Die Playoffs sind gestartet

© Sebastian Derix

Nach dem überragenden Sieg gegen Bayern München gingen die Telekom Baskets mit viel Selbstvertrauen in die Serie gegen Oldenburg. Und das, obwohl sie bisher in allen Begegnungen in der Postseason den Kürzeren gezogen hatten. In Spiel eins der diesjährigen Playoffs musste sich das Team von Coach Chris O´Shea am Ende dennoch geschlagen geben. 105:94 hieß es am Ende für die Hausherren.

Dabei hatten es die Bonner lange gut gemacht. Nach einem Oldenburger Blitzstart kämpften sie sich erfolgreich in Spiel. Und auch nach einem Zwischenspringt der Gastgeber ließen sie sich nicht abhängen. Ganz im Gegenteil: Kurz vor Ende des dritten Viertels hatten sich die Baskets vom Rhein einen zweistelligen Vorsprung erspielt.

Dann aber entglitt ihnen das Spiel. Oldenburgs MVP Will Cummings übernahm immer mehr das Zepter. Am Ende war er für 34 Punkte seiner Mannschaft verantwortlich. Sein Bonner Gegenpart, Josh Mayo, blieb dagegen in der gegnerischen Abwehr gut aufgehoben. Zu selten konnte er sich in Szene setzen. Außerdem fehlte ihm bei einigen freien Würfen dann auch noch das Glück.

Jetzt kommt die Serie also nach Bonn. Schon am Dienstag steht Spiel zwei an. Coach O´Shea hat es geschafft, die Spielzeit in Oldenburg einigermaßen zu verteilen. Insofern könnten die Baskets etwas frischer sein. Wenn zudem Charles Jackson seine Fouls besser und die gegnerische Abwehr Mayo weniger im Griff hat, kann die Serie ausgeglichen nach Oldenburg zurück gehen.

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Baskets und Webb gehen getrennte Wege

© Sebastian Derix

Turbulente Tage einmal mehr bei den Telekom Baskets. Nach der Pleite gegen Frankfurt ist der Kampf um die Playoffs enger denn je. Dann trennen sich Verein und James Webb III und am Ende steht ein Spiel gegen Braunschweig, in dem die Bonner schon mit 22 Punkten vorne lagen, um es dann am Ende doch noch einmal ganz eng werden zu lassen.

Nach wenigen Minuten waren die Baskets in Braunschweig im Spiel. Und es sah so aus, als würden sie sich mit jedem Punkt mehr Sicherheit erarbeiten. 22 Punkte waren sie im dritten Viertel vorne. Und dann kam der Einbruch. Der Distanzwurf fiel nicht mehr. Braunschweig verteidigte besser. Und die Aufholjagd nahm ihren Lauf.

Im spannenden Schlussviertel stand das Spiel auf Messers Schneide, bis der Kapitän übernahm. Aus mehr als acht Metern lötete Josh Mayo den Dagger ins Braunschweiger Netz. Danach war das Spiel so gut wie sicher in Bonner Hand. Am Ende stand ein 92:86-Sieg, ein gewonnener direkter Vergleich und ein vorerst gefestigter siebter Platz.

James Webb III bekam das alles nicht mehr mit, zumindest nicht als Bonner Spieler. Laut Verein hatte er um Auflösung seines Vertrages gebeten. Er habe sich gefühlt vom Team entfernt, nicht mehr den Eindruck gehabt, zu 1000% dazu zu gehören. Der Verein willigte ein. Man könne jetzt nur Spieler gebrauchen, die sich komplett mit der Mannschaft identifizieren können.

Es wird langsam eng

Die Telekom Baskets haben auch das dritte Spiel in Folge verloren. Ausgerechnet in der wichtigsten Phase der Saison geht ihnen offenbar die Puste aus. Und das Mannschaftsspiel. Und die Treffsicherheit. Gegen wahrlich nicht übermächtige Fraport Skyliners reichte das am Ende nur zu einer 60:71-Niederlage.

Dabei kamen die Bonner eigentlich gut ins Spiel. Mit 7:0 lagen sie schnell in Führung. Dann aber riss der Faden. Und wand sich augenblicklich wie ein Seil um die Füße der Baskets. Nichts klappte mehr. Frankfurt gewann an Sicherheit. Sogar Andrej Mangold bekam bei den Skyliners die erste Spielzeit seit seiner Zeit als Bachelor.

Zum Pausentee musste es offensichtlich eine gehörige Ansage von Coach Chris O´Shea gegeben haben. Denn auch in der zweiten Halbzeit hatten die Bonner den besseren Start. Allerdings hielt dieser noch nicht einmal so lange wie in Halbzeit eins. Frankfurt übernahm wieder das Spiel und die Führung.

Die Baskets beschäftigten sich fortan eigentlich nur noch mit den Schiedsrichtern. Die pfiffen aber auch regelrecht um Aufmerksamkeit. Dennoch verlor Bonn so das Ziel Heimsieg aus den Augen. Frankfurt nahm die Punkte schlussendlich völlig verdient mit an den Main.

Im Rennen um die Playoffs wird es jetzt langsam eng für die Baskets. Am Mittwoch müssen sie nach Braunschweig, aktuell Achter und damit einen Platz hinter Bonn. Es wird das erste Endspiel der kommenden Wochen. Allzu viele sollten die Männer von Chris O´Shea nicht mehr herschenken.

Niederlage nach Verlängerung

© Sebastian Derix

Es wird wieder eng im Kampf um die Playoff-Plätze. Was sich die Telekom Baskets mit dem überraschenden Sieg gegen Bamberg aufgebaut hatten, das haben sie sich inzwischen mit dem eigenen Hintern auch wieder eingerissen. Am Ostersonntag kam eine Niederlage nach Overtime in Bayreuth dazu. Immerhin blieb der direkte Vergleich am Rhein.

Das Rennen um die Plätze sechs bis acht ist eng wie nie. Deshalb ist es auch keine gute Idee, erst nach vier Minuten in der Verlängerung überhaupt einen Ball im Korb unterzubringen. Die Hausherren hatten sich derweil schon leicht abgesetzt und eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein getankt.

Die Baskets konnten nicht mehr entscheidend verkürzen. Vor allem aus der Distanz fiel überhaupt nichts mehr. Da half auch die Rückkehr des Capitano wenig. Josh Mayo war der fehlende Rhythmus anzumerken. Auch er zielte ein ums andere Mal daneben.

So stehen die Baskets also weiter auf Platz sieben. Der heiße Atem von Würzburg uns Braunschweig dürfte schon durch den Telekom Dome wehen. Am kommenden Wochenende kommt auch noch der von Frankfurt dazu. Die Baskets empfangen die Skyliners mit Bachelor Andrej Mangold. Und auch die wollen ihre letzte Chance nutzen, um auf den Zug in die Playoffs aufzuspringen.

Auf Licht folgt Schatten

Nach der starken Leistung im Heimspiel gegen Bamberg am vergangenen Wochenende, setzte es eine knappe Woche später eine deftige Pleite: Die Telekom Baskets gingen in Bremerhaven mit 67:88 unter. Josh Mayo fehlte immer noch – das war allerdings nicht der Grund für die Blamage.

Vielmehr war es ein nahezu kollektives Versagen. Sprang noch gegen Bamberg jeder für den anderen in die Bresche, so war die Mannschaft in Bremerhaven „einfach nicht bereit“, wie Martin Breunig nach dem Spiel zu Protokoll gab.

Auch nicht bereit war der Distanzwurf. Nur vier von 23 Würfen aus dem Dreierland fanden ihr Ziel. Die Leistung seiner Mannschaft ließ dann auch Headcoach Chris O´Shea einigermaßen ratlos zurück: „Ich kann wenig Positives über uns heute sagen.“

Nach der vermeintlich leichten Aufgabe beim Tabellenvorletzten geht es am kommenden Wochen gegen einen direkt Playoffkonkurrenten weiter. Die Bonner müssen in Bayreuth ran. Das Spiel steigt am Sonntag um 15 Uhr.

Heimsieg gegen den Dauerrivalen

Nach der bitteren Niederlage in Oldenburg unter der Woche hofften die Telekom Baskets am Sonntagnachmittag auf Wiedergutmachung. Allerdings hatten sie mit Brose Bamberg ein echtes Schwergewicht der Liga zu Gast. Noch dazu musste Capitano Josh Mayo erkrankt aussetzen.

Seine Mannschaftskameraden hatten sich deshalb eingeschworen, noch enger zusammen zu rücken. Und das funktionierte. Bonn trat mit einer eher großen Aufstellung an und versucht, diese Vorteile unter dem Korb zu nutzen – erfolgreich. Dazu kam, dass Olivier Hanlan einen Sahnetag erwischt hatte.

Hanlan machte 22 Punkte, Charles Jackson, der im Hinspiel noch gefehlt hatte, sorgte für deren 21. Auch Stefan Bircevic machte mit 18 Zählern und einer Dreierquote von 67 Prozent ein wirklich starkes Spiel. Da fiel auch nicht zu sehr ins Gewicht, dass TJ DiLeo ebenfalls gesundheitlich angeschlagen war.

Im Ergebnis heißt das, dass Bonn weiter auf dem sechsten Platz verweilt, relativ deutlich hinter Bamberg, aber nur ganz knapp vor Würzburg und Ulm, die ihre Spiele an diesem Sonntag ebenfalls gewannen. Folglich müssen die Baskets auch am kommenden Wochenende wieder punkten. Dann geht es auswärts gegen Bremerhaven.

Sechster Sieg in Folge

AllStar-Pause vorbei, Ligaalltag an. Die Telekom Baskets mussten nach zwei Wochen spielfrei wieder aufs Parkett. Zu Gast im Telekom Dome war Ex-Trainer Silvano Poropat mit seinem Mitteldeutschen Basketballclub. Der MBC trägt sich mit akuten Abstiegssorgen und muss deshalb jede Chance nutzen, die sich ihm bietet.

Da kam es Poropat gerade recht, dass die Bonner Presseabteilung unter der Woche darauf hinwies, dass der MBC aus der Distanz nicht zu den besten Teams der Liga zählt. Einen Ausdruck des Textes hatte der Trainer in die Kabine gepinnt – beste Motivation.

Und das schien zu fruchten, vor allem im dritten Viertel. 35 Punkte markierten die Gäste, vor allem auch aus der Distanz. Bonn war einigermaßen überrascht. Und musste sich von dem Schock erstmal erholen.

Im Schlussviertel bekamen sie das Spiel dann aber wieder einigermaßen in den Griff. Der MBC kam in Foultrouble. Bonn hingegen fand plötzlich eine gewisse Sicherheit von der Freiwurflinie, die das ganze Spiel über nicht anwesend gewesen war. Am Ende stand ein 105:98 – es war der sechste Bundesligasieg in Folge.