Ein Jahresabschluss zum vergessen

© Sebastian Derix

Es war eine Woche, die die Telekom Baskets so sicher nicht vorhergesehen haben. Zwei Pleiten stehen an ihrem Ende – eine gegen einen Aufsteiger, eine gegen den Vorletzten der Tabelle, der bislang erst zwei Spiele gewonnen hatte. In beiden Spielen wirkten die Spieler komplett verunsichert. Fünf Niederlagen in der Liga in Folge sind das Ergebnis.

Gegen Vechta, die zugegeben ein starker Aufsteiger sind, brachten die Bonner in der ersten Halbzeit ungefähr nichts aufs Feld, von Lustlosigkeit vielleicht einmal abgesehen. Es war kein Einsatz da, der #BasketsSpirit hatte sich irgendwo in der Kabine versteckt – und in der Folge hatte es auch das Wurfglück nicht für nötig gehalten, auf dem Parkett zu erscheinen.

Zwar besserte sich der Einsatz in der zweiten Hälfte. Jetzt schien die Mannschaft aber schon so angeschlagen, dass sie sich immer wieder Fehler leistete, die Vechta umgehend bestrafte. Die Mannschaft aus dem Norden spielte die komplette Partie über mit immensem Einsatz – sie kam auch ausgeruht ins Spiel. Bonn schienen die entscheidenden Körner zu fehlen.

Besser werden sollte dann alles beim Tabellenvorletzten in Weißenfels. Dachte man zumindest. Allein, es wurde noch schlimmer. Das Wurfglück war gar nicht erst mit in den Bus gestiegen. Die Dreier, eine der stärksten Waffen der Bonner, waren ebenfalls noch vor Abfahrt wieder ausgestiegen. Und Martin Breunig alleine kann es unter den Körben auch nicht richten.

Es war ein Spiel zum wegsehen. Haarsträubende Ballverluste und hängende Köpfe ließen eigentlich zu keiner Zeit die Hoffnung aufkeimen, dass die Negativserie beim MBC gestoppt werden könnte. Hinzu kam, dass die Hausherren ausgerechnet aus der Distanz einen Sahnetag erwischt hatten.

Oft heißt es nach solchen Niederlagen, es sei gut, dass die Spieler nicht lange darüber nachdenken können, weil es schon bald weiter geht. Am 2. Januar müssen die Baskets in Gießen ran. Dass es in diesem Fall vielleicht nicht schaden könnte, zwei, drei Tage frei zu haben und sich dann in Ruhe auf das nächste Spiel vorbereiten zu können, scheint keine allzu steile These zu sein. Es muss sich etwas tun im Team. Die Mannschaft muss sich am sprichwörtlichen Riemen reißen.

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