Die Tür ist weit offen

© Sebastian Derix

Die Telekom Baskets haben im Kampf um den ersten Einzug in ein Europapokal-Finale einen wichtigen Schritt gemacht. Am Abend gewannen sie im Norden von Paris bei Nanterre 92 denkbar knapp mit 77:76. Es war ein Kraftakt, zumal die Bonner auch auf ihren Starspieler Ryan Thompson verzichten mussten. Der Amerikaner laboriert noch an den Folgen einer schmerzhaften Beckenprellung, die er sich im vergangenen Ligaspiel gegen Ludwigsburg zugezogen hatte.

Dass die Baskets dennoch immer am Sieg schnupperten und ihn am Ende auch einfahren konnten, lag einmal mehr an einer geschickten Verteilung der wichtigsten Aufgaben im Team. Verteidigt wurde gemeinsam. Yorman Polas Bartolo vorneweg, das Team im Schlepptau. Offensiv bildete einmal mehr Julian Gamble den Anker unter den Körben. 26 Punkte sammelte er bis Spielende auf seinem Konto, holte dazu sechs Rebounds. An seiner Seite stand wiedermal Spielmacher Josh Mayo. Der kleine Amerikaner kämpfte, bis er seine Startschwierigkeiten überwunden hatte. Schlussendlich hatte er für 19 Zähler gesorgt und fünf direkte Korbvorlagen verteilt.

Ein Sonderlob verdiente sich an diesem Abend aber TJ DiLeo. Für Ryan Thompson in die Startformation gerückt, schien er Deutsch-Amerikaner wie aufgedreht. Ein ums andere Mal attackierte er den gegnerischen Korb, tankte sich durch, bis der Ball im Netz zappelte und dann auf den Hallenboden klatschte. Zehn Punkte sprangen am Ende dabei raus. Dazu gab DiLeo die zweit-meisten Assists (4) seiner Mannschaft. Folgerichtig stand er gut 32 Minuten auf dem Parkett.

Den Sieg in der Tasche und den Blick schon aufs Rückspiel am kommenden Mittwoch gerichtet, zeigte sich Bonns Headcoach Predrag Krunic zufrieden, aber nicht satt: „Wir wussten, dass uns heute ein schwerer Test bevorstehen würde. Nanterre ist eine starke Mannschaft, die in der Vergangenheit bereits bewiesen hat, wie viel Qualität in ihr steckt – auf nationaler und internationaler Ebene. Kommende Woche wartet auf uns abermals eine besonders herausfordernde Aufgabe, bei der wir alles auf dem Feld lassen müssen, um uns für den heutigen Auftritt final zu belohnen.“

Ähnlich sah es Mannschaftskapitän Mayo: „Es war ein tolles Spiel, und wir sind stolz darauf hier mit einem Punkt gewonnen zu haben. Gleichzeitig ist uns sehr bewusst, dass dieses Halbfinale erst nach 80 Minuten vorbei. Nanterre ist ungemein physisch und bewegt sich sowohl mit als auch ohne den Ball sehr gut – das müssen wir im Telekom Dome möglichst gut kontrollieren, wenn wir eine Chance aufs Finale haben wollen.“

Bevor jedoch die europäischen Feiertage weiter gehen, steht am Wochenende Ligaalltag auf dem Plan. Die Baskets müssen am Sonntag in Frankfurt antreten. Hochball in der Fraport Arena ist um 15.30 Uhr. Die Baskets begleiten mindestens zwei Busse vollgestopft mit Fans. Sie werden alles dafür tun, dass die Mannschaft ihre Ausgangsposition im Playoff-Rennen festigt oder vielleicht sogar noch verbessert.

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