Assistenztrainer aus Leidenschaft

© Sebastian Derix

Er steht nicht unbedingt in der ersten Reihe bei den Telekom Baskets und doch ist er einer der wichtigsten Personen im Verein: Carsten Pohl ist nicht nur Assistenztrainer der Profi-Mannschaft, sondern auch sportlicher Leiter des Telekom Baskets Bonn e.V.. Er ist zuständig für die Konzepte im Nachwuchs, für die Rekrutierung von Spielern und die Qualität der Trainer im Jugendbereich. Knapp 30 Mannschaften muss er koordinieren, von den Jüngsten bis hin zu denen, die den Sprung in den Profibereich schaffen wollen und können.

Und er analysiert die Gegner der Profis, stellt Videos zusammen und präsentiert diese den Spielern: „Ich versuche meine Ideen verständlich zu machen. Das ist nicht immer ganz einfach, ich bin nicht so leicht zu verstehen“, sagt Pohl mit einem Augenzwinkern im Interview mit dem Bonner Campusradio bonnFM. Eine halbe Stunde hat er sich Zeit genommen, um über seine Arbeit auf und neben dem Parkett des Telekom Domes zu sprechen.

Der „Assistenztrainer aus Leidenschaft“ spricht über Basketball-Kids früher und heute („Die Qualität der Spieler hat abgenommen, weil sich die Kinder weniger bewegen.“), auch in Bezug auf schulische Leistungen und Freizeit („Durch G8 ist das Arbeitsvolumen deutlich höher, die Freizeit geringer. Die Schule nebenbei zu machen, so wie wir das früher gemacht haben, ist nicht mehr möglich.“). Er beschreibt die Arbeit unter den verschiedenen Cheftrainern („Man muss schon ein bisschen bekloppt sein.“) und gewährt einen Blick hinter die Kulissen der Telekom Baskets („Der aktuelle und der ehemalige Trainer haben sicher etwas unterschiedliche Ausrichtungen vom Typ her, aber so unterschiedlich sind sie dann doch nicht.“).

Am Donnerstag gibt es das Interview on Air. In der Sendung „Slamdunk“ werden große Ausschnitte daraus zu hören sein. Die Sendung gibt´s in Bonn und Umgebung unter UKW 96,8MHz – weltweit im Netz, der Stream ist unter http://www.bonn.fm zu finden. Los geht´s um 18 Uhr. Einen Studiogast gibt´s auch: Das Bo! Das Bo? Das Bo. Mit Teambetreuer und Physio Bogdan Suciu startet die Reihe der Gäste aus dem Team hinter dem Team. Einschaltbefehl!

Mit der BIMA auf der Waage

© Sebastian Derix

Noch gestern hieß es von der Konzertagentur von Marek Lieberberg, dass in den nächsten zehn Tagen eine Entscheidung fallen muss, wo Rock am Ring im kommenden Jahr stattfindet. Jetzt nimmt der Druck weiter zu. Laut Lieberberg neigt sich die Waage inzwischen in Richtung Mendig. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgabe sei schuld, wenn es am Ende nicht für Mönchengladbach reichen sollte. Sie habe einen Vorvertrag zurück gezogen und damit die Verhandlungen zwischen der Stadt und dem Veranstalter immens verkompliziert.

Gegenüber dem Mönchengladbacher Radiosender Radio 90,1 sagte Lieberberg, dieses Verhalten sei „unmöglich“. Die Stadt und alle Verantwortlichen hätten ihr Möglichstes getan, die BIMA hingegen habe eine frühere Lösung torpediert. Deshalb habe er inzwischen Zweifel, ob ein Festival bis Anfang Juni zu realisieren sei. Nur wenn es in den kommenden neun Tagen einen unterschriftsfähigen Mietvertrag und eine Garantie gebe, dass keine Einsprüche und Gerichtsverfahren mehr zu erwarten sind, könne die Waage wieder auf die Mönchengladbacher Seite kippen.

Das komplette Interview des Kollegen Philipp Braun mit Marek Lieberberg gibt es hier:

 

Sollte Rock am Ring tatsächlich nicht in der Vitusstadt landen können, verspricht Lieberberg mit einem anderen Festival nach Mönchengladbach zu kommen. Für eine Veranstaltung im August bleibe noch genügend Vorbereitungszeit. Ein Ableger von Rock´n´Heim oder das ehemalige Rock im Pott seien durchaus möglich. In seinen Planungen scheint diese Lösung favorisiert zu sein. Die Strahlkraft eines Rock am Ring-Festivals haben diese Veranstaltungen freilich nicht.