Die Leichtigkeit ist weg

Sie ist sprichwörtlich, diese Leichtigkeit. Sie ist da, wenn es gut läuft. Und kaum verliert man zwei, vielleicht drei Spiele, macht sie sich aus dem Staub. Dann fehlt sie. Und das merkt man recht schnell. Auch die Telekom Baskets sind aktuell nicht komplett. Zwar konnte Martin Breunig am Sonntagnachmittag nach überstandener Knieverletzung erstmals wieder mitspielen. Besagt Leichtigkeit hatte sich aber nach zuletzt nicht überzeugenden Auftritten in der Liga und einem glücklichen Sieg in der Championsleague eine Auszeit genommen. 

Das war auch beim Auswärtsspiel in Frankfurt zu sehen. Zwar war die Leistung der Männer von Coach Predrag Krunic besser als zuletzt. Trotzdem fehlte es an Konstanz, an klugen Entscheidungen, an Glück – an der Leichtigkeit eben. Alles, was zu Saisonbeginn so einfach aussah, muss aktuell hart erarbeitet werden. Dass die Mannschaft das versucht, kann man ihr nicht absprechen. Allein scheint die Situation noch zu ungewohnt zu sein, als dass das Verstehen der Probleme auch auf dem Parkett in Behebung derselben umgesetzt werden würde. 

Der Kampf ist da. Der Wille ist da. Und man darf sich sicher sein, dass auch Glück und Leichtigkeit längst wieder im Bus sitzen, um auf den #Heartberg zurück zu kommen. Die Mannschaft muss weiter hart arbeiten und analysieren, wo es noch hapert. Coach Krunic wird versuchen, sein Team auf Kurs zu halten. Die langjährigen Bonner rund um Mayo und DiLeo werden ihm helfen. Und sie werden auch die übrigen Teammitglieder auf Kurs halten oder bringen. 

Schon am Dienstag gibt es die nächste Chance, sich als Mannschaft zu präsentieren, die die Leichtigkeit zurückholen will. In der Championsleague steht das Heimspiel gegen Venedig an. Die Italiener stehen auf dem zweiten Tabellenplatz mit bislang nur einer Niederlage. Die Baskets liegen mit ausgeglichenem Punktekonto zwei Plätze dahinter. Sie könnten nach Punkten gleichziehen. Vielleicht eine Möglichkeit, die Leichtigkeit zur Rückkehr zu bewegen.

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Zwei verrückte Spiele in drei Tagen

© Sebastian Derix

Es war ein strammes Programm, das die Telekom Baskets in den vergangenen Tagen zu absolvieren hatte: Heimspiel gegen Bayreuth in der Liga und dann auswärts in der Championsleague gegen PAOK Thessaloniki. Und in beiden Fällen machte es das Team von Trainer Predrag Krunic spannend. Gegen Bayreuth führten die Baskets schon mit 19 Punkten, um dann einen 20:0-Lauf der Gäste zuzulassen. In Griechenland machten sie sich das Leben selbst schwer, vor allem in Form von Charles Jackson und James Webb, die mit fünf beziehungsweise einem disqualifizierendem Foul aus dem Spiel ausstiegen. Und trotzdem hatten die Bonner in beiden Fällen am Ende die Nase vorn.

Das führt dazu, dass die Baskets jeweils weit oben in der Tabelle zu finden sind. Am kommenden Wochenende steht in der Bundesliga das Spitzenspiel gegen Bayern München an. In der BCL-Gruppe stehen die Bonner sogar ganz oben – zumindest vorübergehend. Und das, obwohl mit Martin Breunig ein wichtiger Faktor unter den Körben aktuell ausfällt. Das Team springt in die Bresche. Gegen Thessaloniki sorgte zum Beispiel Julian Jasinski für sieben Punkte und vier Rebounds. Bärenstark war auch Bojan Subotic, der 18 Punkte ablieferte und übernahm, als es nötig wurde.

 

 

Auftaktniederlage in der Champions League

© Sebastian Derix

Es war nicht der Abend der Telekom Baskets. Zum Auftakt der neuen Champions League-Saison haben die Bonner auf Teneriffa eine herbe Klatsche einstecken müssen. Ohne den weiter verletzten Martin Breunig und Shane Gibson, der wegen der Ausländerregelung aussetzen musste, reicht es am Ende nur zu einem 68:87 aus Bonner Sicht. Teneriffa hatte das Heft des Handelns fast das ganze Spiel über in der Hand. Nur kurz vor der Pause konnten die Gäste auftrumpfen – die Halbzeit brach den frisch entstandenen Rhythmus der Baskets aber wieder.

Vor allem defensiv waren die Hausherren besser, konstatierte auch Baskets-Coach Predrag Krunic nach dem Spiel. Die Niederlage seiner Mannschaft sei verdient, weil Bonn es nicht geschafft habe, die richtige Antwort auf die gestellten Aufgaben zu finden. Phasenweise funktionierte bei Teneriffa zudem in der Offensive nahezu alles, während bei den Baskets vor allem aus der Distanz nicht viel zusammen lief.

Für das Highlight des Spiels sorgte dennoch einmal mehr Ra´Shad James. Mit offensichtlicher Wut im Bauch trat er kurz vor der Pause in den sprichwörtlichen Aufzug, stieg auf und feuerte den Ball mit Wucht durch die Reuse. Es war der Startschuss für die beste Bonner Phase. Aber schon kurz nach Beginn des dritten Viertels war das Wurfglück und die Bonner Kurzzeitdominaz wieder passé. Schlussendlich fuhren die Baskets das Spiel mit gebremstem Schaum zu Ende.

Am kommenden Sonntag steht wieder Bundesliga auf dem Plan. Dann kommt Bayreuth in den Telekom Dome. Auch das Team von Raoul Korner hat sein Auftaktspiel in der Champions League gegen Besiktas Istanbul verloren. Hochball im Telekom Dome ist um 18 Uhr.

Auswärtssieg im Pokal

© Sebastian Derix

Dank einer Leistungssteigerung nach der Pause haben die Telekom Baskets am Samstagabend die nächste Runde im neuen BBL-Pokal erreicht. Taten sie sich in Halbzeit eins noch schwer gegen die Gastgeber aus Bremerhaven, so zogen sie nach dem Pausentee die Zügel an und traten das Gaspedal durch. Danach konnten die Eisbären nicht mehr entscheidend reagieren. Bester Bonner Werfer war wieder Ra´Shad James, der 18 Punkte machte.

Nicht mitspielen konnte Martin Breunig. Der Center hatte sich beim Heimspiel gegen Braunschweig eine Zerrung im Knie zugezogen. Seine Arbeit unter dem Korb übernahm weitgehend James Webb III. Der zuletzt noch zurückhaltende Amerikaner schnappte sich satte zwölf Rebounds. In Sachen Punkte überließ er die Arbeit seinen Kollegen. Jarelle Reischel ließ sich nicht lange bitten und wurde nach James zweitbester Werfer seiner Mannschaft (13 Pkt.). Wieder an seine starke Leistung zu Saisonbeginn anknüpfen konnte Charles Jackson. Der Centerhüne markierte elf Punkte, holte sieben Rebounds und gab fünf Assists.

Am kommenden Dienstag steht erstmals in der neuen Saison Champions League an. Die Baskets sind bei Iberostar Tenerife zu Gast. Hochball in Spanien ist um 20.30 Uhr. DAZN überträgt die Spiele der Basketball Champions League auch in diesem Jahr.

Der König kommt zurück nach Bonn

© Sebastian Derix

King Julian kommt zurück nach Bonn. Leider nur für ein Spiel. Am Abend qualifizierte sich Julian Gamble mit seinem neuen Club Nanterre 92 für die Basketball Champions League. Am Ende waren es zwei klare Siege gegen das finnische Team Karhu Basket. Und weil das Los schon vorher entschieden hatte, spülte es Nanterre mit dem König in die Bonner Gruppe. Es gibt also ein Wiedersehen mit einem der Publikumslieblinge aus der vergangenen Saison.

Und das schon in weniger als drei Wochen. Am 23. Oktober ist Nanterre zu Gast im Telekom Dome. Das Rückspiel in Frankreich steigt dann am 9. Januar kommenden Jahres. Auf einen weiteren Bekannten müssen die Bonner Fans leider verzichten: Heiko Schaffartzik hatte Nanterre im Sommer in Richtung Spanien verlassen. Wegen einer Verletzung wurde er in Saragossa allerdings schon wieder freigestellt.

Als zweiter bisher offener Gegner in der Baskets-Gruppe hat sich die schweizerische Mannschaft Fribourg Olympic Basket qualifiziert. Hier müssen die Baskets zuerst auswärts antreten – und zwar eine Woche nach dem Duell mit dem König. Das Heimspiel findet dann am 15 Januar statt.

Ra´Shad James sorgt für den ersten Heimsieg

© Sebastian Derix

Nachdem im ersten Saisonspiel Charles Jackson unter den Körben dafür verantwortlich war, dass die Telekom Baskets den Sieg aus Göttingen entführen konnten, so sorgte im ersten Heimspiel der neuen Spielzeit ein weiterer Neuzugang für die nötigen Punkten: Ra´Shad James markierte 28 Zähler und war von den Gästen aus Braunschweig nicht zu kontrollieren. Dank seiner überragenden Leistung gelang den Bonnern ein 75:69-Sieg.

Nur kurz vor dem Ende schien der Bonner Sieg zu wackeln. Weil sich aber Braunschweigs Nawrocki und eben Ra´Shad James außergerichtlich nicht über Kleiderordnung und Laufwege einigen konnten, kassierten die Gäste bei nur noch drei Punkten Rückstand ein unsportliches Foul. James machte einen der beiden fälligen Freiwürfe, Yorman Polas Bartolo kurz danach zwei weitere. Damit war die Siegchance für Braunschweig auch schon wieder dahin.

Deutlich zurückhaltender als in Spiel eins präsentierte sich der damalige Matchwinner. Charles Jackson hatte doch arg zu kämpfen. Auch Shane Gibson tat sich noch etwas schwer, gab später auf Instagram zu, dass er noch Probleme mit seiner neuen Rolle habe. James Webb III machte zwei wichtige Dreier, blieb ansonsten aber auch blass. Einen engagierten Eindruck hinterließ Bojan Subotic. Der Montenegirner kämpfte an allen nötigen Ecken und Enden des Spielfeldes. Sechs Punkte und sieben Rebounds waren die verdiente Ausbeute. Auch Jarelle Reischel spielte munter mit. Er sorgte für sieben Zähler und war damit drittbester Punktesammler.

Baskets-Coach Predrag Krunic war nach dem Spiel mit dem Leistungsstand seiner Mannschaft zufrieden. Er sieht aber auch noch viel Arbeit auf sein Team zukommen: „Vor allem unsere Verteidigung war über weite Strecken auf einem ordentlichen Niveau. Braunschweig hat heute gezeigt, dass sie besser sind als sie am ersten Spieltag gezeigt haben. Darauf waren wir aber vorbereitet. Wir müssen lernen, einen 14 Punkte-Vorsprung zu konservieren, anstatt den Gegner nochmals rankommen zu lassen.“

Auftaktsieg in Göttingen

© Sebastian Derix

Endlich wieder Basketball. Die neue Saison in der easyCreditBBL ist gestartet. Die Telekom Baskets mussten in Göttingen antreten. Dank eines überragenden Charles Jackson und einer starken Teamleistung gelang ein weitgehend ungefährdeter 86:79-Auswärtssieg. Vor allem im dritten Viertel spielten die Gäste die Hausherren regelrecht an die Wand. In der Phase spielten sie auch defensiv den besten Basketball des Spiels.

Zwar war es in der ersten Halbzeit ein enges Spiel, wirklich Sorge musste man um die Baskets aber nicht haben. Zu dominant war da schon Jackson unter dem Korb. Nach 20 Minuten hatte er schon 15 Zähler auf dem Konto. Göttingen hatte dem wuchtigen Bonner Neuzugang nichts entgegenzusetzen. Allerdings bekamen die Gäste in Halbzeit eins Göttingens Starspieler Michael Stockton nicht in den Griff. Das gelang in der zweiten Hälfte besser. Ein 12:1-Lauf zu Beginn des dritten Viertels sorgte für den entscheidenden Vorsprung, den Göttingen nicht mehr aufholen konnte.

Coach Predrag Krunic war mit der Leistung seines Teams – vor allem in der zweiten Hälfte – zufrieden: „Es war sehr wichtig, dass wir gewonnen haben. Das erste Spiel der Saison ist immer etwas Besonderes. Mein Staff hat in der Preseason gute Arbeit geleistet. Wir haben auch unseren Fans ein Geschenk gemacht, die uns immer toll unterstützen. Es war ein Spiel mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten. In der ersten Halbzeit haben wir 49 Punkte gemacht, in der zweiten Hälfte haben wir eine intensivere Verteidigung gespielt. Das war der Schlüssel zum Sieg. Wir sind auf ein Team getroffen, das sehr guten Basketball spielt, offensiv sehr stark ist. Darum sind diese zwei Punkte umso wichtiger.“

Am kommenden Mittwoch steht schon das zweiten Spiel der noch frischen Saison an. Die Baskets empfangen Braunschweig im heimischen Telekom Dome. Hochball ist um 18 Uhr.