Muss man gesehen haben

Es war der Trailer von Magenta Sport, der schon zur Halbzeit die Überschrift über das Spiel der Telekom Baskets gegen die Merlins Crailsheim setzte: „Manche Dinge muss man gesehen haben, um sie zu glauben.“ Ob damit aber diese Nicht-Leistung der Bonner Basketballer gemeint war, darf bezweifelt werden.

Das Team von Thomas Päch wurde von Anfang an überrollt. Crailsheim verteidigte gut, traf noch viel besser, vor allem aus der Distanz und kaufte den Hausherren das letzte Bisschen Schneid ab, das noch vorhanden war. Die Baskets glichen einem vogelwilden Hühnerhaufen. „Kopflos“ nannte es Coach Päch nach dem Spiel. Und traf den Nagel damit genauso gut, wie der schon erwähnte Werbefilm.

Es gab eigentlich keinen Bonner, der annähernd zu Normalform auflief. Einzig Yorman Polas Bartolo und Bojan Subotic stemmten sich gegen die Niederlage. Dass Bonns Verteidigungsminister dabei ein ums andere Mal auch zu unerlaubten Mitteln griff und schließlich mit fünf Fouls vorzeitig vom Parkett musste, ist durchaus bemerkenswert, weil äußerst selten der Fall.

Wenn man es positiv sehen will, dann haben die Baskets nicht lange Zeit, sich ob des Ergebnisses zu grämen. Schon am Montag müssen sie im Pokal bei den Bayern ran. Danach wartet das erste Heimspiel in der Champions League. Saragossa ist auf dem #heartberg zu Gast. Zwei Spiele, die auch ein funktionierendes Team bis ans Limit fordern würden. Die Mannschaft muss jetzt Charakter beweisen – schon sehr früh in der Saison.

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Sieg und Niederlage zum Auftakt

Licht und Schatten bei den ersten beiden Saisonspielen der Telekom Baskets: Nach einem schwachen Start gegen Frankfurt gewannen die Bonner am Ende noch denkbar knapp. Im ersten Auswärtsspiel in Ludwigsburg setzte es dann eine Niederlage.

Hier waren die Bonner, im Vergleich zum Heimspiel, gleich zu Beginn im Spiel. Bis zum Ende des dritten Viertels blieben sie das auch. Dann allerdings legte Ludwigsburg einen defensiven Zahn zu, traf aus der Distanz nach Belieben und sicherte sich am Ende verdient den Sieg.

Für die Baskets geht es jetzt in die Trainingswoche, in der vor allem auch Center Stephen Zimmerman weiter ins Spiel integriert werden muss. Sein Fehlen wegen der Geburt seines Sohnes macht sich im Spielfluss bemerkbar.

Weiter geht es am kommenden Samstag. Dann ist Crailsheim zu Gast im Telekom Dome. Hier sind die Baskets Favorit. Sie müssen das vorhandene Potential dann aber besser aufs Parkett bekommen. Hochball ist um 20.30 Uhr.

Quali geschafft

Die Telekom Baskets spielen auch in dieser Saison wieder in der Basketball Championsleague. Nach zwei Siegen gegen Fribourg Olympic Basket setzten sich die Bonner in der zweiten Qualifikationsrunde klar durch. Sie treten jetzt in Gruppe D an. Hier bekommen sie es mit Happy Casa Brindisi (Italien), PAOK Thessaloniki (Griechenland), Besiktas Sompo Sigorta (Türkei), JDA Dijon (Frankreich), Neptunas Klaipeda (Litauen) und dem zweiten Qualifikanten Falco Szombathely (Ungarn) zu tun.

Coach Thomas Päch ist froh, dass sein Team die Qualifikation geschafft hat: „Fribourg hat es uns heute sehr schwer gemacht. Dass es gegen sie nicht einfach werden würde, wusste ich schon, als das Los uns diese Paarung beschert hatte. Sie spielen sehr hart und in einer Drucksituation, in der wir unbedingt gewinnen müssen, ist das umso schwerer. Ich bin natürlich sehr glücklich, dass wir die Qualifikation geschafft haben. Dass war mir, dem Club und jedem Spieler sehr wichtig. Allerdings müssen wir noch viel lernen und offensiv sowie defensiv konstanter werden.“

Kapitän TJ DiLeo sieht es ganz ähnlich: „Es war ein hart umkämpftes Spiel. Gegen Fribourg zu spielen, ist nicht leicht gewesen – in beiden Spielen. Sie hatten mehrere Läufe, was sie zu jeder Zeit gefährlich gemacht hat. Wir haben in den entscheidenden Phasen unsere Leistung gezeigt und gesehen, dass wir sehr erfolgreich sein können, wenn wir unseren Rhythmus finden – auch wenn es kein perfektes Spiel von uns war!“

Schon am Mittwoch geht es für die Baskets weiter. Dann steht auch der Bundesligaauftakt an. Die Bonner empfangen die Fraport Skyliners auf dem #heartberg. Rund um das Spiel werden wieder Spenden für die Bonner Tafel gesammelt.

Wieder gegen Fribourg

© Sebastian Derix

Der Gegner der Telekom Baskets in der Qualifikation zur Champions League steht fest: Die Bonner müssen gegen Olympic Fribourg antreten.

Die Schweizer setzten sich in der ersten Qualifikationsrunde gegen Bratislava durch. Sie sind Gastgeber des Hinspiels am kommenden Donnerstag. Nächste Woche Sonntag findet dann um 17 Uhr das Rückspiel im Bonner Telekom Dome statt. Es ist das erste Pflichtspiel der neu formierten Baskets.

Drei Tage später steht das erste Heimspiel in der Bundesliga an. Dann kommt Frankfurt in den Telekom Dome. Der Vorverkauf für beide Spiele läuft.

Es geht in den Endspurt

© Sebastian Derix

Zwei weitere Testspiele liegen hinter den Telekom Baskets. Dazu die offizielle Mannschaftspräsentation auf dem Bonner Friedensplatz. Jetzt geht es in den Endspurt für das Team von Chefcoach Thomas Päch. In anderthalb Wochen steht das erste Pflichtspiel auf dem Programm. In genau zwei Wochen das erste Heimspiel.

Vorher hat die Mannschaft noch einen Abstecher in den Norden gemacht. Am Samstag setzte es in Oldenburg eine Niederlage. Die Baskets waren allerdings sowohl ohne Center Stephen Zimmerman, als auch ohne die Doppellizenzler an die Hunte gereist.

Sonntag waren zumindest letztgenannte in Hamburg wieder dabei. Zudem hatte Joshi Saibou einen Sahnetag erwischt und 19 Punkte aufgelegt. Am Ende reichte es zu einem 98:79 gegen den Aufsteiger aus der Hansestadt.

Coach Thomas Päch freute sich über die Fortschritte seiner Mannen: „Das Wichtigste für mich war heute, dass wir wieder dazugelernt und über das Spiel hinweg bessere Entscheidungen als zuletzt getroffen haben – besonders defensiv. Wenn wir mit dieser Energie und unserem Tempo spielen, kannst du den Gegner müde spielen. Wir haben in dieser Woche wieder einen Schritt nach vorne gemacht und jeder arbeitet für den anderen, das freut mich!“

Platz zwei in Brüssel

© Sebastian Derix

Die Telekom Baskets bereiten sich weiter auf die neue Saison vor. An diesem Wochenende stand deshalb ein Turnier in Brüssel auf dem Programm. Hier konnten die Bonner erstmals in kompletter Besetzung auflaufen. Die zuletzt geschonten Lischka, Simons und Zimmerman standen wieder auf dem Parkett.

Dennoch reichte es am Ende nicht zum Turniersieg. Zwar konnten die Baskets durch einen Sieg am Samstagabend gegen Charleroi das Finale erreichen. Hier setzte es dann aber eine denkbar knappe Buzzerbeater-Niederlage gegen die Gastgeber.

Schon am Samstag hatte Cheftrainer Thomas Päch aber Fortschritte in seinem Team ausgemacht: „Wir wollten heute einen Schritt nach vorn machen, was uns gelungen ist. Wir müssen jedoch lernen, unsere Leistung, die wir in vielen starken Zwischenspurts gezeigt haben, über die gesamten 40 Minuten zu bringen. Defensiv haben wir mit viel Energie gespielt, sind den Fastbreak gut gelaufen, waren aber  manchmal noch zu hektisch.“

Baskets verlieren Finale

© Sebastian Derix

Die Telekom Baskets haben das Finale des traditionellen Vorbereitungsturniers bei den Dragons Rhöndorf verloren. Gegen Würzburg hieß es am Ende 72:89 aus Bonner Sicht. Die Baskets bestritten das Turnier ohne Bennie Lischka, Ben Simons und Stephen Zimmerman. Alle drei wurden wegen leichter Blessuren geschont.

Chefcoach Thomas Päch war mit den beiden Spielen seiner Mannschaft aber nicht unglücklich: „Für unsere Jungs, die die Liga noch nicht kennen, war es gut, gegen ein Team aus der Bundesliga zu spielen. Ich bin super zufrieden, wie wir heute gespielt haben. Wir haben versucht die Dinge umzusetzen, die ich in den letzten Wochen von meinen Spielern eingefordert habe. Das haben sie mit einer Energie gemacht, die mir viel Spaß gemacht hat. Defensiv sind wir aktuell weiter als offensiv.“

Schon im Halbfinale gegen den Kooperationspartner lief noch lange nicht alles rund bei den Baskets. Dennoch sah TJ DiLeo auch Fortschritte zum letzten Auftritt gegen die Shanghai Sharks: „Wir haben in der ersten Halbzeit nicht unser Potential ausgeschöpft. Wir haben ohne Energie gespielt und hätten auch mehr kämpfen müssen. Da haben die Dragons aber auch gut verteidigt. In der zweiten Halbzeit konnten unsere Fans dann sehen, wie wir in Zukunft spielen wollen: aggressiv verteidigen und dadurch einfache Körbe produzieren!“