Erste Rückschläge in der Vorbereitung

Symbolbild

Die Telekom Baskets haben den Hardtberg verlassen. Es ging nach Rogla in Slowenien – Trainingslager ist angesagt. Sieben Tage lang sollen fern der sportlichen Heimat die Grundlagen für die Saison gelegt werden. Konditionell vor allem. Dafür sind Trainingslager berüchtigt. Nicht nur die von Baskets-Coach Predrag Krunic. Aber auch am Mannschaftsgefüge und der Taktik wird in 1.500 Meter Höhe gearbeitet. Eine echte Luftveränderung.

Aktuell nicht mit der Mannschaft trainieren kann Neuzugang Ron Curry. Der Amerikaner hat sich einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zugezogen. Bei normalem Heilungsverlauf wird er drei bis vier Wochen fehlen. Dennoch ist Curry mit nach Rogla gereist. Er wird durch die heilenden Hände von Physio Bogdan Suciu betreut.

Als Ersatz für Curry ist Kameron Taylor vom Kooperationspartner Dragons Rhöndorf mit ins Trainingslager der Baskets gereist. Der 22-Jährige kann auf den Positionen eins bis drei spielen. Dadurch entstehe laut Verein keine Lücke im Mannschaftstraining.

Schlechte Nachrichten gibt es aus der zweiten Mannschaft der Baskets: Shamar Johnson, der als ausländischer Spieler das Regionalliga-Team unterstützen sollte, hat die medizinischen Tests nicht bestanden. Er reiste zurück in die USA. Für ihn suchen die Baskets jetzt Ersatz.

Auch für die letzte Personalie im Profikader ist weiter ungeklärt. Bisher habe man den richtigen Spieler noch nicht gefunden, hieß es von Sportmanager Michael Wichterich.

Es geht wieder los

© Sebastian Derix

Seit Donnerstag herrscht im Telekom Dome offiziell wieder geschäftiges Treiben. Die Telekom Baskets haben die Vorbereitung auf die neue Saison begonnen. Im Laufe der Woche waren die Spieler eingetrudelt. Alle, bis auf zwei. Nemanja Djurisic weilt noch bei der Nationalmannschaft. Er kommt erst nach der Europameisterschaft zum Team. Außerdem fehlt noch ein unbekannter zweiter Spieler. Nach dem wird noch gesucht.

Ob es zeitnah mit einer Verpflichtung klappt, scheint aktuell unklar. Dem General Anzeiger sagte Sportmanager Michael Wichterich, der Richtige sei bisher noch nicht gefunden. Ins Trainingslager in der kommenden Woche werden die Bonner vermutlich noch ohne weitere Verstärkung fahren. Es geht dann nach Rogla in Slowenien. Hier finden die Baskets optimale Bedingungen vor, die auch andere professionelle Vereine nutzen.

Derweil ist definitiv, dass Filip Barovic nicht auf den Hardtberg zurückkehren wird. Der Montenegriner schließt sich Buducnost VOLI Podgoria. Schon zwischen 2009 und 2011 hatte der 27-Jährige die Basketballstiefel für den Club aus seinem Heimatland geschnürt. Gleichzeitig kommt ein ehemaliger Bonner Publikumsliebling zurück in die BBL: Die Walter Tigers Tübingen haben Ryan „Air“ Brooks verpflichtet. Zusammen mit Jared Jordan dürfte er wieder für die ein oder andere spektakuläre Flugaktion sorgen.

 

Mannschaftspräsentation in der Innenstadt

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Bei der Präsentation der Mannschaft für die kommende Saison gehen die Telekom Baskets neue Wege. Erstmals stellt sich das Team in der Bonner Innenstadt offiziell seinen Fans vor. Am 13. September treffen sich Anhänger und Protagonisten an einer Bühne auf dem Friedensplatz. Mit dabei sind auch die Sunny Skies, die für die musikalische Begleitung sorgen. Der Fanshop gibt sich ebenfalls die Ehre, genau so, wie verschiedene Mannschaften aus dem e.V.. Verhungern und verdursten muss an diesem Tag auch niemand.

Damit weichen die Baskets von der Fast-Tradition ab, vor Beginn der Saison ein eigenes Turnier zu veranstalten, um die Mannschaft vor eigenem Publikum zu präsentieren. Der Trainings- und Vorbereitungsplan ist zu eng getaktet, als dass noch Platz für ein weiteres Wochenende im Telekom Dome gewesen wäre. So gibt es also die komprimierte Form, dafür kostenlos. Ab 17.30 Uhr stehen Spieler und Trainerteam am 13.9. den Anhängern Rede und Antwort.

Die Vorbereitung steht an

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Es war eine Woche ohne Änderungen Im Kader der Telekom Baskets – zumindest in dem der Bundesligamannschaft. Für die Regionalliga-Mannschaft verpflichteten die Baskets Shamar Johnson. Der Power Forward soll eine der Stützen des jungen Teams von Savo Milovic sein.

Für die erste Mannschaft gehen die „Ferien“ langsam dem Ende entgegen. Noch gut zehn Tage sind es, bis Coach Predrag Krunic zum ersten Mannschaftstraining der Saison bittet. Am 10. August trifft sich der Kader erstmals offiziell im Telekom Dome.

Rund zwei Wochen später steht der erste Härtetest der Vorbereitung an. Die Baskets sind beim Turnier der Gießen 46ers zu Gast. Hier treffen sie am 26. August auf die Fraport Skyliners. aus Frankfurt. Einen Tag später findet das Finale statt.

Am Wochenende darauf steigt in Rhöndorf der traditionelle Gezeiten Haus Cup der Dragons. Hier präsentieren sich die Baskets erstmals in der Region ihren Fans. Zunächst treffen hier die Rheinstars Köln und s.Oliver Würzburg aufeinander. Um 19 Uhr treffen die Baskets dann auf die Hausherren. Auch hier finden am Folgetag die Platzierungsspiele statt.

Erneut nach Hessen geht es dann am 9. und 10. September. Hier steht das Vorbereitungsturnier der Fraport Skyliners an. Am Samstag spielen die Bonner gegen die Antwerpen Giants. Am Sonntag geht es dann erneut gegen die gastgebenden Frankfurter.

Für Center Julian Gamble wird es dann eine weitere Woche später (15. und 16.9.) besonders emotional. Dann treten die Baskets beim Brussels European Tournament in Belgien an – beim ehemaligen Team des jetzigen Bonner Big Man. Neben den Baskets und den Gastgebern sind beim European Tournament auch die Teams aus Göttingen und Aalst am Start.

Zwei Wochen später startet dann die Saison – mit der Entscheidung um die Basketball Champions League. Gewinnen die Baskets das entscheidende Qualifikationsspiel, sind sie in der dritthöchsten europäischen Spielklasse dabei. Falls nicht, spielen sie auch in der kommenden Saison wieder im Europe Cup.

Universiade-Team holt Stankovic-Cup

Foto: Screenshot OZB.cc

Mit gehöriger Power aus dem Team und dem Umfeld der Telekom Baskets hat die A2-Nationalmannschaft des Deutschen Basketballbundes am Sonntagnachmittag in China den Stanković Continental Champions’ Cup gewonnen. Im Finale setzte sich das Universiade-Team gegen Kroatien durch – mit 69:65. In der Vorrunde hatten die deutschen Basketballer noch knapp verloren.

Trainiert wird die Mannschaft vom ehemaligen Baskets-Cheftrainer Mathias Fischer. Ihm zur Seite stand beim Stanković Cup Boris Kaminski, noch bis Ende des Monats Geschäftsführer und früher Trainer beim Baskets-Kooperationspartner Dragons Rhöndorf. Ebenfalls im Betreuerstab: Bogdan Suciu, der bei den Telekom Baskets offiziell die Positionen des Physiotherapeuten und Teambetreuers bekleidet, eigentlich aber mindestens „Mädchen für alles“ ist.

Auch auf dem Parkett wären die Baskets fast noch vertreten gewesen, hätte Johannes Richter nicht um Auflösung seines Vertrages gebeten. Was der 24-Jährige zu leisten imstande ist, sah man in der vergangenen Bundesligasaison leider viel zu selten. In China leuchtete sein Stern allerdings umso heller. Bevor er verletzt ausscheiden musste, war der junge Innenspieler bester Werfer der deutschen Mannschaft.

Am Dienstag kehrt die Mannschaft nach Deutschland zurück. Die Universiade findet dann vom 14. – 31. August statt, wieder in China – in Taipeh City.

Euroleague-Erfahrung für die Baskets

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Gute Nachrichten zum Wochenende: Die Telekom Baskets haben Nemanja Djurisic verpflichtet. Der PowerForward unterschrieb einen Vertrag für eine Spielzeit in Bonn. Er war zuletzt in der polnischen ersten Liga bei Stelmet Zielona Góra aktiv. Mit dem Club spielte er auch schon in Bonn – beim Vorbereitungsturnier im Jahr 2015.

Auch international konnte der Bonner Neuzugang bereits reichlich Erfahrung sammeln. So war er in der Euroleague, im Eurocup und in der Basketball-Championsleague aktiv. Hier spielte er in der vergangenen Saison unter anderem gegen Ludwigsburg. Seit seiner Jugend ist Djurisic zudem im erweiterten Kader der Nationalmannschaft Montenegros.

Baskets-Cheftrainer Predrag Krunic zeigte sich von der Verpflichtung seines neuen PowerForwards begeistert: „Wir hatten bei der Besetzung der Innenpositionen ein klares Ziel und sind der Meinung, dass Nemanja alle Voraussetzungen mitbringt, um dieses zu erreichen. Er spielt die Position Vier, kann aber auch auf die Fünf ausweichen. Trotz seines noch jungen Alters hat er viel europäische Erfahrung, was uns sicher weiter helfen.“

Baskets-Präsident Wolfgang Wiedlich scheint ebenfalls angetan, auch wenn er gleichzeitig mahnend den finanziellen Zeigefinger hebt: „Es ist immer ein sportlicher wie wirtschaftlicher Spagat, einerseits ein gewisses Maß an Kontinuität im Team und andererseits über Neuverpflichtungen frische Impulse zu erhalten. Ich finde, das sieht bisher ziemlich vielversprechend für die nächste Saison aus.“

Mit der Verpflichtung Djurisics steht die Mannschaft für die kommende Spielzeit fast. Ein Teammitglied für die Position Drei wird noch gesucht. „Auch bei der letzten Verpflichtung lassen wir uns so viel Zeit, wie wir brauchen“, kommentierte Präsident Wiedlich.

 

Silins und Horton verlassen Bonn

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Ojars Silins und Ken Horton werden nicht weiter für die Telekom Baskets spielen. Horton verkündete schon am Sonntag, dass er in der kommenden Spielzeit in Frankreich auflaufen werde. Er schloss sich Elan Bearnais Pau-Lacq-Orthez an und spielt in Zukunft wieder in der ersten französischen Liga. Schon seine erste Saison als Profi hatte der Amerikaner in Frankreich verbracht, damals spielte er in Boulogne-sur-Mer.

Neben Horton wird auch der für ihn als (Verletzungs-) Ersatz verpflichtete Silins nicht auf den Hardtberg zurückkehren. Der Lette unterschrieb einen Jahresvertrag bei Dolomiti Energia Trento. Damit spielt er in der kommenden Saison im Eurocup und bekommt es unter anderem mit ratiopharm Ulm zu tun. Auch Silins zieht es damit zurück in die Vergangenheit. Vor seinem Engagement in Bonn spielte er sechs Jahre lang bei Reggio Emilia, zuerst in der Jugend, danach in der ersten italienischen Liga.

Derweil machten sich Sportmanager Michael Wichterich und Chefcoach Predrag Krunic auf in Richtung Summerleague. In Las Vegas versuchen die beiden, weitere Verpflichtungen für das künftige Baskets-Team zu tätigen. Auf den großen Positionen muss Ersatz für Horton/Silins/(Barovic?) her. Und auch auf der Position drei könnte noch nachgelegt werden.