Joshi Saibou wechselt auf den #heartberg

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Die Telekom Baskets basteln weiter. Und sie basteln gut. Am Mittwoch konnten sie mitteilen, dass Joshiko Saibou von ALBA Berlin nach Bonn wechselt. Der 29-Jährige hat einen Vertrag über zwei Jahre unterschrieben. Damit dürfte das deutsche Gerüst der neuen Mannschaft stehen.

Saibou folgt also seinem bisherigen Co-Trainer. Thomas Päch weiß folglich ganz genau, auf was er sich freuen kann: „Joshiko und mich verbindet eine lange gemeinsame Vergangenheit. Ich weiß daher zu 100 Prozent, was für einen Menschen und Spieler wir bekommen. Er ist ein großartiger Typ, bringt ein hohes Niveau mit und wird uns von Beginn an sehr weiterhelfen, da er bereits viele Dinge kennt, die wir in Bonn umsetzen wollen. Joshiko ist ein sehr harter Arbeiter, der sich trotz Rückschlägen stets weiterentwickelt hat. Ich bin sehr froh, ihn in Bonn begrüßen zu können.“

Auch Sportmanager Michael Wichterich glaubt, einen guten Fang gemacht zu haben: „Joshiko hat in den letzten Jahren bewiesen, dass er auf seiner Position zu den besten Spielern Deutschlands gehört. Er ist jemand, der auch in entscheidenden Situationen Verantwortung übernehmen kann und wird. Er gibt unserem Team Qualität und mit ihm als fünftem Deutschen sehen wir uns im Hinblick auf die Ausländerregelung auch für den internationalen Wettbewerb in der kommenden Saison bestens aufgestellt.“

Laut Verein bedeutet die Verpflichtung des Nationalspielers allerdings auch, dass Jarelle Reischel keinen neuen Vertrag bei den Basktes bekommt.

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Lischka kommt nach Bonn

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Der erste Neuzugang der Telekom Baskets steht fest: Benjamin Lischka wechselt aus Gießen auf den #heartberg. Der 30-Jährige unterschrieb einen Vertrag über zwei Jahre. Sowohl er, als auch der Verein haben nach einem Jahr eine Ausstiegsmöglichkeit. Lischka ersetzt in Bonn Stefan Bircevic, der nicht an den Rhein zurückkehren wird.

„Benjamin Lischka hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und bringt viele Qualitäten mit, die uns helfen werden. Wir haben ihn schon in den letzten zwei Jahren im Auge gehabt. Schön, dass wir ihn dieses Jahr für uns gewinnen konnten“, sagte Sportmanager Michael Wichterich.

Cheftrainer Thomas Päch ergänzte: „Benni Lischka ist hungrig auf mehr und brennt auf seine neue Chance in Bonn! Er ist ein sehr vielseitiger Spieler, der viel Leidenschaft mit auf den Hardtberg bringen wird.“

Große Freude über den Wechsel herrscht im Hause DiLeo. Benni Lischka und TJ DiLeo sind dicke Kumpels, seit sie in Gießen zusammen gespielt haben. Auch Yorman Polas Bartolo hat mit den beiden zusammen im Team gestanden.

Folgerichtig freut sich der Ex-Gießener darauf, wieder mit seinen ehemaligen und neuen Teamkollegen vereint zu sein: “ TJ DiLeo ist mein bester Kumpel, auch Yorman kenne ich noch aus unserer gemeinsamen Zeit in Gießen.“ Und auch der Telekom Dome hat schon seine Spuren hinterlassen: „Ich kann in Bonn erstmalig in meiner Laufbahn in einem internationalen Wettbewerb spielen, was für mich ein nächster Schritt in meiner Karriere bedeutet. Spiele im Telekom Dome waren für mich aufgrund der Atmosphäre immer etwas Besonderes, daher freue ich mich sehr, dort zukünftig regelmäßig zu spielen.“

Neben Bircevic werden auch Nate Linhart und Olivier Hanlan nicht nach Bonn zurückkehren.

Fribourg oder Bratislava

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In Genf sind heute die Gruppen der neuen Basketball Championsleague ausgelost worden. In der zweiten Qualifikationsrunde treffen die Telekom Baskets laut Auslosung entweder auf Bratislava oder Fribourg. Das Hinspiel findet am 26.9. auswärts statt. Zwei oder drei Tage später steigt dann das Rückspiel im Telekom Dome.

Sollten sich die Baskets qualifizieren, dann steht ihnen eine wirklich schwierige Gruppe bevor. Mit dabei wären dann Besiktas Istanbul, PAOK Thessaloniki und die Baskets Zaragosssa.

Wegen der Qualitermine ändert sich auch der Spielplan der Baskets in Bundesliga und Pokal. Das erste Saisonspiel gegen die Fraport Skyliners wird ebenso verlegt, wie das Spiel in der ersten Pokalrund bei Bayern München. Einen neuen Termin gibt es für beide Spiele bislang nicht.

DiLeo bleibt in Bonn

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Die Telekom Baskets und TJ DiLeo haben eine gemeinsame Zukunft. Der Publikumsliebling unterschrieb einen neuen Vertrag über zwei Spielzeiten. Allerdings hat er nach der kommenden Saison die Möglichkeit, aus diesem Arbeitspapier auszusteigen. Mit DiLeo, Yorman Polas Bartolo und Martin Breunig steht den Baskets ein starkes deutsches Trio zur Verfügung.

Sportmanager Michael Wichterich hatte sich schon bei der Verabschiedung der Mannschaft weit aus dem Fenster gelehnt und gesagt, wenn DiLeo bleiben wolle, dann könne er bleiben. Folglich zeigte er sich jetzt auch sehr zufrieden, dass es mit der weiteren Zusammenarbeit geklappt hat:

“ TJ hat sich in den letzten drei Jahren bei uns nicht nur sportlich auf dem Parkett positiv entwickelt, sondern auch als Leader in der Mannschaft“, sagte der Manager. „Anderen BBL-Clubs ist das nicht verborgen geblieben. Dass er weiter Bonner bleibt, spricht für ihn und für unsere Zusammenarbeit. „

Aber auch der Deutsch-Amerikaner weiß, was er an Bonn hat: „Ich bin glücklich darüber, weiterhin in Bonn zu sein. Club und Stadt sind in den letzten drei Jahren immer mehr zu meiner Heimat geworden, und ich freue mich, diese gemeinsame Reise fortsetzen zu können. Ich bin gespannt auf die Zusammenarbeit mit Coach Thomas Päch und zähle bereits die Tage, bis ich wieder vor unseren Fans im Telekom Dome auflaufen kann.“

Aller guten Dinge sind drei. Deshalb freut sich auch der neue Cheftrainer auf die Zusammenarbeit: „Wir sind froh, dass TJ in Bonn bleibt. Er war für den Verein und mich die erste Wahl! Er ist ein Schlüsselspieler unseres Teams für die kommende Spielzeit. Ich freue mich sehr auf die zukünftige Zusammenarbeit mit ihm.“

Schlechte Nachrichten gibt es dagegen vermutlich für die Fans von Capitano Josh Mayo. Italienische Medien berichten, dass er für die nächsten Jahre in Varese spielen wird. Nach Informationen u.a. des General Anzeigers haben die Baskets Mayo nach drei Jahren keinen neuen Vertrag angeboten.

Baskets wollen wieder in die Championsleague

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Die Telekom Baskets spielen auch in der kommenden Saison international. Wie der Verein mitteilte, wolle man auch 2019/20 wieder in der Basketball Chamionsleague antreten. Anders als im vergangenen Jahr müssen die Bonner dafür allerdings in die Qualifikation. Der garantierte Startplatz aus der vergangenen Saison ist futsch.

Die Bonner müssen allerdings erst in der zweiten Runde in die Qualifikation eingreifen. Gegen wen sie dann antreten, das wird nach der Auslosung am 4. Juli deutlicher. In zwei Qualispielen soll dann die Teilnahme an der BCL gesichert werden.

„Wir freuen uns, dabei zu sein! Die Basketball Champions League ist ein starker Wettbewerb mit einem ausgeglichenen Teilnehmerfeld. Wir hatten natürlich gehofft, dass wir durch unseren 7. Platz in der easyCredit BBL eine direkte Einladung in die BCL-Hauptrunde erhalten. Das müssen wir nun über die zwei Qualifikations-Spiele schaffen“, sagt Baskets Sportmanager Michael Wichterich.

Thomas Päch wird Headcoach

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Da ist er also, der neue Cheftrainer der Telekom Baskets: Thomas Päch, aktuell noch Co-Trainer bei ALBA Berlin, wird das Amt von Interimscoach Chris O´Shea übernehmen. Päch unterschrieben einen Vertrag über zwei Jahre, mit einer beiderseitigen Option auf ein drittes Jahr.

Baskets-Präsident Wolfgang Wiedlich zeigte sich hoch erfreut über seinen neuen leitenden Angestellten: „Er ist unser Wunschkandidat, und wir sind froh, dass es geklappt hat. Wir sind uns in unserem Entscheidungsgremium einig gewesen sind, dass wir einen Neustart und einem jungen Trainer eine Chance geben wollen, der neue Impulse bringen und auch neue Wege gehen darf.“

Auch Päch freut sich auf die neue Aufgabe, die er ab dem 1. Juli angehen wird: „Ich freue mich riesig über die Möglichkeit und vor allem das Vertrauen, bei den Telekom Baskets als Cheftrainer zu starten. Bonn ist ein hervorragender Basketball-Standort mit einer der besten Hallen Deutschlands und tollen Trainingsbedingungen. Die Atmosphäre rund um den Club habe ich immer als besonders und vor allem sehr familiär wahrgenommen, mit unglaublichen Fans im Rücken. Ich freue mich sehr auf die bevorstehende Arbeit und die Aufgaben!“

Für Chris O´Shea heißt das, dass er seinen Posten als Cheftrainer wieder räumen muss. Allerdings bleibt auch er in Bonn und stellt sich weitere zwei Jahre in den Dienst der Mannschaft: „Die Entscheidung in Bonn zu bleiben war für mich sehr einfach. Der Verein, die Mitarbeiter und die Fans liegen mir am Herzen. Man spürt die Emotionen und Lust auf mehr und das passt zu mir. Die letzten vier Jahre habe ich in unserer gemeinsamen Funktion als BBL-Assistenztrainer eine sehr gute Beziehung mit Thomas aufgebaut und ich weiß, dass wir zusammen erfolgreich arbeiten werden. Ich freue mich sehr auf die kommende Saison.“

Der in San Salvador geborene und in den USA und Thailand aufgewachsene Thomas Päch war von 2010 bis 2015 Co-Trainer von Henrik Rödl beim Bundesligisten TBB Trier, bevor er in den Trainerstab von ALBA Berlin wechselte. Als ALBA sich im April 2017 von seinem Cheftrainer Ahmet Çaki trennte, wurde Päch bis Saisonende 2016/2017 das Amt des Cheftrainers übertragen, ehe er wieder auf den Assistenzposten zurückkehrte. Offizieller Amtsantritt für den designierten Baskets-Cheftrainer ist der 1. Juli. Bis dahin gilt seine Energie und Aufmerksamkeit an der Seite von Coach Aíto García Reneses dem 9. Berliner Meistertitel. Die easyCredit BBL-Finalserie FC Bayern Basketball gegen ALBA Berlin startet am Sonntag, den 16.6.2019, in München.

Die Planungen gehen los

Das war sie also, die Saison der Telekom Baskets. Am Dienstagabend verabschiedeten sich Team und Fans voneinander. Es war eine Veranstaltung, die schon bessere Laune gesehen hat. Und das, obwohl die Saison für den Club selbst am Ende eigentlich ganz ordentlich gelaufen ist. Jetzt gehen also die Planungen für die nächste Spielzeit los.

Zwei Verträge für das nächste Jahr stehen schon fest. Yorman Polas Bartolo und Martin Breunig haben noch ein gültiges Arbeitspapier und versprachen auch, in der kommenden Saison wieder dabei zu sein. Ein weiterer Vertrag dürfte nicht allzu lange auf sich warten lassen. Sportmanager Wichterich stellte TJ DiLeo quasi einen Blankschein aus: „Wenn TJ bleiben möchte, dann bleibt er.“ Auch von Seiten des Spielers dürfte ein Interesse am Verbleib in Bonn bestehen.

Dann aber steht auch schon die vermutlich wichtigste Entscheidung an: Wer wird Cheftrainer der Bonner in der kommenden Spielzeit? Chris O´Shea hat seine Sache gut gemacht, nachdem er vom Co- zum Cheftrainer aufgestiegen war. Er hat sicher Interesse daran, den Job auch weiter zu bekleiden. Ob sich der Verein dafür entscheidet, oder doch mit einem externen Trainer den Neuanfang wagt, wird sich wahrscheinlich schon sehr bald entscheiden.

Was mit dem übrigen Team ist, wird man sehen. Capitano Josh Mayo signalisierte, dass er gerne weitermachen würde. Laut Management sei der Willen aber nicht allzu groß. Da wird gepokert. Möglicherweise auch nicht zu lange. Die Personalie Mayo könnte eine der ersten sein, die in den kommenden Wochen geklärt wird. Bleibt vor allem noch ein vierter deutscher Kaderplatz. Jarelle Reischel hat seine Sache gut gemacht, war da, wenn er gebraucht wurde. Das betonte Manager Wichterich beim Saisonabschluss. Ob Reischel selbst aber die Spielzeit ausreicht, dass kann nur er entscheiden.

Viele andere werden wahrscheinlich nicht nach Bonn zurückkehren. Stefan Bircevic zum Beispiel. Zu selten zeigte er, was er wirklich kann. Nate Linhart lieferte genau das, was die Mannschaft brauchte, als er verpflichtet wurde. Aber ob er erneut in Bonn anheuert, muss man abwarten. Bei Charles Jackson könnte es aufs Geld ankommen. Er spielte eine gute erste Saison in Deutschland, hatte aber natürlich lange mit seiner Verletzung zu kämpfen.

Viel Arbeit, die da in den kommenden Wochen für Michael Wichterich ansteht. Eine spannenden Zeit, nicht nur für ihn. Die Gerüchteküche in den Foren wird ein ums andere Mal überkochen. Die Fans durchstöbern erwartungsvoll das Netz nach neuen Gerüchten. Sommerpause ist keine echte Pause. Der Heartberg ruht nur, er schläft nicht.