Es geht wieder durch Europa

© Sebastian Derix

Die Telekom Baskets spielen auch in der kommenden Saison wieder international. Wie die FIBA bekannt gab, sind die Bonner im Europe Cup vertreten. Es wird die 18. Spielzeit der Baskets, in der sie auch auf europäischem Parkett vertreten sind. Der erste Spieltag wird am 19. Oktober ausgetragen.

Der Wettbewerb besteht aus insgesamt 40 Teams, die in zehn Gruppen mit je vier Mannschaften in zwei Konferenzen (West und Ost) um den Einzug in die zweite Runde kämpfen. Die Baskets sind gesetzt und spielen in der Conference 1 (West), zu der außerdem noch folgende Teams gehören:

Elan Chalon (FRA), Nanterre 92 (FRA), BCM Gravelines-Dunkerque (FRA), Pau-Orthez (FRA), Antwerps Giants (BEL), Mons-Hainaut (BEL), Alba Fehervar (HUN), Limburg United (BEL) und Oberwart (AUT).

Zu diesen Clubs gesellen sich am 28. September und 5. Oktober 2016 weitere zehn Teams, die ihre Qualifikationsspiele für die FIBA Champions League nicht gewinnen konnten. Die Erst- und Zweitplatzierten einer jeden Gruppe sowie die zwei besten Drittplatzierten erreichen die zweite Gruppenphase mit insgesamt 24 Teams in sechs Gruppen. Danach geht es ab dem Achtelfinale im KO-Modus weiter.

Sportmanager Michael Wichterich freut sich, dass er bei der Verpflichtung von neuen Leistungsträgern auch in diesem Jahr mit dem europäischen Pfund wuchern kann: „Wir sind froh uns auch in diesem Jahr wieder international messen zu können. Und der Europe Cup ist entgegen anfänglicher Mutmaßungen richtig gut besetzt.“ Und weiter: „Die zweite Runde zu erreichen wird nicht einfach, aber das ist unser Ziel.“

Gleichzeitig gab die Basketball Bundesliga ihren neuen Namenssponsor bekannt. Nach dem Rückzug von Beko wird die TeamBank AG für ihre Marke easyCredit der Liga für die kommenden fünf Jahre ihren Namen leihen. Darüber hinaus gibt es eine Option auf drei weitere Jahre.

BBL-Geschäftsführer Dr. Stefan Holz äußerte sich sehr zufrieden über den Abschluss und die neue Partnerschaft: „Die Zusammenarbeit mit easyCredit ist mehr als ein klassisches Sponsoring, sie ist als strategische Partnerschaft ausgestaltet. Diese markiert einen Meilenstein in der Geschichte der Liga und zeigt, dass wir über ein sehr attraktives Produkt mit hohem Potenzial verfügen.“

„Dass easyCredit gemeinsam mit der Liga die Erfolgsgeschichte weiterschreiben möchte, unterstreicht nicht zuletzt die Laufzeit des Vertrages. Fünf Jahre sind ein klares Statement und das Versprechen, etwas mitzugestalten. Für beide Parteien eine Win-win-Situation“, so der Geschäftsführer weiter.

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Ein Deutscher Meister für die Baskets

© Sebastian Derix

Die Telekom Baskets machen Nägel mit Köpfen. Noch am späten Abend haben sie die Verpflichtung von Ryan Thompson bekannt gegeben. Der Amerikaner spielte in der Saison 2014/15 bereits in der BBL – seinerzeit beim Serienmeister Brose Baskets Bamberg. In der vergangenen Saison war er für gleich zwei Clubs aktiv. Er begann beim  serbischen Topclub Roter Stern Belgrad (4,4 PpS, 1,6 RpS). Ab dem Jahreswechsel ging er dann in der Türkei für Trabzonspor (8,0 PpS, 2,6 RpS) auf Korbjagd.

Thompson wird auf den Positionen zwei und drei eingesetzt. „Er verfügt über eine tolle Athletik und gibt uns auf den Positionen des Shooting Guards und Small Forwards sehr viel Physis. Er kann vom Flügel aus im Pick-and-Roll für sich und andere kreieren, sich durch seine individuelle Klasse aber auch eigene Würfe erarbeiten und das Brett attackieren,“ zeigt sich Chefcoach Silvano Poropat begeistert vom neuen Teammitglied.

Und weiter: „Einen Spieler mit seiner Vita und seinen Qualitäten im Kader haben zu können, bietet uns zahlreiche taktische Optionen. Klar ist: Er braucht das Vertrauen und den Freiraum, um seine Scorer-Mentalität leben zu können.“ Die soll er in Bonn bekommen.

 

 

Ein Langer für die Baskets

Foto: brusselsbasketball.be

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Auf dem Hardtberg wird in Zukuft gegamblet. Die Telekom Baskets haben mit Julian Gamble einen neuen Center verpflichtet. Der 27-jährige Amerikaner spielte zuletzt zwei Jahre in Brüssel und wechselt jetzt für zunächst eine Saison auf den Hardtberg. Der 2,08m-Mann soll bei den Baskets vor allem die Baustelle Offensivrebounds beackern. Rund ein Drittel seiner gefangenen Abpraller holt er unter des Gegners Brett.

„Julian bringt als Center ein gutes Gesamtpaket aus physischer Präsenz und Athletik aufs Parkett. Er ist offensiv vielseitig, kann sowohl mit dem Rücken als auch dem Gesicht zum Korb attackieren. Defensiv wird er uns mit seinen Qualitäten als Shot Blocker wichtige Impulse verleihen“, kommentierte Baskets-Cheftrainer Silvano Poropat die Verpflichtung. „Seit dem College hat sich Julian dank seiner guten Einstellung konstant entwickelt und nach oben gearbeitet. In Bonn soll er weiterhin seine Stärken einbringen und den Willen aufs Feld bringen, der ihn auszeichnet.“

Gamble führte Brüssel zuletzt bis ins Playoff-Halbfinale und avancierte mit durchschnittlich 16,6 Punkten und 8,3 Rebounds – davon allein 2,8 am offensiven Brett – zum bestimmenden Akteur seiner Mannschaft. Außerdem zeichnete sich der Center durch eine gute Trefferquote aus dem Feld (60,8 Prozent) aus. 1,5 Steals und 1,9 Blocks pro Spiel standen zudem auch noch auf den Scoutingbögen.

So langsam nimmt das Team der Bonner Formen an. Neben Gamble stehen außerdem Florian Koch, Johannes Richter, TJ DiLeo, Yorman Polas Bartolo und Filip Barovic im Kader der Baskets.

Verstärkung unter den Körben

Foto: FIBA Europe

Foto: FIBA Europe

Heureka! Die Telekom Baskets sind auf der Suche nach Verstärkung für ihr Team fündig geworden. Der 25-jährige Montenegriner Filip Barovic schnürt in der kommenden Spielzeit seine Basketballstiefel auf dem Hardtberg. Der 2,06 Meter-Mann soll auf beiden großen Positionen eingesetzt werden. Barovic kommt vom bulgarischen Topclub Lukoil Academic aus Sofia. Hier sorgte er in der vergangenen Spielzeit für 10,9 Punkte plus 7,1 Rebounds. Damit trug er maßgeblich zum Gewinn der Meisterschaft bei.

„Filip hat bewiesen, dass er eine lange Saison mit zwei Wettbewerben (FIBA Europe Cup: 13,6 PpS und 6,6 RpS) auf einem konstanten Level bestreiten kann und hat vor allem international gegen starke Gegner sehr ordentliche Leistungen abgerufen“, lobt Baskets-Cheftrainer Silvano Poropat seinen Neuzugang. „Er ist ein spielerisch begabter Center, der sich in der Transition sehr gut bewegt. Dank seiner Fußarbeit kann er bis zur Dreierlinie verteidigen und wird uns im Pick-and-Roll viele Optionen geben.“

Barovic unterschrieb einen Vertrag für eine Spielzeit. Mit ihm im Team stehen derzeit Florian Koch, Johannes Richter, TJ DiLeo und Yorman Polas Bartolo.

 

Teilnahme am Europapokal weiter unklar

© Sebastian Derix

Hinter den Kulissen des Telekom Domes herrscht geschäftiges Treiben. Nach dem Vertragsende von Spielmacher Geno Lawrence haben Sportmanager Michael Wichterich und Cheftrainer Silvano Poropat eine weitere Baustelle zu beackern. Es steht das deutsche Gerüst, danach ist tabula rasa. Da hilft es vermutlich auch nicht besonders, dass die Baskets derzeit in keinem der europäischen Wettbewerbe gelistet sind – gerade für ausländische Spieler immer ein Argument mehr für einen Wechsel an den Rhein. Möglich, dass die Bonner noch in den FIBA Europe Cup rutschen. Aktuell sei gerade da aber noch vieles unklar, heißt es vom Verein. Fest steht hingegen, dass die Baskets weder an Euroleague und Eurocup, noch an der neuen FIBA Championsleague teilnehmen.

Bis zum Trainingsauftakt in der zweiten Augustwoche fließt zwar noch eine Menge Wasser besagten Fluss hinunter. Trotzdem sollte sich in den nächsten Tagen etwas tun. In der kommenden Woche fliegt Manager Wichterich für fünf Tage zur Summer League nach Las Vegas, in der Hoffnung, das ein oder andere Schnäppchen mit zurück auf den Hardtberg zu bringen.

Seinen ersten öffentlichen Auftritt hat das Team dann traditionell beim Gezeiten Haus Cup in Rhöndorf. Hier bekommen die Baskets es zunächst mit den Gastgebern zu tun. Außerdem nimmt am Cup auch wieder ratiopharm Ulm teil, zudem die Northeastern Huskies aus Boston. Auch ein eigener Cup ist wieder geplant. Teilnehmen werden aller Voraussicht nach der FC Bayern Basketball, das italienische Topteam Scandone Avellino (leider inzwischen ohne Benas Veikalas), sowie der türkische Euroleague-Starter Darussafaka Istanbul. Der (hier Namenssponsor einsetzen)-Cup findet am 10. und 11. September statt.

Lawrence verlässst die Baskets

© Sebastian Derix

Der Umbruch auf dem Hardtberg geht weiter: Geno Lawrence ist nicht länger Teil des Teams der Telekom Baskets Bonn. Dank einer Ausstiegsklausel in seinen Zweijahres-Vertrag verlässt der Spielmacher den Hardtberg nach zweieinhalb Jahren und 110 Spielen in Dress der Baskets. Lawrence kam im Frühjahr 2013 zu den Telekom Baskets. Gleich bei seiner Premiere avancierte der mittlerweile zweifache Familienvater im „Karnevalsspiel“ gegen Bremerhaven mit dem entscheidenden Dreier zum Matchwinner (80:79). Im darauffolgenden Sommer entschied sich Lawrence für einen Verbleib in Bonn und führte die Mannschaft in der Spielzeit 2014/2015 auf einen hervorragenden vierten Hauptrundenplatz und bestätigte auch in den Playoffs seine Führungsqualitäten in Form von durchschnittlich 14,2 Punkten, 3,4 Rebounds sowie 6,8 Assists.

„Meine Zeit in Bonn war eine großartige Erfahrung. Ich habe Freunde fürs Leben gewonnen und mit vielen großartigen Basketballern zusammenspielen dürfen“, sagt der 30-Jährige. „Jetzt bin ich allerdings an einem Punkt, an dem ich das Gefühl habe, für mich und meine Familie den nächsten Schritt machen zu müssen. Ich danke den Telekom Baskets Bonn für die Möglichkeit mein Talent in der BBL zeigen zu dürfen. Den Fans möchte ich für ihre sensationelle Unterstützung, egal ob auswärts oder zuhause im Telekom Dome, danken. Sie hatten einen riesigen Anteil an unseren Erfolgen – ohne sie wäre vieles nicht möglich gewesen. Eins wird für mich immer bleiben: It was an honor to be a Bonner!“

 

Der Verteidigungsminister geht nach Göttingen

© Sebastian Derix

Ziemlich genau 25 Jahre ist das so genannte Berlin-Bonn-Gesetz jetzt alt. Es regelt die Verteilung der Bundesministerien zwischen der seinerzeit neuen alten Hauptstadt Berlin und der Bundesstadt Bonn. Die Hälfte der ministeriellen Arbeitsplätze sollte demnach in Bonn verbleiben. Das ist schon lange nicht mehr so. Jetzt aber wechselt auch eines der wichtigsten Ministerien den Standort. Der Verteidigungsminister himself verlässt den Hardtberg – allerdings nicht nach Berlin.

Dass Andrej Mangold nicht länger für die Telekom Baskets spielen würde, war seit einigen Wochen bekannt. Jetzt ist auch klar, wohin der beste Bonner Abwehrspieler der vergangenen Jahre geht: „Dre Gold“ schließt sich zunächst für ein Jahr der BG Göttingen an. „Andrej wird uns in der Verteidigung physische Präsenz geben und sich leicht in unseren offenen Angriffsstil einfinden“, lobt sein neuer Trainer Johan Roijakkers den Neuzugang der Göttinger. Funktioniert der #BasketsSpirit auch abseits des Hardtbergs, wird sich Mangold auch in Göttingen schnell zum Publikumsliebling entwickeln.