Happy Birthday Telekom Dome

© Sebastian Derix

Vermutlich keiner der damals anwesenden 6.000 Zuschauer wird den Moment vergessen haben: Vor genau zehn Jahren liefen die Telekom Baskets erstmals zu einem Spiel in den nagelneuen Telekom Dome ein. Es war Finalzeit und der Gegner hieß ALBA Berlin. Die Mutter aller Spiele fand erstmals im neuen Zuhause der Männer vom Hardtberg statt – keine 700 Meter von der Schulturnhalle entfernt, in der sie die Saison begonnen hatten. Zu dem Zeitpunkt war die einzige Basketballhalle in Deutschland, die in der Hand eines Vereins ist, noch im Rohbau. Ihre Eröffnung war für irgendwann im September geplant. Und dann ging alles ganz schnell.

Die Baskets zogen mit einem Sieg in Frankfurt ins Finale ein. Sechs Tage später sollte die Finalserie ein erstes Mal in Bonn aufschlagen. Noch in den Playoffs war die Entscheidung gefallen: Sollten wir das Finale erreichen, eröffnen wir den Dome schon jetzt. Das bedurfte eines Kraftaktes sondergleichen. Mächtig viel Kraft, um winzige Staubkörnchen zu entfernen. Die Halle war übersät mit diesem feinsten Baustaub. Nur mit Hilfe von Mitarbeitern und Fans konnte der in seine Schranken jenseits der Halle verwiesen werden. Noch in der Nacht vor dem Spiel wurden Gerätschaften von der Hardtberghalle ins neue Zuhause transportiert.

Dann kam er, der große Moment: Die BBL hatte die Halle abgenommen, Feuerwehr und Stadt ihr OK gegeben. Die Halle war innerhalb einer halben Stunde ausverkauft gewesen. Und so strömten 6.000 Fans in den neuen Dome – teils mit Tränen in den Augen, weil der Traum einer neuen Halle endlich wahr geworden war. Was dann folgte, war eine Mannschaft, die die Euphorie mit auf das Parkett nahm. Zwei Stunden später hatten die Baskets die Serie gegen ALBA ausgeglichen. Der Telekom Dome hatte seine Tauglichkeit unter Beweis gestellt – sowohl technisch, als auch emotional.

Zehn Jahre später kommen langsam die ersten Wehwehchen. Baskets-Präsident Wolfgang Wiedlich glaubt dennoch, dass die Halle eigentlich unverwundbar ist: „Von außen gibt es keinerlei Verschmutzungen oder Graffitis. Ich glaube, durch die Hilfe unserer Fans beim Aufbau hat der Telekom Dome so eine Art Schutzschild bekommen.“ Zur neuen Spielzeit bekommt er dennoch ein paar kosmetische Korrekturen. In der kommenden Saison begrüßt zum Beispiel ein neues Parkett die auflaufenden Mannschaften.

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