Bittere Pleite in München

© Sebastian Derix

Die Vorzeichen vor dem Spiel der Telekom Baskets bei Bayern München waren schon schlecht, die Partie selbst setzte dem allerdings noch einmal die Krone auf. Die Baskets mussten auf den Dauerverletzten Jordan Parks verzichten, aber auch der für den Amerikaner nach verpflichtete Tomislav Zubcic konnte seiner neuen Mannschaft nicht helfen: Sein alter Verein Trabzonspor hat die Freigabe verweigert. Und das, obwohl man dem Kroaten nahe gelegt hatte, sich einen neuen Verein zu suchen. Auch die Gehaltszahlungen waren offenbar eingestellt worden. Der Fall liegt jetzt bei der FIBA. Die Baskets hoffen, dass die Freigabe am kommenden Montag erteilt wird und Zubcic damit am Mittwoch beim Auswärtsspiel in der Champions League auflaufen kann. Nur eingeschränkt einsatzfähig war am Freitagabend zudem Nemanja Djurisic. Der Montenegriner spielte wegen einer angebrochenen Nase mit einer Maske. Außerdem laboriert er laut Verein an muskulären Problemen der Halswirbelsäule.

Bei den Bayern agierten die Baskets nur in der Anfangsphase auf Augenhöhe, als Josh Mayo mit zwei Dreiern für Aufsehen sorgte. Allerdings war damit die Herrlichkeit aus dem Dreierland schon fast wieder beendet. Insgesamt brachten es die Bonner bei 26 Versuchen aus der Distanz nur auf fünf Treffer. Noch im ersten Viertel legten die Hausherren einen Zahn zu und zogen der Offensive der Baskets damit den selbigen. Am Ende stand eine miserable Wurfquote von 30 Prozent aus dem Feld zu Buche. Noch dazu hatten die Bonner das Rebound-Duell verloren, dafür das der Turnover klar gewonnen. Ein kurzes Aufbäumen der Baskets in der zweiten Halbzeit kam zu spät. Zudem fingen sich die Gastgeber wieder und löschten damit die noch nicht einmal aufkeimende Flamme der Hoffnung auf Seiten der mitgereisten Bonner Anhänger.

Das einzig Gute an diesem Freitagabend ist, dass sich die Baskets nicht lange mit der Klatsche von München auseinandersetzen müssen oder können. Schon am Sonntagabend geht es in Bamberg weiter. Ein Spiel, das mit ähnlicher Intensität geführt werden muss, wie es das beim aktuellen Tabellenführer verlangt hätte. Coach Predrag Krunic ist jetzt als Psychologe gefragt. Er muss die Pleite aus den Köpfen seiner Spieler bekommen und das Selbstvertrauen zurück in dieselben. Um 18.30 Uhr am Sonntag ist Hochball in der Brose-Arena. Die Baskets haben gezeigt, dass sie dort gewinnen können – zuletzt in den Playoffs der vergangenen Saison. Um das erneut zu schaffen, müssen sich die Bonner erheblich steigern.

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