Weiter ohne Auswärtssieg

© Sebastian Derix

Der Zweig, auf dem die Telekom Baskets in der BBL unterwegs sind, wird einfach nicht grüner. Am Samstagabend verloren die Bonner im Kellerduell in Göttingen. Obwohl sie kurz vor Spielende noch vorne lagen, hieß es am Ende 80:77 aus Sicht der Hausherren. Die Baskets bleiben damit in der Liga auswärts sieglos.

Trey McKinney-Jones fehlte der Mannschaft von Trainer Thomas Päch krankheitsbedingt. Nach dem Spiel verriet der Coach, dass auch Yorman Polas Bartolo und Yoshi Saibou nicht gesund gewesen seien. Die Energie habe gefehlt. Das mag stimmen. Sie war es aber sicher nicht alleine. Es waren auch falsche Entscheidungen und das schon aufgetretende kopflose Hühner-Problem.

Da halfen auch 26 Punkte von Ben Simons nicht, ebenso wenig neun Assists von TJ DiLeo. Benni Lischka ist seit Wochen ein Schatten seiner selbst, auch Stephen Zimmerman schien in Göttingen müde und nicht ganz auf der Höhe.

In der Champions League unter der Woche hatte die Leistung noch zum Sieg gereicht. Hier sind die Baskets weiter Tabellenführer. In der BBL allerdings sind sie aktuell in ganz anderen Sphären unterwegs. Am zweiten Weihnachtstag geht es gegen die Hamburg Towers nicht nur um die Wurst, sondern um die ganze Metzgerei. Die Baskets müssen endlich siegen, sonst wird die Saison eine komplett ohne Grün, dafür mit ganz viel Schwarz.

Der Befreiungsschlag?

Nach dem ersten Sieg der Hamburg Towers in der BBL am Freitagabend fanden sich die Telekom Baskets auf dem letzten Tabellenplatz wieder. Ein Grund mehr, jetzt endlich in die Erfolgsspur zu finden. Noch dazu gegen einen Gegner, der zumindest aktuell noch kein Playoff-Aspirant ist. Die Bonner empfingen den Syntainics MBC. Und sie besiegten ihn am Ende verdient.

Dem Rookie war es vorbehalten, die Dreistelligkeit herzustellen: Kilian Binanpfl, der seit langer Zeit mal wieder Einsatzzeit in der BBL gesehen und diese sehr gut genutzt hatte, markierte die Punkte 100 und 101 für die Baskets. Da war der Sieg der Bonner allerdings schon in trockenen Tüchern. Mit bärenstarker Verteidigung hatten sie Weißenfels den Nerv geraubt. Immer wieder hatten sie sich dadurch auch einfache Punkte erarbeitet.

Folglich war Coach Thomas Päch auch sehr zufrieden mit der Leistung seines Teams: „Wir haben von Anfang an defensiv den Ton angegeben. Meine Spieler haben in den wichtigen Momenten immer eine Antwort gefunden, haben wichtige Würfe getroffen und Stopps in der Defense erzwungen. Der Druck auf den Ball, unsere Defense, die 27 Assists und dass wir auf den Ball aufgepasst haben, waren für mich die entscheidenden Dinge.“

Schon am Mittwoch geht es europäisch weiter. Die Baskets sind in Saragossa in Spanien zu Gast. Nach der Heimniederlage gegen PAOK muss hier ein Sieg her, um in der Tabelle nicht weiter abzurutschen. Hochball ist um 20.30 Uhr.

Baskets mit Niederlage gegen ALBA

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Die Telekom Baskets haben am Wochenende spielfrei. Das heißt: Viel Zeit für Promo-Termine. Und zur Erholung. Und zu weiterer harter Arbeit. Denn schon am Mittwoch geht es in der Champions League mit einer schwierigen Aufgabe weiter: Thessaloniki kommt in den Telekom Dome. Die Baskets wollen ihre Tabellenführung verteidigen.

Die Chance ist realistisch. Schließlich spielen die Bonner in der BCL deutlich erfolgreicher als in der Bundesliga. Hier gab es am vergangenen Dienstag erneut eine Niederlage. Allerdings haben die Bonner sich gegen ALBA Berlin teuer verkauft. Lange Zeit war das Spiel offen. Am Ende waren es ein paar unnötige Ballverluste, die den möglichen Sieg gekostet haben.

Auch, wenn es die Ergebnisse in der Liga nicht gleich erkennen lassen, so sind die Baskets doch auf einem ordentlichen Weg. Eine Steigerung ist erkennbar. Zudem ist Euroleague-Teilnehmer Berlin kein Haufen von Anfängern. Die Bonner werden ihre Siege holen. Vielleicht schon am Mittwoch in der BCL. Und vielleicht auch am kommenden Wochenende gegen den MBC.

Knappe Niederlage in Bayreuth

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Es bleibt dabei: Die Telekom Baskets haben aktuell in der Bundesliga nichts zu lachen. Wieder einmal waren sie nah dran am zweiten Saisonsieg. Und wieder einmal reichte es am Ende knapp nicht. In Bayreuth stand am Ende ein 79:82 aus Bonner Sicht auf der Anzeigetafel.

Dabei präsentierten sich die Baskets erneut lange Zeit ordentlich. Eine Drangphase der Gastgeber im dritten Viertel konnten sie kontern. Die Partie war bis in die Schlusssekunden eng. Dann aber fehlte erneut das Quäntchen Glück. Bayreuth traf die besseren Entscheidungen, Bonn brachte die PS nicht endgültig auf die Straße. Ende.

Ganz anders läuft es weiter in der Champions League. Hier holten die Baskets mit dem ersten Auswärtssieg in Dijon sogar die Tabellenführung in ihrer Gruppe. In Frankreich zeigten die Bonner eine überzeugende Leistung und nahmen schließlich den Sieg mit nach Hause.

Schon am Dienstag steht jetzt wieder Bundesliga an. ALBA Berlin kommt zur Mutter aller Spiele. Nicht gerade das, was sich eine Mannschaft wünscht, die dringend Siege braucht. Andererseits kann die Außenseiterrolle vielleicht auch beflügeln. Irgendwann müssen die Baskets anfangen zu punkten.

Kein grüner Zweig in der Liga

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Die Telekom Baskets kommen in der Bundesliga auf keinen grünen Zweig. Im sechsten Spiel setzte es am Sonntagabend die fünfte Niederlage. Auch in Oldenburg gingen die Bonner wieder als Verlierer vom Platz. Und das, obwohl sie lange gut mitgespielt hatten.

Im Schlussviertel verteidigten sie zudem gut. Allerdings war der offensive Output in Halbzeit zwei nicht ausreichen, um starke Oldenburger in ihre Schranken zu weisen. Die Baskets wurde einmal mehr zu hektisch und vergaben auch gute Chancen. Schließlich stand erneut eine Niederlage in den Büchern.

Unter der Woche hatten sie es deutlich besser gemacht. Mit guten Teamspiel und einem bärenstarkten Stephen Zimmerman besiegten die Bonner Neptunas Klaipeda deutlich mit 97:85. In der Champions League läuft es also für Bonn.

Da kann es positiv sein, dass die Mannschaft von Thomas Päch schon am Dienstag wieder europäisch antreten muss. Die Baskets sind in Dijon in Frankreich zu Gast. Hochball ist um 20.20 Uhr.

Zwei Klatschen in einer Woche

Das war nicht die Woche der Telekom Baskets. Zuerst unterlagen sie in der Champions League. Am Sonntagabend gab es dann auch im Heimspiel in der Bundesliga eine Abreibung. Schon am Dienstag geht es weiter.

Sowohl in Ungarn, als auch zuhause gegen Bamberg waren die Männer von Chefcoach Thomas Päch chancenlos. „Eine schwierige Phase“ nannte es der Trainer am Sonntagabend.

Damit diese Phase sich nicht zu einer Krise auswächst, muss am Dienstag im Heimspiel gegen Klaipeda eine deutliche Leistungssteigerung her. Ansonsten könnte es rund um den #heartberg recht ungemütlich werden.