Länderspiel vergeigt

Viel zu erzählen gibt es nicht. Das EM-Qualifikationsspiel der Deutschen Basketball-Nationalmannschaft im Bonner Telekom Dome ging in die Hose. Und zwar richtig. Das Team von Honorartrainer Emir Mutapcic kam von Beginn an nicht wirklich zurecht mit den starken Polen. Die 4.500 Fans im Dome hatten trotz guter Stimmung leider keinen positiven Einfluss auf die junge deutsche Mannschaft. Am Ende stand eine verdiente Niederlage (76:88). In der EM-Quali ist es jetzt fast unmöglich, den ersten Tabellenplatz zu erreichen, der für die garantierte Teilnahme nötig ist. Am Sonntag geht es in Hagen gegen Österreich.

Hier gibt´s noch ein paar Bilder:

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Rhein in Flammen 2014

Hier gibt´s noch ein paar Bilder von Rhein in Flammen 2014. Funktioniert auch ohne Farbe.

Der Dome kann Boxen

© Sebastian Derix

Nehmen wir den sportlichen Aspekt vorneweg: Manuel Charr hat den Kampf gegen Kevin Johnson nach Punkten gewonnen. Die Punktrichter hatten ihn nach der vollen Distanz von zehn Runden relativ deutlich vorne. Das Ergebnis an sich geht in Ordnung, fiel aber vielleicht ein wenig zu deutlich aus. Das wundert aber nicht wirklich, betrachtet man den Rest des Abend. Doch dazu später mehr. Charr, so hatte ich den Eindruck, hatte das Heft des Handels über weite Strecken des Kampfes in der Hand. Johnson traf seltener, dafür aber präziser. Anscheinend bewerteten die Punktrichter den Aktionismus des Kölners aber höher, Johnson jedenfalls protestierte nach dem Kampf nicht.

Protest gab es aber vom Publikum im Telekom Dome. Das lag vor allem an der unterirdischen Organisation von Seiten des Veranstalters, der Nicht-Qualität der musikalischen Darbietungen und der Unfähigkeit der Stall-fremden „Boxer“. Fand ein Kampf gar nicht erst statt, so fielen bei drei weiteren die Gegner um wie die Fliegen. Eine Aufgabe nach der ersten Runde im Auftaktkampf war noch das Höchste, zu dem sich die „Sportler“ hinreißen ließen. Der einzige Vorkampf, der länger als drei Minuten dauerte, endete mit einer „gebrochenen Hand“ des Herausforderers, als er gerade begann, die Oberhand zu gewinnen. Selbst der routinierte Ringrichter, der für den Abend abkommandiert war, murmelt etwas von „Beschiss“ – dem ist wohl nichts hinzu zu fügen.

Hatte noch auf der PK am Montag ein besorgter Boxexperte gefragt, ob die zahlreichen musikalischen Darbietungen nicht die Qualität des Sportabends schmälern würde, so konnte er nach diesem Abend beruhigt nach Hause gehen. Die nicht vorhandene sportliche Qualität des Rahmenprogramms wurde nur noch getoppt von der des musikalischen. Die groß angekündigten Topstars Bahar und Percival waren gar nicht erst erschienen. Stattdessen enterte Orhan aus Köln die Bühne. Er traf an diesem Abend viele Menschen, aber keinen einzigen Ton. Die traf zwar der nächste Künstler, Horace Brown, das war aber auch schon alles, was zu ihm gesagt werden sollte. Denn dann warteten die Massen schon auf stand ja auch noch Fancy auf dem Programm, die, ja DIE 80er Ikone. Die Ikone wähnte sich im MEGADOME in Köln, äh, Bonn, ach wo sind wir denn überhaupt. Das kam gut an beim Publikum. Das folgende Medley mindestens ähnlich gut. Die ersten Buh-Rufe ließen nur Sekunden auf sich warten. Fancy bedankte sich beim Abgang mit den Worten: „Ihr da oben seid scheiße.“ – der Mann hat sein Handwerk gelernt.

Viele Menschen, die eigentlich nichts entscheidendes gelernt haben und trotzdem regelmäßig in den Boulevardmedien vertreten sind, waren an diesem Abend auch im Telekom Dome. Das ging von Manuels Freunden aus dem Container, über die Experten aus dem Bereich „Gesang“ – alles was beim Casting-Format DSDS entweder Rang oder Namen erreicht hatte gab sich die Ehre – bis hin zu den üblichen Verdächtigen bei einem solchen Ereignis wie Prinz Marcus von Anhalt, Georgina Fleur oder Ebby Thust. Prinz Kai der Erste hatte versprochen, nicht mit irgendwelchen Z-Promis aufzulaufen. Er hat sein Wort gehalten *hust*. Die seriösesten der bekannteren Zuschauer waren dann wohl Fernsehfrau Bettina Böttinger und Schalke-Trainer Jens Keller. Auch der ein oder andere Baskets-Spieler war der Einladung von Manuel Charr gefolgt.

Der Telekom Dome zeigte sich hingegen von seiner besten Seite. Er stellte unter Beweis, dass er auch für andere (Sport-)Veranstaltungen als den Basketball geeignet ist. Er und seine Mitarbeiter haben ihren Job gemacht und professionelle Voraussetzungen geschafften. Wenn sich jetzt noch vielleicht ein Dachdecker findet, der für schmales Geld kostenlos die Dachkonstruktion verstärkt, so dass eventuell auch so etwas wie ein Videowürfel installiert werden könnte, dürften die Bonner Sportfans noch auf das ein oder andere Highlight freuen.

Fazit: ein Abend, der im Gedächtnis bleibt. Ob das gut oder schlecht ist? Ich bin nicht sicher. Interessant war es allemal.

 

Hier gibt´s noch ein paar visuelle Eindrücke:

Jetzt aber – es blüht

Die Geschichte mit den Kirschblüten und der Altstadt hatte ich ja schon erzählt. Inzwischen blüht es aber mal so richtig. Ein paar Fotobeweise hab ich wieder gesammelt.

Es wird – die Kirschblüte in der Bonner Altstadt

Bis zum Kirschblütenfest in der Bonner Altstadt dauert es noch zwei Wochen. Das interessiert die Blüten selbst aber nicht die Bohne. Die sonnigen Tage seit Mitte der Woche haben den Knospen einen ordentlichen Schub gegeben. Seit Donnerstag öffnen sich immer mehr von ihnen, am heutigen Sonntag waren schon deutlich mehr als die Hälfte der Blüten geschlüpft. Bis zur Vollblüte werden es vermutlich noch zwei Tage sein. Ich bin Blumenexperte – das aber nur am Rande.

Aber auch ohne Vollbrand an der Blütenfront haben wir, also meine Freundin Bea, Fotografin der Gesichter Bonns, und ich, uns heute in die Altstadt begeben und mal ein paar Fotos geschossen. Meine Ergebnisse waren eher so mittel. Trotzdem sollt ihr was zu sehen bekommen. Bitteschön:

 

 

Der Zirkus in der Stadt

© Sebastian Derix

Es ist jetzt fünf Jahre her, dass die Basketball-Akrobaten der Harlem Globetrotters zuletzt in Bonn gastierten. Am Mittwochabend war es wieder soweit. Der Basketball-Zirkus war mal wieder in der Stadt. Das Warm-Up für die Basketball-Clowns-Akrobaten-Dings, die seit weit mehr als 80 Jahren ungeschlagen sind, machten Jugendteams aus dem Bonner Raum und die Rollstuhlbasketballer vom ASV, die gerade ihre Saison auf Platz zwei der zweiten Bundesliga beendet haben.

Dann, gegen 19 Uhr, begann die große Show. Leider hat auch sie sich in den vergangenen 80 Jahren nur marginal verändert. Deshalb wird der Klamauk, vor allem, wenn man ihn schon kennt, doch recht zügig anstrengend. Ich hatte nicht mehr in Erinnerung, dass bei den Globetrotters so wenig Basketball gespielt wird. Die Show steht so weit im Vordergrund, dass man die Körbe kaum noch erkennen kann. Für Kinder und Amerikaner mag das die perfekte Unterhaltung sein. Wenn sich 2,23 Meter afroamerikanischer Basketballer in einen rosa Karton stellen, um sich als „mehr als 2 Meter Schokolade“ zu verschenken, verdrehen sich mir allerdings automatisch die Augen.

Versteht mich nicht falsch: Wenn tatsächlich Basketball gespielt wurde, war die Show ganz nett anzusehen. Auch wenn natürlich klar sein muss, dass das mit einem „normalen“ Spiel aber auch gar nichts zu tun hat. Einen Steal und einen Block, perfekt ein-choreographiert, habe ich gezählt. Ansonsten bestand das Spiel nur aus Offensivaktionen, bei denen die „Gegner“ Geleitschutz gaben. Noch einmal: Es waren nette Körbe dabei, schöne Dunks und ein paar gute Tricks. Ich ziehe aber weiterhin jedes BekoBBL-Spiel dem Basketball Zirkus vor. Vielleicht auch einfach, weil ich zu alt und miesepetrig bin.

Fotos aus der Manege gibt´s trotzdem. Bittesehr:

 

Der David McCray im Interview

Seit Beginn der Saison schnappen sich die Kollegen vom Bonner Campusradio bonnFM in unregelmäßiger Regelmäßigkeit einen Spieler (oder Trainer) der Telekom Baskets zum ausführlichen Interview. Angetreten waren schon Tony Gaffney, Andrej Mangold und Mathias Fischer. Ich war in der Regel zum fotografieren dabei.

Heute stand also Guard David McCray auf dem Programm. Es wurde ein sehr launiges Gespräch über Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart. Es gab ernste Momente, aber auch lautes Gelächter. Zu hören gibt es das ganze Interview ab Freitagmorgen auf der facebook-Seite von bonnFM. Diese sei hiermit ausdrücklich zum „liken“ empfohlen. Klicken Sie bitte jetzt auf den Daumen.