Ryan Thompson verteilt Geschenke

© Sebastian Derix

Unter den Augen gleich mehrerer ehemaliger Bonner Cheftrainer haben die Telekom Baskets gegen den FC Bayern Basketball einen berauschenden Sieg eingefahren. Neben Mike Koch und Carsten Pohl bestaunte auch Silvano Poropat das Spiel live im Telekom Dome. Ob es die Anwesenheit des Ex-Trainers war, die seine ehemaligen Schützlinge zu einer bärenstarken Leistung trieb, darf bezweifelt werden. Viel wahrscheinlicher war dafür die Ansprache des aktuellen Übungsleiters, Predrag Krunic, nach der Pleite in Oldenburg verantwortlich. „Der Coach hat uns nach der Niederlage ordentlich zusammengestaucht und uns Feuer unter dem Hintern gemacht. Wir wussten, dass wir heute etwas gut zu machen haben“, gab dann auch Ryan Thompson nach dem Spiel zu Protokoll.

Damit sind wir auch schon beim eigentlichen Protagonisten des Abends: Thompson schien am Nikolaustag besonders motiviert zu sein. Und so verteilte er munter Geschenke, 32 an der Zahl. Die Bayern sahen in der Regel nur die Rücklichter des Amerikaners. Mit beeindruckender Selbstverständlichkeit lieferte er immer wieder das ab, was sein Team gerade am nötigsten brauchte. Noch dazu hatte er seinen kongenialen Partner mitgebracht: Joshua Andrew Mayo. Der kleine Bonner Aufbauspieler machte einmal mehr, was er eben macht. Bälle in Körbe werfen. Viele. Seinen ersten verworfenen Freiwurf der Saison lieferte er frühzeitig ab, sodass er, als es ernst wurde, mit gewohnter Sicherheit agieren konnte.

Dass die beiden aber nicht alleine in Spiellaune waren, wurde den Bayern schließlich endgültig zum Verhängnis. Hatte man wochenlang zwar eine stärkere Defensive beschworen, auf dem Parkett aber höchstens Spuren davon bemerkt, so machten die Baskets den Gästen an diesem Abend ein ums andere Mal das Leben schwer. Das begann schon mit dem berühmten Bonner Verkehrschaos, welches die Anreise der Bayern arg verzögerte. Ken Horton zum Beispiel ließ seinen Namensvetter aus der Spielzeit 2008/09 fast vor Neid erblassen. Gleich viermal schickte er Würfe der Münchener zurück zum Absender. Insgesamt standen am Ende elf Blocks auf dem Scoutingbogen. Man möge die Statistiker befragen, ob dies in Bonn jemals vorher geschah.

Es war alles in allem eine Mannschaftsleistung, die des Feiertags würdig war. Und sie zeigte einmal mehr, dass es für die Bayern im Telekom Dome schwierig ist, Zählbares mit nach Hause zu nehmen. Gleichzeitig positionierten die Baskets sich im Kampf um die Pokal-Quali-Plätze wieder auf Rang fünf in der Tabelle. Vorerst weiter zusehen muss wohl Konstantin Klein. An eine Rückkehr aufs Parkett ist zur Zeit nicht zu denken. Zu seinem doppelten Bänderriss gesellte sich in der vergangenen Woche noch eine Knochenprellung. Eine Untersuchung im Laufe der Woche soll klären, wann er wieder ins Geschehen eingreifen kann.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s