Das Ende der Saison

© Sebastian Derix

Das war sie dann also, die Saison 2017/18 der Telekom Baskets. Mit der Verabschiedung des Teams am Dienstagabend endete vorerst die gemeinsame Zeit von Mannschaft, Trainer- und Betreuerstab und den Bonner Anhängern. Die Stimmung im Foyer des Telekom Domes war der Situation angemessen: Ein großes Maß an Enttäuschung überwog. Stolz und Dankbarkeit kämpften sich nur schwer in die Herzen der Anwesenden. Es fühlt sich immer noch falsch an. Sportmanager Michael Wichterich hatte den Nagel schon direkt nach der Niederlage in Bamberg auf den Kopf getroffen.

Was die Stimmung hätte heben können, wäre die Verkündung einer Vertragsverlängerung, zum Beispiel von Yorman Polas Bartolo, gewesen. Die Kollegin Tanja Schneider hatte im Bonner General Anzeiger schon vor Tagen berichtet, dass die Entscheidung zur Verlängerung längst gefallen sei. Allein weder Manager, noch Spieler wollten sich zu einer Bestätigung hinreißen lassen. Ein heftiges Dementi gab es allerdings auch nicht. Möglicherweise ist die Tinte unter dem Vertrag noch nicht durchgetrocknet. Man wird es abwarten müssen.

Das gilt auch für den Verbleib weiterer Kandidaten in Bonn. Konsti Klein, Josh Mayo und TJ DiLeo sind gebunden oder zumindest mit der Option auf eine Rückkehr versehen. Am deutlichsten bekannte sich noch der Deutsch-Amerikaner DiLeo dazu, auch in der kommenden Spielzeit auf dem #HEARTBERG aufzulaufen. Aus voller Brust kam allerdings auch seine Aussage nicht. Das muss natürlich bei keinem der Kandidaten für einen Abgang sprechen. Allerdings wird eine endgültige Entscheidung vermutlich nicht noch in dieser Woche fallen.

Mit besonders viel Applaus wurden Tomislav Zubcic und Julian Gamble bedacht. Die Twin-Towers waren echte Stützen des Bonner Spiels. Allerdings wissen beide auch um ihren Marktwert – und die Endlichkeit einer Sportlerkarriere. Dass Manager Wichterich gerne beiden einen Vertrag vorlegen würde, davon ist auszugehen. Ob es möglich ist, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, wird man sehen. König Julian kündigte zumindest für den Fall eines Verbleibs eine möglichst kreative Verkündung desselben an.

Und der Coach? Es gibt nur wenige Gründe, die dafür sprechen, dass der alte Cheftrainer nicht auch der neue ist. Predrag Krunic lebt den #HEARTBERG, er lebt Bonn, er lebt die Baskets. Das machte er auch am Dienstagabend noch einmal deutlich. Als Feuerwehrmann nach dem Ausfall von Silvano Poropat eingesprungen, führte er die Mannschaft zweimal hintereinander sicher in die Playoffs. Gerade in der abgelaufenen Saison formte er (zusammen mit dem Sportmanager) eine Mannschaft, die eine Einheit war – auf und neben dem Parkett. Sein virtuelles Bewerbungsschreiben ist also abgegeben. Die Anzahl der Kandidaten, die ihn ersetzen könnten, ist überschaubar. Vermutlich ist die Verlängerung des Trainervertrages eine der ersten Entscheidungen, die von den Baskets verkündet wird.

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