Päch muss gehen

© Sebastian Derix

Am Ende kam die Nachricht, mit der einige schon früher gerechnet hatten, doch einigermaßen überraschend: Die Telekom Baskets haben Cheftrainer Thomas Päch freigestellt. Und das nach einer Woche, in der erstmals der Einzug ins Achtelfinale der ChapionsLeague geschafft wurde. Zum Verhängnis wurde Päch wohl die erneute Niederlage der Baskets gegen Crailsheim.

„Leider spielt unser Team auch mit Beginn der Rückrunde in der Bundesliga weiter unter seinen Möglichkeiten“, versucht sich Baskets-Präsident Wolfgang Wiedlich an einer Art Erklärung. Und weiter: „Eine noch längere Geduldsphase können wir uns nicht leisten; wir spielen um unsere Bundesliga-Existenz. Dass wir nach Liga-Maßstäben so spät reagieren, hat etwas mit den positiven Impulsen zu tun, die Thomas Päch im gesamten Umfeld, insbesondere im Nachwuchs-Trainerbereich, gesetzt hat. Auch damit, dass wir uns eine Ära Päch auf dem Hardtberg haben vorstellen können.“

„Wir waren lange überzeugt, unseren Neustart in eine gute Richtung bringen zu können“, kommentiert Sportmanager Michael Wichterich, „auch weil Thomas Päch inhaltlich und in seiner Ansprache an das Team in schwierigen Phasen Impulse setzen konnte. Aber über weite Strecken der vergangenen Partien war kein Fortschritt zu erkennen, teilweise wirkte die Mannschaft überfordert. Ich bin fest davon überzeugt, dass Thomas Päch einen erfolgreichen Weg als Trainer gehen wird, aber der sportliche Erfolg im Sinne eines frühzeitig gesicherten Klassenerhalts steht für uns jetzt an erster Stelle.“

Und der Trainer? Findet kein böses Wort für das vorzeitige Ende seines Arbeitsverhältnisses: „Zuerst möchte ich mich bei den Baskets für die Chance und das Vertrauen bedanken. Leider ist die Saison nicht so verlaufen, wie wir uns das alle vorgestellt haben. Trotz der schwierigen Situation habe ich immer vollste Unterstützung und Vertrauen vom Verein bekommen, was ich sehr zu schätzen weiß. Bedanken möchte ich mich auch bei meinem Staff, der einen sensationellen Job gemacht und mir zu jeder Zeit den Rücken freigehalten hat.“

Am Dienstag in der ChampionsLeague soll Co- und Ex-Cheftrainer Chris O´Shea das Team dirigieren. Danach muss er wieder zurück in die zweite Reihe. Schon die Vorbereitung auf das Spiel gegen Ulm am nächsten Sonntag soll ein neuer Cheftrainer verantworten, teilte der Verein mit.

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