Interessante Aufgaben in der ChampionsLeague

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Die Telekom Baskets bekommen in der Basketball ChampionsLeague ordentlich zu tun. Neben zwei noch nicht feststehenden Qualifikanten, müssen die Bonner gegen Iberostar Teneriffa aus Spanien, (Viertelfinalist 2018), Umana Reyer Venedig aus Italien, (Halbfinalist 2018), den griechischen Top-Club Paok Thessaloniki (ebenfalls Halbfinalist 2018), den israelischen Vizemeister Hapoel Holon und den tschechischen Vizemeister Opava. Das hat die Auslosung der Gruppen im Laufe der Woche ergeben.

Sportmanager Michael Wichterich hofft und glaubt, dass sein Team eine gute Rolle im europäischen Wettbewerb spielen kann: „Unsere Gruppe ist sicherlich interessant und sportlich alles andere als einfach. Davon unabhängig ist unser Ziel, diese Saison die zweite Runde zu erreichen.“ Die erste Runde startet für die Baskets am 9. Oktober. Um in der ChampionsLeague eine Runde weiter zu kommen, müssen die Bonner in ihrer Gruppe mindestens Vierter werden. Die Plätze fünf und sechs würden noch für einen Platz im Europe Cup reichen.

Außerdem steht seit dieser Woche fest, dass die Baskets auch in diesem Jahr wieder beim Kooperationspartner in Rhöndorf zum Gezeiten Haus-Cup antreten werden. Hier spielen sie am 1. September zunächst gegen Rhöndorf. Am Sonntag dann gegen Würzburg oder Frankfurt.

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Bojan Subotic ersetzt Nemanja Djurisic

© championsleague.basketball / Telekom Baskets Bonn

Es tut sich was auf dem Bonner #heartberg. Die Telekom Baskets basteln in aller Stille und ohne große Nebengeräusche am Team für die kommende Saison. Jetzt gaben sie die Verpflichtung von Bojan Subotic bekannt. Der 27-Jährige kommt aus Montenegro und spielte zuletzt in Estland. Er soll auf der Position vier auflaufen, kann aber auch als Center aushelfen. Subotic unterschrieb einen Vertrag über eine Spielzeit.

„Bojan ist ein international sehr erfahrener Spieler, der uns mit seiner guten Balance aus Inside- und Outside-Spiel auf den großen Positionen variabel helfen wird“, sagt Baskets-Trainer Predrag Krunic zur Verpflichtung des Mannes, der vor Jahren auch für Roter Stern Belgrad auflief. „Er ist ein echter Kämpfer, der mit seiner Physis auch auf die Center-Position ausweichen und unter dem Korb regelrecht wühlen kann.“

Nicht nach Bonn zurückkehren wird dagegen ein anderer Montenegriner: Nemanja Djurisic bekommt keinen Vertrag mehr bei den Baskets. Keine große Überraschung, konnte er doch zu oft sein Potential nicht abrufen. Zudem seien sich Subotic und Djurisic in ihrer Spielweise zu ähnlich, sagte Sportmanager Michael Wichterich dem Bonner General Anzeiger. Im gleichen Interview schloss Wichterich eine Rückkehr von Tomislav Zubcic nicht aus. Die Bonner Rundschau hatte vor einiger Zeit berichtet, der Kroate habe kein Angebot von den Baskets erhalten.

Baskets wieder in der Champions League

© Sebastian Derix

Jetzt ist es offiziell: Die Telekom Baskets spielen auch in der kommenden Saison wieder in der Basketball Champions League. Die Liga hat heute die Teilnehmer vorgestellt. 26 Mannschaften sind gesetzt, darunter in diesem Jahr auch die Baskets. Im vergangenen Jahr hatten sie noch in die Quali gemusst. 30 weitere Teams kämpfen in diesem Jahr in drei Qualifikationsrunden um sechs weitere Startplätze.

Aus Deutschland fest qualifiziert sind neben den Bonnern auch die Mannschaften aus Bamberg und Ludwigsburg. In der Qualifikation versucht sich Bayreuth durchzusetzen. Das Team steigt erst in der dritten Quali-Runde ein – genau wie der neue Club von Julian Gamble, Nanterre 92.

Die Auslosung, sowohl für die Qualifikationsrunden, als auch für die Hauptrunde, findet am 11. Juli im schweizerischen Mies statt.

Gamble-Nachfolger gefunden

© NBA G-League / Telekom Baskets Bonn

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Die Telekom Baskets haben einen Nachfolger für den nach Frankreich abgewanderten Center Julian Gamble gefunden. Aus der Türkei wechsel Charles Jackson auf den Bonner Hardtberg. Hier erhält der 25-Jährige einen Vertrag für eine Spielzeit. Jackson spielte zuletzt in der zweiten türkischen Liga bei Bandirma Kirmizi. Im Jahr zuvor war er mit Sakarya BB in die erste Liga aufgestiegen, hatte dann aber keinen Vertrag mehr für Liga 1 bekommen.

Dass er jetzt aber den Schritt in die Bundesliga schaffen kann, davon sind die Baskets überzeugt. „Mit Charles kommt ein Spieler zu uns, der darauf brennt, seine Qualitäten in einer stärkeren Liga zu beweisen“, sagt Sportmanager Michael Wichterich. „Unser Eindruck ist, dass er dafür im Training und Spiel Vollgas geben wird.“ Der 2,08m-Mann ist sehr beweglich und athletisch. Außerdem hat er flinke Finger. Davon zeugen seine im Schnitt 1,3 Steals pro Spiel im vergangenen Jahr. Chefcoach Predrag Krunic: „Er ist für seine Größe sehr mobil und wird gut in unser System passen.“

Außerdem sorgte Jackson in rund 25 Minuten Spielzeit für durchschnittlich 14 Punkte und sicherte sich 8,4 Rebounds. Coach Krunic freut sich deshalb vor allem auf einen Mann, der sich die Abpraller schnappt: „Charles Jackson bringt viel Energie und Intensität mit, ist ein starker Rebounder und hat in den letzten beiden Jahren sehr gut in der Türkei gespielt.“

 

Jarelle Reischel komplettiert die deutsche Riege

© DJL / Telekom Baskets Bonn

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Die Telekom Baskets haben ihr letztes deutsches Puzzleteil für das Team in der kommenden Saison gefunden. Jarelle Reischel spielt in der nächsten Spielzeit auf dem Hardtberg. Der 26-Jährige unterschrieb einen Vertrag, der bis zum Sommer 2019 gilt. Zuletzt spielte Reischel in der ProA in Karlsruhe. Bei den PSK Lions er es in 27 Spielen durchschnittlich auf 13,9 Punkten, 5,9 Rebounds sowie 3,0 Assists und 1,8 Steals. Mit Karlsruhe kam er bis ins Halbfinale der Playoffs.

Jetzt freut sich Reischel auf den nächsten Schritt in seiner Karriere: „Die Telekom Baskets sind ein traditionsreicher und professionell geführter Club. Das, aber vor allem auch das Gespräch mit Coach Predrag Krunic während meines Besuchs auf dem Hardtberg, hat mich von Bonn überzeugt“, sagt der Flügelspieler. „Ich will dem Team mit meiner Verteidigung sowie Variabilität im Angriff die benötigte Energie geben, um möglichst erfolgreich zu spielen.“

Dass er das kann, davon ist Baskets-Sportmanager Michael Wichterich überzeugt: „Mit Jarelle kommt einer der besten deutschen Akteure der vergangenen ProA-Saison nach Bonn. Er verfügt über die athletischen und spielerischen Fähigkeiten, um schon in der kommenden Saison eine gute Rolle in der BBL zu übernehmen. Sein Talent gilt es nun mit täglicher Arbeit zu hinterlegen, um gemeinsam erfolgreich zu sein.“

In Bonn soll Reischel hauptsächlich als Small Forward eingesetzt werden. Laut Verein kann er dank seiner Athletik und Physis aber auch auf die Zwei und Vier ausweichen. Der 2m-Mann übernimmt bei den Baskets die Trikotnummer 5 von Jordan Parks.

Happy Birthday Telekom Dome

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Vermutlich keiner der damals anwesenden 6.000 Zuschauer wird den Moment vergessen haben: Vor genau zehn Jahren liefen die Telekom Baskets erstmals zu einem Spiel in den nagelneuen Telekom Dome ein. Es war Finalzeit und der Gegner hieß ALBA Berlin. Die Mutter aller Spiele fand erstmals im neuen Zuhause der Männer vom Hardtberg statt – keine 700 Meter von der Schulturnhalle entfernt, in der sie die Saison begonnen hatten. Zu dem Zeitpunkt war die einzige Basketballhalle in Deutschland, die in der Hand eines Vereins ist, noch im Rohbau. Ihre Eröffnung war für irgendwann im September geplant. Und dann ging alles ganz schnell.

Die Baskets zogen mit einem Sieg in Frankfurt ins Finale ein. Sechs Tage später sollte die Finalserie ein erstes Mal in Bonn aufschlagen. Noch in den Playoffs war die Entscheidung gefallen: Sollten wir das Finale erreichen, eröffnen wir den Dome schon jetzt. Das bedurfte eines Kraftaktes sondergleichen. Mächtig viel Kraft, um winzige Staubkörnchen zu entfernen. Die Halle war übersät mit diesem feinsten Baustaub. Nur mit Hilfe von Mitarbeitern und Fans konnte der in seine Schranken jenseits der Halle verwiesen werden. Noch in der Nacht vor dem Spiel wurden Gerätschaften von der Hardtberghalle ins neue Zuhause transportiert.

Dann kam er, der große Moment: Die BBL hatte die Halle abgenommen, Feuerwehr und Stadt ihr OK gegeben. Die Halle war innerhalb einer halben Stunde ausverkauft gewesen. Und so strömten 6.000 Fans in den neuen Dome – teils mit Tränen in den Augen, weil der Traum einer neuen Halle endlich wahr geworden war. Was dann folgte, war eine Mannschaft, die die Euphorie mit auf das Parkett nahm. Zwei Stunden später hatten die Baskets die Serie gegen ALBA ausgeglichen. Der Telekom Dome hatte seine Tauglichkeit unter Beweis gestellt – sowohl technisch, als auch emotional.

Zehn Jahre später kommen langsam die ersten Wehwehchen. Baskets-Präsident Wolfgang Wiedlich glaubt dennoch, dass die Halle eigentlich unverwundbar ist: „Von außen gibt es keinerlei Verschmutzungen oder Graffitis. Ich glaube, durch die Hilfe unserer Fans beim Aufbau hat der Telekom Dome so eine Art Schutzschild bekommen.“ Zur neuen Spielzeit bekommt er dennoch ein paar kosmetische Korrekturen. In der kommenden Saison begrüßt zum Beispiel ein neues Parkett die auflaufenden Mannschaften.

Polas Bartolo, DiLeo und Breunig bleiben, Klein muss gehen

© Sebastian Derix

Jetzt geht´s rund auf dem Personalkarussell der Telekom Baskets. Kaum ist die Weiterverpflichtung des Trainers unter Dach und Fach, geht es auch mit den Planungen auf dem Parkett ganz schnell. Geschuldet ist dies unter anderem auch der überschrittenen Monatsgrenze. Die sorgte nämlich zum Beispiel bei TJ DiLeo und Konstantin Klein für Klarheit. Der eine bleibt, der andere geht.

Während der Deutsch-Amerikaner DiLeo seine Option auf Vertragsausstieg nicht zog und somit auch im kommenden Jahr auf dem #Heartberg spielt, beendete der Verein seinerseits per Option das Arbeitsverhältnis mit Konsti Klein. „Die Saison hat gezeigt, dass wir neben Josh Mayo und TJ DiLeo einen weiteren starken und großen Guard brauchen“, begründet Sportmanager Michael Wichterich die Entscheidung.

Es war eine Entscheidung des Kopfes: „Wir schätzen Konstantins Qualitäten auf dem Feld und als Typ im Team sehr, aber eine solche Konstellation hätte zwangsläufig zu Spielzeit-Nachteilen für ihn geführt. Wer Konsti kennt, weiß, dass er an sich selbst einen anderen Anspruch hat. Und das ist gut und richtig. Er ist kein Rollenspieler.“ Gemeinsam hätte man „zwei gute Jahre gehabt“, so Wichterich, „in denen sich Konsti immer als Profi und exzellenter Mensch gezeigt hat. Wir wünschen ihm das Beste für seine Zukunft.“

Eine Zukunft auf dem #Heartberg haben dagegen weiterhin Yorman Polas Bartolo und Martin Breunig. Beide unterschrieben neue Arbeitspapiere für zwei weitere Spielzeiten. Michael Wichterich: „Yorman verkörpert wie kein anderer auf und abseits des Feldes den Telekom-Baskets-Spirit. Mit seinem Kampfgeist und einer bedingungslosen Verteidigung verkörpert er als echter Intensitätsanker die Attribute, die Basketball in Bonn ausmachen.“

Und auch Nachwuchsmann Martin Breunig hat im Laufe der vergangenen Spielzeit immer besser ins Team gefunden und den Manager dadurch überzeugt: „Mit fortlaufender Saison hat Martin uns unter den Körben immer mehr Stabilität gegeben, und wir sind fest davon überzeugt, dass sich seine positive Entwicklung in Zukunft fortsetzen wird“, so Wichterich. „Er ist ein wichtiger Bestandteil in unserer Planung, und ich freue mich, dass wir gemeinsam daran arbeiten werden, sein volles Potenzial für die Baskets aufs Parkett zu bringen.“