verletzten dürfte die Liebe zum „Field of Rock“, wie es Lieberberg einst bei der Verkündung des Wechsels nannte, ziemlich erloschen sein. Zudem hatten die Behören in Mendig den Veranstalter in diesem Jahr angewiesen, das Festival zu beenden – Lieberberg hält das bis heute für eine falsche Entscheidung.

„Ganz sicher weiß Herr Lieberberg, was er am Nürburgring hat, was er hier in 29 Jahren zusammen mit dem Nürburgring geschaffen hat“, sagte Nürburgring-Sprecher Uwe Baldes. Allerdings wisse man auch, dass Lieberberg in Mendig einen Vertrag bis 2019 habe. Sollten sich da die Dinge ändern, stehe man aber bereit. „Wir haben die Voraussetzungen, die man zur Durchführung eines Musikfestivals benötigt. Wenn es eine Möglichkeit gibt, Rock am Ring zurück zu holen, wäre das perfekt.“

Und Baldes bestätigt auch Gespräche zwischen dem Veranstalter und den Verantwortlichen am Ring: „Aktuell werden die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit ausgelotet. Schauen wir mal, was die nächsten Wochen bringen“, ergänzt er vielsagend. Eine Deadline Ende Juli wollte Baldes aber nicht bestätigen. Und dennoch: „Wenn wir Rock am Ring einplanen sollen, können oder besser dürfen, dann müssen wir das relativ frühzeitig tun. Der Terminplan für das kommende Jahr ist schon in Arbeit, das ist ein großes Puzzle. Von daher gibt es da sicher schon zeitliche Vorgaben.“

Eine zeitnahe Entscheidung ist also wahrscheinlich. Dass Lieberberg noch einmal in Mendig veranstaltet, scheint so gut wie ausgeschlossen – Vertrag hin oder her. Dass er sich einen anderen Ort als den Nürburgring aussucht, sollte er wechseln, dürfte ebenfalls mehr als unwahrscheinlich sein. Die Verantwortlichen am Ring, von denen er sich im Streit getrennt hatte, sind längst nicht mehr da. „Der Verkauf des Nürburgrings ist abgeschlossen, d.h. wir haben hier eine stabile und sichere Zukunft“, wirbt Uwe Baldes noch einmal.

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