Baskets entführen den Heimvorteil

© Sebastian Derix

Ach übrigens, es steht 1:0 – so hieß es vor fast genau fünf Jahren, als die Telekom Baskets zuletzt in eine Playoff-Serie gegen Brose Bamberg ging. Am Ende stand es 3:1 für den damaligen und aktuell amtierenden Deutschen Meister. Dennoch schafften die Bonner seinerzeit eine Art Sensation. Nicht viel weniger gelang am vergangenen Samstag – ebenfalls gegen und in Bamberg – im ersten Spiel der diesjährigen Viertelfinalserie.

Mit 93:92 fügten die Baskets den Hausherren eine empfindliche Niederlage zu. Nach dem eher schwachen Ende der regulären Saison eine Energieleistung, die den Männern von Coach Predrag Krunic nur die absoluten Experten zugetraut hatten. Josh Mayo geriet dabei zum Dauerbrenner und -renner. Ohne Pause ackerte der kleine Bonner Aufbauspieler, sammelte in 40 Spielminuten 25 Punkte und gab zudem neun direkte Korbvorlagen. Stark agierten aber auch alle anderen Baskets, die Zeit auf dem Parkett verbringen durften.

Jetzt ist vor allem Regeneration angesagt. Die Starting Five musste im Schnitt rund 33 Minuten Vollgas geben. Schon am Mittwoch kommt der Meister in den Telekom Dome. Er wird Spiel 2 sicher nicht einfach abschenken wollen. Durch den Sieg haben die Baskets allerdings vorerst den Heimvorteil geklaut. Jetzt sind auch die Bonner Anhänger gefragt. Der Telekom Dome muss wie ein Mann hinter dem Team stehen, damit das Heim tatsächlich zum Vorteil wird. Wenn das klappt, heißt es vielleicht am Mittwoch: Ach übrigens, es steht 2:0.

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