Eine weitere Spielzeit in den Büchern

© Sebastian Derix

Das war sie also, die Saison der Telekom Baskets. Mit der Abschlussfeier im Foyer des Telekom Domes ist auch der letzte halbwegs offizielle Termin für Mannschaft, Staff und Anhängerschaft ohne größere Unfälle über die Bühne gebracht. In den nächsten Tagen werden sich die Spieler in alle Windrichtungen verteilen. Vorher wurden und werden noch Saisonabschluss- und eventuell erste Sondierungsgespräche für die kommende Spielzeit geführt. Mit wem, darüber kann trefflich spekuliert werden. Sicher ist, wie im Basketball häufig, dass nur wenige Spieler einen Vertrag für die nächste Saison haben. Im Fall der Baskets sind das Yorman Polas-Bartolo, Konstantin Klein und Johannes Richter.

Kein schlechter (deutscher) Grundstock, um ein Team herum zu basteln. Und doch scheint etwas zu fehlen. Oder jemand. Die Rede ist natürlich von Florian Koch. Urgestein, Eigengewächs, Inventar. Flo war eigentlich immer da. Ob das auch in der kommenden Saison noch so sein wird, darf zumindest bezweifelt werden. Zwar ist er Bonner mit ganzem Herzen, mit den Baskets seit der Jugend verbunden und seit Jahren eine feste Konstante in der ersten Mannschaft. Mit der Entwicklung seiner Spielzeit in der abgelaufenen Saison kann er aber sicher nicht zufrieden sein. Da stellt sich dann irgendwann tatsächlich die Frage nach dem Propheten im eigenen Land. Muss er vielleicht in die weite Welt hinaus, um endlich Spielzeit zu sehen?

Für die Bonner Anhänger wäre es ein Verlust, das machten sie am letzten Spieltag mehr als deutlich. Auch Flo wird sich schwer tun, die Heimat zu verlassen. Das war ihm ebenfalls anzusehen. Den Entschluss kann er derweil nur alleine treffen – allenfalls noch mit seinem engsten Umfeld. Es wird vermutlich nicht viel weniger als eine Grundsatzentscheidung: In Bonn bleiben und (endgültig) zur „Legende“ bei den Fans werden, oder doch den Schritt wagen und darauf hoffen, bei einem anderen Club mit mehr Spielzeit Stufe für Stufe die Karriereleiter hinauf zu klettern. Beide Entscheidungen könnte man nachvollziehen. Möge er die treffen, mit der er glücklich werden kann.

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