Mayo und Team International gewinnen beim AllStar Day

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Gleich vier Vertreter hatten die Telekom Baskets in diesem Jahr beim AllStar Day der easyCreditBBL am Start. Kurzfristig schaffte es auch der Bonner Verteidigungsminister, Yorman Polas Bartolo, ins nationale Team der besten Spieler der Liga. König Julian Gamble vertrat die Bonner Farben im Dunking-Contest und Capitano Josh Mayo, sowie sein Partner TJ DiLeo waren jeweils von den Coaches für die (Inter-)Nationals nominiert worden. Mit dem ehemaligen Bonner Sebastian Machowski fand sich ein weiterer Teilnehmer mit Bonner Stallgeruch ein, der beim Dreier-Wettbewerb der Legenden antreten durfte.

Und besagter Machowski zeigte, was in ihm steckt. Gewann er im vergangenen Jahr überragend den Dreier-Contest der Kategorie Ü30, so konnte er seinen Titel auch in Göttingen verteidigen. Ein Treffer von der Mittellinie bescherte ihm den Sieg über den Hausherren Robert Kulawick und ALBA-Legende Sven Schulze. Josh Mayo, ebenfalls Spezialist für Distanzwürfe, konnte im Dreier-Wettbewerb der Profis nicht ins Finale vordringen, wurde aber mit dem Sieg im AllStarGame besänftigt. Traurig vom Feld schlichen hier dagegen seine Teamkameraden DiLeo und Polas Bartolo.

Da König Julian die Teilnahme an selbigem Spiel verwehrt blieb, obwohl er den ganzen Tag über hartnäckig seine Dienste aufzudrängen versucht hatte, musste er sich auf den Dunking-Wettbewerb konzentrieren. Und das tat er dann auch erfolgreich – zumindest auf dem Gebiet der Kreativität. So dunkte er zuerst einen amerikanischen Witzbold mit gelben Haaren aus dem Weg, um danach aufs Knie zu gehen und ein Zeichen für Gleichberechtigung zu setzen. Daumen hoch dafür. Im zweiten Anlauf brachte er seine komplette Familie mit aufs Parkett und ließ sich vom jüngsten Gamble-Spross die Vorlage für seinen Dunk geben. Für den Sieg gereicht hat das leider nicht. Allzu enttäuscht schien der Bonner König danach aber nicht.

 

 

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Das Cookie-Game

© Sebastian Derix

Es geht schon wieder los. In den sozialen Netzwerken werfen sich die Telekom Baskets und die Fraport Skyliners Nettigkeiten an den Kopf, garniert mit einer Portion Kekse. Das Cookie-Game steht an – zweimal in der Saison treffen Bonner und Frankfurter Basketballer aufeinander. Und seit rund zweieinhalb Jahren dreht sich im Vorfeld alles nur noch um die Backkünste der jeweils Beteiligten. Was auf Twitter oder Facebook relativ schnell anfing zu nerven, hat eigentlich einen durchaus sinnvollen Hintergrund. Den kennen allerdings nur die wenigsten.

Eigentlich dreht es sich nämlich nicht nur um den besten Keks. Anhänger beider Vereine sind aufgerufen, Lebensmittel zum Spiel mitzubringen, um sie an die Frankfurter Tafel zu spenden. Lange Zeit war dies ein mehr oder weniger gut gehütetes Geheimnis, warum auch immer. Jetzt gehen beide Clubs aber in die Offensive. Wer von den Bonner Fans nicht zum Spiel nach Frankfurt kann, kann seine haltbaren Lebensmittel auch in der Geschäftsstelle abgeben. Diese dürfen dann im Teambus mit an den Main reisen. Eine Ehre, die sonst nur Mannschaftsmitgliedern zuteil wird.

Dennoch geht es in Frankfurt am Sonntag nicht nur um den guten Zweck. Auch und vor allem sportlich ist die Partie interessant. Beide Teams wollen sich für die Pokal-Qualifikation qualifizieren. Frankfurt reicht dazu ein Sieg. Die Baskets brauchen diesen allerdings ebenfalls – und noch einen weiteren im Heimspiel gegen Bremerhaven vier Tage später. Es geht also um Keks und Wurst in der Fraport Arena. Hochball ist am Sonntag um 17.30 Uhr.

Niederlage in Ludwigsburg

© Sebastian Derix

Am Ende hätte es fast die Bank gerichtet: Im Schlussviertel der Partie der Telekom Baskets bei den MHP Riesen Ludwigsburg rannten die Gäste einem deutlichen Rückstand hinterher. Miserabel war die offensive Ausbeute bis dahin gewesen, die nötige Intensität hatte gefehlt. Und hätten die Hausherren ihrerseits nicht ebenfalls offensive Probleme gehabt, hätte sich ein Aufbäumen im letzten Abschnitt vermutlich auch nicht mehr gelohnt. So aber konnten die Ergänzungsspieler zeigen, dass sie ein wichtiger Teil der Mannschaft sind. Auch, wenn es am Ende nicht ganz gereicht hat.

87:78 stand am Ende auf der Anzeigetafel. Es war ein verdienter Sieg für Ludwigsburg. Die Baskets hatten zwar stark begonnen, waren dann aber noch stärker eingebrochen. Bis auf weit mehr als 20 Punkte wuchs der Zwischenstand zwischenzeitlich an. Bis dann, wie schon erwähnt, die Bankspieler in den letzten zehn Spielminuten aufdrehten. Als die Baskets dann aber in Schlagdistanz waren, fingen sich die Hausherren und legten schlussendlich die entscheidenden Punkte zwischen sich und die Gastmannschaft.

Im Kampf um die Qualifikation für den Pokal war das ein Rückschlag für Bonn. Drei Spiele sind es jetzt noch, nach denen die Baskets in der bereinigten „Pokal-Tabelle“ auf dem sechsten Platz stehen müssen, um am Wettbewerb teilnehmen zu dürfen. Um das Rennen noch einigermaßen offen zu halten, muss am Freitagabend im Heimspiel gegen Gießen ein Sieg her. Hochball im Telekom Dome ist um 20.30 Uhr.

Zubcic ist angekommen

© Sebastian Derix

Tomislav Zubcic ist angekommen. In Bonn schon vor knapp vier Wochen. In der easyCredit BBL dank verweigerter Spielerlaubnis erst mit Verspätung. Aber jetzt ist er voll da. Auch beim Sieg der Telekom Baskets in Göttingen bot der Kroate wieder eine starke Leistung, war mit 19 Punkten Topscorer seines Teams. Damit krönte er seine bisher schon sehr starken Leistungen im Bonner Trikot.

Im Interview nach dem Spiel zeigte er sich dennoch mehr als bescheiden. Das Lob von Stefan Koch gab der 2,12m-Mann gleich weiter an Trainer und Team, die ihm die Integration in Bonn mehr als leicht gemacht hätten. Auf seine eigene Leistung angesprochen huschte allerdings ein mehr als breites Lächeln über das Gesicht des Hünen. Er scheint sich wohl zu fühlen. Im Team, in der Liga und überhaupt.

Für die Baskets ist Zubcic derweil ein Glücksgriff. Durch seine Schussstärke von außen zieht er gegnerische Teams auseinander (außer Oldenburg). Für die Mitspieler entstehen Freiräume, die vorher nicht da waren. Und der Lange ist zudem noch in der Lage, selbst zum Korb zu ziehen. Auch für die Defensive ist Zubcic ein Upgrade. Wenn der Kroate in der Zone die Arme ausbreitet, geht potentiellen Schützen ruckzuck der Platz aus.

Und so ist es kein Wunder, dass sich die Baskets nach dem Horror-Wochenende in Bayern und Franken aus ihrem Loch befreit haben. Drei Siege und eine denkbar knappe Niederlage nach Overtime stehen seitdem in den Büchern. So kann und soll es nach Möglichkeit mindestens bis zum Ende der Hinrunde weiter gehen. Dann kann sowohl das Weiterkommen in der Champions League, als auch die Qualifikation für den Pokalwettbewerb das Ergebnis sein.

Mayo führt die Baskets zum zweiten Sieg

© Sebastian Derix

Der kleinste Mann auf dem Parkett war der, der es am Ende richten musste: Josh Mayo übernahm, wie ein Großer, die Aufgabe, die er sich als Kapitän der Telekom Baskets selbst auferlegt hatte. Die entscheidenden Punkte in der finalen Hinrundenpartie in der Champions League macht der amerikanische Aufbauspieler selbst. Und wollte das auch. Er setzte mit 17 Punkten, vier Assists und nur einem einzigen Ballverlust einmal mehr ein Ausrufezeichen. Mayo zur Seite standen in Italien vor allem Julian Gamble mit einem Double-Double aus 13 Punkten und zehn Rebounds und Nemanja Djurisic mit neun Punkten und elf Rebounds – knapp vorbei.

Aber auch der Neuzugang fügte sich fast nahtlos ins Team ein: Tomislav Zubcic sorgte in seinem ersten offiziellen Spiel für neun Zähler und fünf Rebounds – und da in nur 16 Minuten Spielzeit. Das sah phasenweise in Sachen Zusammenspiel schon wirklich gut aus. Ron Curry musste hingegen, neben dem ohnehin verletzten Jordan Parks, in Italien aussetzen. Unter der Woche hatte Sportmanager Michael Wichterich ihn im General Anzeiger kritisiert. Allerdings habe der Amerikaner die Chance, sich über das Training wieder zu empfehlen.

Durch den Sieg in Italien ändert sich an der Tabellenposition der Baskets in ihrer Gruppe zunächst nicht viel. Allerdings fehlt nur noch ein Sieg, um den Sprung in die nächste Gruppenphase schon wieder deutlich realistischer zu machen. Insgesamt ist die Gruppe eng zusammen gerückt. Einzig Istanbul scheint schon fast für die nächste Runde qualifiziert.

In der Bundesliga steht jetzt endlich mal wieder ein Heimspiel an. Am Sonntag empfangen die Baskets Oldenburg im Telekom Dome. Hochball ist dann um 17.30 Uhr.

Zubcic darf spielen

© Telekom Baskets Bonn

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Es ist entschieden: Tomislav Zubcic ist ab sofort für die Telekom Baskets spielberechtigt. Der Kroate wird also am kommenden Mittwoch in der Champions League im Kader der Bonner Basketballer stehen. Sein ehemaliger Club, Trabzonzpor Media Park, hat bis zum Montagabend bei der FIBA keine Unterlagen eingereicht, die eine Spielerlaubnis verhindern könnten. „Ich freue mich, dass Tomislav nun ins Spielgeschehen eingreifen kann und bereits am Mittwoch in der Basketball Champions League gegen Avellino im Kader stehen wird“, kommentierte Baskets-Sportmanager Michael Wichterich die Entscheidung.

Am vergangenen Wochenende hatte Zubcic noch von der Bank aus zusehen müssen, wie sich seine neuen Teamkameraden vergeblich gegen Bayern und Bamberg abmühten. Sein ehemaliger Club, der zuerst für seine Position einen anderen Spieler verpflichtet und dann die Gehaltszahlungen an Zubcic eingestellt hatte, verweigerte die Freigabe – aus welchen Gründen auch immer. Zubcic selbst musste deshalb bei der FIBA den Antrag stellen, die Organisation wechseln zu dürfen. Das tat er. Ein Frist des Weltverbandes bis zum Montagabend hat der türkische Erstligist verstreichen lassen.