Stürmische Woche

Will Voigt ist der neue Trainer der Telekom Baskets. Der Amerikaner ist gleichzeitig Nationaltrainer von Angola. Am Donnerstag leitete er sein erstes Training auf dem #heartberg. Er unterschrieb einen Vertrag bis zum Saisonende. Voigt bereitete die Mannschaft auf das erste Spiel am Sonntag gegen Ulm vor. Dazu kam es allerdings nicht.

Sturmtief Sabine machte dem neuen Coach und seiner Mannschaft einen Strich durch die Rechnung. Wegen einer Unwetterwarnung mussten die Baskets das Spiel kurzfristig absagen. Damit kommt es am nächsten Mittwoch zum Debut des Trainers. Dann ist Ludwigsburg zu Gast im Telekom Dome.

Päch muss gehen

© Sebastian Derix

Am Ende kam die Nachricht, mit der einige schon früher gerechnet hatten, doch einigermaßen überraschend: Die Telekom Baskets haben Cheftrainer Thomas Päch freigestellt. Und das nach einer Woche, in der erstmals der Einzug ins Achtelfinale der ChapionsLeague geschafft wurde. Zum Verhängnis wurde Päch wohl die erneute Niederlage der Baskets gegen Crailsheim.

„Leider spielt unser Team auch mit Beginn der Rückrunde in der Bundesliga weiter unter seinen Möglichkeiten“, versucht sich Baskets-Präsident Wolfgang Wiedlich an einer Art Erklärung. Und weiter: „Eine noch längere Geduldsphase können wir uns nicht leisten; wir spielen um unsere Bundesliga-Existenz. Dass wir nach Liga-Maßstäben so spät reagieren, hat etwas mit den positiven Impulsen zu tun, die Thomas Päch im gesamten Umfeld, insbesondere im Nachwuchs-Trainerbereich, gesetzt hat. Auch damit, dass wir uns eine Ära Päch auf dem Hardtberg haben vorstellen können.“

„Wir waren lange überzeugt, unseren Neustart in eine gute Richtung bringen zu können“, kommentiert Sportmanager Michael Wichterich, „auch weil Thomas Päch inhaltlich und in seiner Ansprache an das Team in schwierigen Phasen Impulse setzen konnte. Aber über weite Strecken der vergangenen Partien war kein Fortschritt zu erkennen, teilweise wirkte die Mannschaft überfordert. Ich bin fest davon überzeugt, dass Thomas Päch einen erfolgreichen Weg als Trainer gehen wird, aber der sportliche Erfolg im Sinne eines frühzeitig gesicherten Klassenerhalts steht für uns jetzt an erster Stelle.“

Und der Trainer? Findet kein böses Wort für das vorzeitige Ende seines Arbeitsverhältnisses: „Zuerst möchte ich mich bei den Baskets für die Chance und das Vertrauen bedanken. Leider ist die Saison nicht so verlaufen, wie wir uns das alle vorgestellt haben. Trotz der schwierigen Situation habe ich immer vollste Unterstützung und Vertrauen vom Verein bekommen, was ich sehr zu schätzen weiß. Bedanken möchte ich mich auch bei meinem Staff, der einen sensationellen Job gemacht und mir zu jeder Zeit den Rücken freigehalten hat.“

Am Dienstag in der ChampionsLeague soll Co- und Ex-Cheftrainer Chris O´Shea das Team dirigieren. Danach muss er wieder zurück in die zweite Reihe. Schon die Vorbereitung auf das Spiel gegen Ulm am nächsten Sonntag soll ein neuer Cheftrainer verantworten, teilte der Verein mit.

Zwei Spiele, zwei Niederlagen

© Sebastian Derix

Es war noch nicht der erhoffte Befreiungsschlag: Nach dem Auswärtssieg in Gießen fielen die Telekom Baskets in sich zusammen und unterlagen in Klaipeda fast ohne Gegenwehr. Auch beim Tabellenführer in der BBL schafften es die Bonner nicht, von Beginn an fokussiert zu sein.

Es war die beschämenste Leistung bisher, hatte Sportmanager Michael Wichterich nach dem Auswärtsspiel in der Champions League gesagt. Ein Sieg in München sei nur mit dem richtigen Mindset möglich, hieß es auf der Website des Vereins in der Ankündigung zum Auswärtsspiel beim Deutschen Meister.

Blöd, dass das Mindset wohl nicht mehr in den Bus gepasst hatte und deshalb mit der Bahn fahren musste. Denn als es in der Halle ankam, war das erste Viertel der Baskets gegen Bayern München schon gelaufen. Die Bonner lagen mit 19 Punkten hinten.

Dann jedoch schien sich das Team zu erinnern. An seine Fähigkeiten, an bisher schon gezeigte Leistungen und daran, dass es eigentlich Basketball spielen kann. Bonn holte auf, München legte einen Gang zu, Bonn konterte mit einem 19:0-Lauf.

Allerdings zeigte sich dann, dass die Bayern zum einen über die besseren Spieler verfügen. Und zum anderen, dass das fehlende Mindset vom Beginn auch zu viel Kraft gekostet hatte. Die Baskets waren nicht mehr in der Lage, entscheidend dagegen zu halten. Mit 85:93 fiel die Niederlage dennoch noch moderat aus. Es war nicht alles schlecht auf Bonner Seite.

Am Dienstag steht wieder Champions League an. Mit einem Sieg stehen die Baskets im Achtelfinale. Nach dem Hinspiel muss man sagen: Das ist möglich. Wenn das Mindset stimmt.

Lawrence lenkt, Brown versenkt

(Sorry für das überaus schlechte Wortspiel in der Überschrift.)

Zwei Spiele, zwei Siege. Bei den Telekom Baskets scheinen die Veränderungen zu greifen: Geno Lawrence und Alec Brown stabilisieren die Mannschaft, die vergangene Woche brachte endlich wieder den erhofften Erfolg. Und das, obwohl mit TJ DiLeo, Yorman Polas Bartolo (in der CL) und Martin Breunig drei wichtige Bonner verletzt aussetzen mussten bzw. müssen.

Trotzdem sorgte vor allem Lawrence für lange vermisste Struktur im Bonner Spiel. In der ChampionsLeague gab er zehn direkte Korbvorlagen, bei Sieg in Gießen sogar elf. Alec Brown gibt der Mannschaft eine zusätzliche Option. Vorne trifft er und hinten verändert er durch seine Größe Würfe.

Folgerichtig sprangen in der vergangenen Woche Siege gegen Szombathely und Gießen dabei heraus. Wichtige Siege. Zeit sich darauf auszuruhen bleibt nicht. Schon am Mittwoch sind die Baskets in Klaipeda zu Gast, nächstes Wochenende müssen sie zu den Bayern, die gerade ihr erstes Spiel in der Liga verloren haben. Beides werden keine leichten Aufgaben.

Geno ist zurück, der Erfolg nicht

Die Telekom Baskets haben unter der Woche für einen Paukenschlag gesorgt. Und für Ernüchterung. Zuerst gaben die Bonner Basketballer die Verpflichtung ihres ehemaligen und neuen Spielmachers bekannt: Ab sofort trägt Geno Lawrence wieder das Trikot der Baskets. Geholfen hat es am Ende nur begrenzt: Im Nachholspiel gegen Braunschweig verloren die Bonner trotzdem. 85:90 stand am Ende auf der Anzeigetafel.

Dabei hatte der Freitagabend das Potential zu einem Feiertag. Die Rückkehr des Publikumslieblings sorgte für einen immensen Stimmungsschub im Publikum. Im Dome herrschte fast schon Playoff-Atmosphäre. Und auch Geno genoss seine Rückkehr auf den #heartberg. Am Ende des Abends war er Topscorer seiner Mannschaft. Zum Sieg hatte es dennoch nicht gereicht.

Das lag zum einen daran, dass gegen den starken Braunschweiger Center Scott Eatherton ein Gegner wie Martin Breunig fehlte. Der fiel wegen einer Gehirnerschütterung aus dem vergangenen Champions League-Spiel aus. Zum anderen kann auch Geno Lawrence die Mannschaft nicht nach nur einem gemeinsamen Training alleine über die Ziellinie tragen.

Und doch wurde deutlich, dass seine ordnende Hand und seine Erfahrung der Mannschaft helfen wird. Die nächste Chance, das zu beweisen, ergibt sich schon am kommenden Mittwoch. Dann wollen sich die Baskets in der Spitzengruppe der Champions League etablieren. Hochball gegen Szombathely ist um 20 Uhr.

Die Negativserie geht weiter

© Sebastian Derix

Die Niederlagenserie der Telekom Baskets setzt sich auch im neuen Jahr fort. Bei ratiopharm Ulm unterlagen die Bonner am Abend mit 73:85. Damit warten die Baskets weiter auf einen Auswärtssieg in der Bundesliga und verbleiben auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Obwohl Bonn gut ins Spiel kam, war der Erfolg der Hausherren am Ende verdient. Die Baskets schafften es nicht, die Distanzwürfe der Gastgeber zu verteidigen. Gleichzeitig trafen sie selbst von außen viel zu wenig.

Da half auch eine ordentliche Leistung der Bonner Neuzugangs Alec Brown nicht. Der Amerikaner kam schleppend in die Partie, sorgte dann aber für 13 Punkte und war zweitbester Werfer seiner Mannschaft. Damit zeigte er, dass er durchaus eine Verstärkung für das Team von Thomas Päch sein kann.

Weiter geht es für die Baskets schon am Dienstag in der Champions League. Die Baskets sind in Istanbul zu Gast. Hier soll die gute Ausgangsposition in der Gruppe nach Möglichkeit gehalten oder ausgebaut werden.

Negativserie geht weiter

Zwei Spiele, zwei Niederlagen. Die Woche für die Telekom Baskets war einmal mehr alles andere als weihnachtlich. Erst setzte es zuhause eine Heimpleite gegen den direkten Abstiegskonkurrenten Hamburg Towers, dann gab es auch auswärts wie gewohnt in Würzburg eine Niederlage.

Dazwischen kam die Meldung, dass es jetzt Alec Brown richten soll. Der Amerikaner misst stattliche 2,16m, kann auf der Vier und der Fünf spielen und soll vor allem erstmal den Ausfall von Stephen Zimmerman kompensieren, der vermutlich rund vier Woche ausfällt. Brown unterschrieb einen Vertrag bis zum Ende der Saison.

Gleichzeitig stellt der Verein klar, dass Coach Thomas Päch weitermachen darf. Außerdem sei es möglich, dass ein weiterer Spieler verpflichtet wird, um aus dem Tabellenkeller zu entkommen. Der von einigen Fans geforderte Josh Mayo wird es vermutlich nicht werden. Bonns ehemaliger Point Guard ist aktuell Topscorer seines neuen Vereins in Italien.