Auf Licht folgt Schatten

Nach der starken Leistung im Heimspiel gegen Bamberg am vergangenen Wochenende, setzte es eine knappe Woche später eine deftige Pleite: Die Telekom Baskets gingen in Bremerhaven mit 67:88 unter. Josh Mayo fehlte immer noch – das war allerdings nicht der Grund für die Blamage.

Vielmehr war es ein nahezu kollektives Versagen. Sprang noch gegen Bamberg jeder für den anderen in die Bresche, so war die Mannschaft in Bremerhaven „einfach nicht bereit“, wie Martin Breunig nach dem Spiel zu Protokoll gab.

Auch nicht bereit war der Distanzwurf. Nur vier von 23 Würfen aus dem Dreierland fanden ihr Ziel. Die Leistung seiner Mannschaft ließ dann auch Headcoach Chris O´Shea einigermaßen ratlos zurück: „Ich kann wenig Positives über uns heute sagen.“

Nach der vermeintlich leichten Aufgabe beim Tabellenvorletzten geht es am kommenden Wochen gegen einen direkt Playoffkonkurrenten weiter. Die Bonner müssen in Bayreuth ran. Das Spiel steigt am Sonntag um 15 Uhr.

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Heimsieg gegen den Dauerrivalen

Nach der bitteren Niederlage in Oldenburg unter der Woche hofften die Telekom Baskets am Sonntagnachmittag auf Wiedergutmachung. Allerdings hatten sie mit Brose Bamberg ein echtes Schwergewicht der Liga zu Gast. Noch dazu musste Capitano Josh Mayo erkrankt aussetzen.

Seine Mannschaftskameraden hatten sich deshalb eingeschworen, noch enger zusammen zu rücken. Und das funktionierte. Bonn trat mit einer eher großen Aufstellung an und versucht, diese Vorteile unter dem Korb zu nutzen – erfolgreich. Dazu kam, dass Olivier Hanlan einen Sahnetag erwischt hatte.

Hanlan machte 22 Punkte, Charles Jackson, der im Hinspiel noch gefehlt hatte, sorgte für deren 21. Auch Stefan Bircevic machte mit 18 Zählern und einer Dreierquote von 67 Prozent ein wirklich starkes Spiel. Da fiel auch nicht zu sehr ins Gewicht, dass TJ DiLeo ebenfalls gesundheitlich angeschlagen war.

Im Ergebnis heißt das, dass Bonn weiter auf dem sechsten Platz verweilt, relativ deutlich hinter Bamberg, aber nur ganz knapp vor Würzburg und Ulm, die ihre Spiele an diesem Sonntag ebenfalls gewannen. Folglich müssen die Baskets auch am kommenden Wochenende wieder punkten. Dann geht es auswärts gegen Bremerhaven.

Sechster Sieg in Folge

AllStar-Pause vorbei, Ligaalltag an. Die Telekom Baskets mussten nach zwei Wochen spielfrei wieder aufs Parkett. Zu Gast im Telekom Dome war Ex-Trainer Silvano Poropat mit seinem Mitteldeutschen Basketballclub. Der MBC trägt sich mit akuten Abstiegssorgen und muss deshalb jede Chance nutzen, die sich ihm bietet.

Da kam es Poropat gerade recht, dass die Bonner Presseabteilung unter der Woche darauf hinwies, dass der MBC aus der Distanz nicht zu den besten Teams der Liga zählt. Einen Ausdruck des Textes hatte der Trainer in die Kabine gepinnt – beste Motivation.

Und das schien zu fruchten, vor allem im dritten Viertel. 35 Punkte markierten die Gäste, vor allem auch aus der Distanz. Bonn war einigermaßen überrascht. Und musste sich von dem Schock erstmal erholen.

Im Schlussviertel bekamen sie das Spiel dann aber wieder einigermaßen in den Griff. Der MBC kam in Foultrouble. Bonn hingegen fand plötzlich eine gewisse Sicherheit von der Freiwurflinie, die das ganze Spiel über nicht anwesend gewesen war. Am Ende stand ein 105:98 – es war der sechste Bundesligasieg in Folge.

Drei Bonner gewinnen beim AllStar Day

© Sebastian Derix

Auf dem #Heartberg ist es einigermaßen ruhig. Die Telekom Baskets haben spielfrei. Der ein oder andere aus dem Team nutzt die freien Tage für einen Trip ins benachbarte Ausland. Nate Linhart weilt zum Beispiel für ein paar Tage in London und Headcoach Chris O´Shea besucht sein ehemaliges Team in Gmunden, das sich leider im Pokalfinale geschlagen geben muss.

Drei Bonner mussten allerdings auch an diesem Wochenende ran: Martin Breunig, TJ DiLeo und Yorman Polas Bartolo waren zum Bestentreffen der easyCredit BBL eingeladen. Sie unterstützten das Team der Nationals nach Kräften – Polas Bartolo wurde sogar bester Werfer seines Teams mit 28 Punkten. Und er sorgte per Dreier dafür, dass das Spiel gegen die internationalen Stars der Liga am Ende ins „Elfmeterschießen“ musste.

Bei Gleichstand nach 40 Minuten gab es einen Shootout von jeweils vier Spielern und der Headcoaches von jenseits der Dreierlinie. Die Nationals nahmen schließlich den Sieg mit nach Hause. Sichtlich gut gelaunt auch die drei Bonner Vertreter. Sie alle hatten sich voller Spielfreude gezeigt. Polas Bartolo war nur knapp am MVP-Titel vorbei geschrammt.

In der Liga läuft´s

Nach der bitteren Pleite und dem Ausscheiden im Europe Cup unter der Woche, stand für die Telekom Baskets am Sonntag wieder Ligaalltag an. Die Bonner hatten Göttingen zu Gast. Ein Team, dessen Ergebnisse nicht unbedingt mit den gezeigten Leistungen korrespondieren. Oder wie Coach Chris O´Shea es ausdrückte: „Sie sind besser, als es die Ergebnisse zeigen.“

Aus diesem Grund war es nicht verwunderlich, dass sich unter den Augen von Ex-Basket Andrej Mangold eine lange Zeit offene Partie entwickelte. Bonn erwischte den klar besseren Start. Allerdings ließ sich Göttingen zu keiner Zeit abschütteln. Dass die Hausherren am Ende dennoch die Punkte auf dem #Heartberg behalten konnten, lag unter anderem einmal mehr am Capitano.

Josh Mayo sorgte für 19 Punkte und traf dabei fünf von sechs Würfen aus dem Dreipunktland. „Er führt uns, das ist überragend“, lobte sein Trainer nach dem Spiel. Auch Martin Breunig und TJ DiLeo bekamen ein Sonderlob.

Diese beiden und Yorman Polas Bartolo sind dann auch die einzigen, die am kommenden Wochenende spielen müssen oder dürfen. Die drei reisen nach Trier zum AllStar Day der BBL. Für Breunig kam die Nominierung erst Ende der Woche. Er rückt verdient für Johannes Thiemann nach, der mit ALBA Berlin im Eurocup spielen muss.

Kantersieg gegen Bremerhaven

Vollgas. Das war in etwa das einzige, das die Telekom Baskets am Mittwochabend in Halbzeit eins gegen Bremerhaven an den Tag legten. Das Pedal war durchgedrückt bis ans Bodenblech. Die Gäste wurden förmlich überfahren. „Sie haben uns ordentlich den Arsch versohlt“, formulierte Gästetrainer Dan Panaggio. „Peinlich“ nannte er die Vorstellung seiner Mannschaft.

Offensichtlich war sie ihm so peinlich, dass er am nächsten Tag die Brocken hin schmiss. Er habe sein Bestes gegeben, um die Mannschaft auf Kurs zu bringen. Geklappt hat das nicht. Bremerhaven dümpelt weiter am Tabellenende. Ganz im Gegenteil die Baskets. Sie scheinen so langsam wieder in sicheres Fahrwasser zu kommen. Durch den Sieg im Nachholspiel kletterten sie endlich wieder auf einen Playoff-Platz.

Man konnte erkennen, dass das Team Spaß hat – gut, bei 41 Punkten allein im ersten Viertel kein Wunder. Am Ende leuchtete es 108:75 von der Anzeigetafel. Da hatte die große Karnevalsparty am kommenden Samstag schon längst ihre bunten Schatten aufs Parkett geworfen. In dieser Form wird es auch ratiopharm Ulm schwer haben, ein Bein auf den Boden zu bekommen. Zumal ihnen mit Ra´Shad James, Per Güther, Katin Reinhardt und Isaac Fotu gleich vier Leistungsträger fehlen werden.

Testspiel in Brüssel

Schon anderthalb Wochen haben die Telekom Baskets kein reguläres Spiel mehr bestritten. Wegen der Länderspielpause haben die Bonner ein paar Tage frei bekommen. Relaxen war angesagt. Viele Spieler und auch der Trainer haben sich ein paar Tage Urlaub gegönnt. Seit Anfang der Woche war dann aber wieder Training angesagt.

Inzwischen läuft die Vorbereitung auf die Partie am Mittwoch gegen Bremerhaven. Am Samstagabend stand dann ein Testspiel in Brüssel an. Und die Baskets holten sich weiter Selbstvertrauen. Zur Halbzeit lagen sie schon mit 20 Punkten vorne (48:28). Dann wurde es noch einmal verdammt eng. Aber am Ende ging der Sieg an Bonn – denkbar knapp (80:79).

Bevor es dann aber auf die Heimreise ging, musste noch das ein oder andere Hindernis aus dem Weg geräumt werden. Der Mannschaftsbus war zugeparkt. Kurzerhand hob das Team den blockierenden PKW aus dem Gefahrenbereich, vortrefflich dokumentiert über Instagram – natürlich nur, um nachweisen zu können, dass keine Schäden entstanden waren.