Baskets stolpern auch gegen Göttingen

© Sebastian Derix

Hätte man sich vor dem Spiel der Telekom Baskets am Sonntagnachmittag einen Spieltag malen dürfen, er hätte vermutlich ziemlich so ausgesehen, wie er es tatsächlich tat. Alle, aber auch wirklich alle direkten Konkurrenten um die Playoff-Plätze, unter anderem auch um den begehrten Platz fünf, waren gestrauchelt und hatten ihre Spiele verloren. Es war eine Art Elfmeter ohne Torwart, den die Baskets nur noch verwandeln mussten. Das ging schief. Hätte der Telekom Dome kein Dach, der Ball wäre vermutlich irgendwo in der Innenstadt runter gekommen, so dermaßen hatten sie das Tor verfehlt.

Es lief von Anfang an nicht viel zusammen bei den Bonnern. Sie wirkten gehemmt. Es schien, als kämen sie mit dem Druck, Platz fünf unbedingt erreichen zu wollen, nicht klar. Es mangelte an Konzentration und Genauigkeit in vielen Aktionen. Der Einsatz war bei den meisten Spielern da, er lief nur viel zu häufig ins Leere. Das Teamspiel, dass die Mannschaft vor allem in engen Phasen in dieser Saison ausgezeichnet hatte, scheint irgendwann in der Schlussphase des verlorenen Europe Cup-Halbfinales abhanden gekommen zu sein. Zu viele Einzelaktionen prägten die Crunchtime. Die meisten waren nicht erfolgreich. Bonn stolperte einmal mehr.

Dass die Baskets mal wieder an der ein oder anderen Linie schwächelten, kam zum ohnehin anwesenden Übel dazu. Aus dem Dreipunktland fiel gerade einmal ein Viertel der Würfe auch in den Korb. Und auch die 69 Prozent Freiwurfquote trugen nicht gerade zur Sicherheit der Schützen bei. Und so wurde die Entscheidung über den Einzug ins Viertelfinale vertagt. Die schon vorher angepriesenen Playoff-Shirts mussten in den Kartons bleiben. Das große Zittern droht. In Gießen am Freitagabend und am kommenden Montag gegen Oldenburg stehen echte Endspiele an.

Es wird Zeit, dass das Team sich wieder findet. Sich und die Ruhe, die es schon mehrfach in wichtigen Spielen ausgezeichnet hat. Die fünf muss aus dem Kopf. Wichtig ist, den Einzug in die Playoffs zu sichern. Dass dabei, im Idealfall, ebenjener fünfte Platz herausspringt, wäre ein Zubrot. Er sollte allerdings vorerst aus den Köpfen der Spieler verbannt werden. Julian Gamble sagte nach dem Spiel, das Team sei bereit. Den Nachweis können er und seine Mitspieler am Freitag erbringen.

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